Läsionen an motorischen Fasern deuten auf erhöhtes MS-Risiko hin

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18.04.2013

Siena (sr) – Eine Reihe von klinischen Studien hat in den letzten Jahren gezeigt, dass eine frühzeitig begonnene krankheitsmodifizierende Therapie (idealerweise schon nach einem ersten klinisch isolierten Syndrom (KIS)) das Entstehen einer voll ausgebildeten Multiplen Sklerose (MS) verzögern kann. Eine Forschergruppe um Dr. Antonio Giorgio aus Siena hat nun untersucht, inwieweit der Ort des Auftretens von Läsionen im Gehirn bei Patienten mit KIS eine prognostische Bedeutung für das Risiko einer klinisch manifesten MS besitzt.

Dazu werteten Dr. Giorgio und Kollegen klinische und magnetresonanztomographische (MRT) Daten von insgesamt 1165 Patienten aus, bei denen nach einem ersten Schub der Verdacht auf eine MS bestand. Diese Daten waren zum Zeitpunkt des ersten Schubs und nach einem Jahr erhoben worden. 26 % dieser Patienten hatten nach einem Jahr eine klinisch manifeste MS entwickelt. Bei den Patienten, die nach einem Jahr erkrankten, zeigte sich bei der ersten MRT-Aufnahme zu Studienbeginn eine wesentlich höhere Läsionslast als bei den nicht erkrankten Personen. Besonders häufig waren bei den Erkrankten bestimmte Areale in der sogenannten weißen Substanz des Gehirns betroffen, insbesondere solche Areale, die von Bewegungs- und Sinnesfasern durchzogen werden. Die Forscher ziehen aus ihren Ergebnissen den Schluss, dass KIS-Läsionen in solchen Hirnbereichen mit einem höheren Risiko für die kurzfristige Konversion in eine MS verbunden sind.

 

Quelle: Neurology 2013; 80 (3):234-241

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