*Diese Unbedachtheit mancher Menschen… Abgrenzung – ein Prozess!

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Diese Unbedachtheit mancher Menschen… Abgrenzung – ein Prozess!

Was ist es, das manche Menschen übergriffig werden lässt….

Was ist es, das manche Menschen die abgesteckten Grenzen nicht einhalten lässt…

Und das alles, weil sie es doch ach so gut meinen! Die sogenannte Lieb-Falle!

Ja, ich weiß – im Grunde geht es immer darum, dass man sich selbst abgrenzt und die gesteckten Grenzen aufrechterhält, aber einfach ist dies deswegen nicht! ;)

Eine SEHR anstrengende Freundin kündigt sich an, bzw. fragt nach, ob sie über Fastnacht vorbei kommen kann… Ich erkläre ihr genau, warum das dieses Mal nicht geht, was die Gründe sind usw. und dass ich zwischen diversen Terminen meine absolute Ruhe brauche.

Für mich ist es damit erledigt, denn sie antwortet lieb, dass sie das verstehe und: „dann halt beim nächsten Mal“! Ich bedanke mich noch für ihr Verständnis und mein Mann und ich regeln unser WE in unserem Rhythmus. MS`ler, besonders Fatigue`ler, kennen das Energie-Management, das sehr notwendig ist, um die Fatigue und allgemeinen Symptome in Schach zu halten.

Und was passiert: es klingelt und sie steht vor der Tür: „Überraschung!!!“.

Ja, Überraschung!

Mein Mann hat Kunden im Tonstudio und es muss leise sein im Haus (das wusste sie, nur hatte ich dummer weise vergessen die Klingel abzustellen). Nun ja, ich schaute sie wohl so entsetzt an, dass sie in ihrer überschwänglichen Art etwas ruhiger wurde und meinte, sie wolle mich ja nur mal knuddeln und überfiel mich völlig übergriffig, ungeachtet dessen, dass ich wackelig war, erschöpft von den Tagen und dem Abend davor und „überhaupt“. ;)

Ich erzähle das nicht, um Mitleid zu bekommen – ich erzähle es, weil es etwas in mir ausgelöst hat, das ich von zig Menschen kenne – mit MS und auch ohne MS: es geht um die Abgrenzung!

Ich habe mich in diesem Moment ganz gut abgegrenzt, denn ich sagte ihr, dass ich ihre Überraschung nicht ok fände, da sie gegen unsere Absprache wäre und schickte sie nach dem Knuddeln auch wieder weg. ABER: das hat etwas mit mir gemacht und auch wenn ich weiß, dass es nicht mein Problem sein sollte, wurde es dies leider doch….

Mein Mann und ich unterhielten uns später darüber und waren uns klar darüber, dass ich nur so handeln konnte, denn auf Grund der Studio-Situation und meiner Erschöpfung gab es keine Alternative.

Aber fragten wir uns, was geht in solchen Menschen, die es durchaus gut meinen, vor? Was bewegt sie, sich gegen Absprachen zu verhalten, und das, obwohl sie doch meine Situation genau kennt…. Wie oft muss ich mich noch erklären? Meint sie, weil ich stehe, und lächle, dass ich FIT sei, wie jeder andere (Gesunde) auch? Und selbst wenn ich fit wäre, ist es doch mein Recht, keinen Besuch empfangen zu wollen. Was also treibt so einen Menschen an?

Das zu ergründen würde sicherlich zu lange dauern, aber uns wurde klar, dass wir lernen müssen, dass es uns einfach egal ist, was diese Person nun denkt. Wir haben gemeinsam Regeln aufgestellt, die die andere Partei nicht eingehalten hat. Deshalb müssen WIR uns nicht schlecht fühlen! PUNKT!

Das ist die Theorie! ;)

Die Praxis sieht natürlich emotionaler aus. Ein warum auch immer auftauchendes schlechtes Gewissen schleicht empor und die Frage, ob ich sie nicht doch hätte hinein bitten sollen.

NEIN ist meine klare Antwort: ich hatte meine Gründe, habe im Vorfeld Selbstfürsorge betrieben, Achtsamkeit mir und meinem Mann gegenüber gehandhabt, sorgfältig abgewogen und schließendlich diese Entscheidung gefällt und habe ihr sogar ein Telefonat in der Woche darauf angeboten – Mehr kann ich nicht tun. Besonders in meiner speziellen MS-Situation muss ich leider meinen Alltag regeln und auch teilweise beschränken. Spaß macht mir das nicht, aber diese Strukturen helfen mir, einen möglichst guten Energiehaushalt aufrechterhalten zu können. Das ist mein MS-Job, den ich ernst nehme. Ich MUSS ihn ernst nehmen, damit ich keine MS-Probleme serviert bekomme.

Aber selbst, wenn ich gesund wäre, dürfte ich mich in dieser Form abgrenzen – denn ich lebe ja schließlich selbstbestimmt.

Abgrenzung: nicht nur ein Wort, sondern ein Prozess. Ich übe, ich bin mitten drin und werde dieses Thema bei dem erwähnten Telefonat in aller Deutlichkeit ansprechen (müssen).

Ich möchte mit diesen Zeilen dazu ermuntern, sich selbst treu zu bleiben, zu sich und seinen Entscheidungen zu stehen, sich abzugrenzen – auch auf die Gefahr hin, dass das Gegenüber dies nicht versteht. So ist LEBEN!

Hallo MS; Hallo Abgrenzung, Achtsamkeit und Selbstbestimmtheit! Hallo Prozess, der bedeutet, dass wir lernen und uns somit im Fluss befinden! ©2017 Heike Führ/ multiple-arts.com

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