*„Meine Motivation ist winkend an mir vorbei gerannt“

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2Q== - *„Meine Motivation ist winkend an mir vorbei gerannt“

 

Ich mache mir immer häufiger Gedanken um meine fehlende Motivation.

Sprüche, wie „Meine Motivation ist winkend an mir vorbei gerannt“ passen so 100%ig zu mir, dass aus der Komik schon ein Alltagsdrama wird. Was aber genau ist „Motivation“?

Laut Wikipedia bedeutet Motivation „Triebkraft“ und bezeichnet das auf emotionaler und neuronaler Aktivität beruhende Streben des Menschen nach Zielen oder wünschenswerten Zielobjekten. Die Gesamtheit der Beweggründe (Motive), die zur Handlungsbereitschaft führen, nennt man Motivation. Die Bezeichnung Motivation ist auf das lateinische Verb movere (bewegen, antreiben) zurückzuführen.

Bei dem Wort „neuronal“ klingeln bei mir sämtliche Alarmglocken, – sind wir doch mit unserer MS ein neurologischer „Fall“! J

Eine Nervenzelle oder ein Neuron ist eine auf Erregungsleitung –und Übertragung spezialisierte Zelle. Die Gesamtheit aller Nervenzellen eines Säugetieres bildet zusammen mit den Gliazellen das Nervensystem. Mittels Botenstoffen (Neurotransmittern) werden Signale übertragen und Kontakt zu anderen Nervenzellen, Muskelzellen hergestellt. Die Nervenzelle ist die strukturelle und funktionelle Grundeinheit des Nervensystems. Schätzungen nach besteht das menschliche Gehirn aus knapp 100 Milliarden Nervenzellen und etwa ähnlich vielen Gliazellen.

So, das ist die blanke Theorie. ABER: wenn also tatsächlich Nervenimpulse erfolgen MÜSSEN und unsere MS-geschädigten Nervenleitbahnen gar nicht mehr Signale so weiterleiten können, wie sie sollten – ist unsere Motivation dann vielleicht mitten im Gehirn, auf den Datenautobahnen zwischen Gehirnzellen und Nervenleitbahnen stecken geblieben? Im Stau? Oder hat sie sich verirrt? Hat das Navi nicht mehr funktioniert im Sturm der „explodierenden“ Zellen?

Für Fatigue gibt es ja solche Überlegungen tatsächlich Und eines der Symptome bei Fatigue ist ja auch die Motivationslosigkeit. Egal, auch wenn meine Überlegung nur Spekulation ist – meine Motivation fehlt so oft – gepaart aber mit fehlende Kraft.

Wenn mich eine lähmende Motivationslosigkeit überfällt, oft auch wirklich im Zusammenhang mit der Fatigue, dann kann ich tatsächlich nicht agieren, da meine Beine entweder schwer wie Blei sind oder so wackelig wie Pudding und jedes Unterfangen somit schon im Keim erstickt wird. Mein Kopf fühlt sich dann benebelt und seltsam leer an – an Konzentration ist dann sowieso nicht zu denken!

Meine Hände sind in solch einem Zustand auch meist taub und neuralgische Schmerzen schießen ebenso ein, wie sich Sehstörungen breitmachen. Wundert es dann, wenn die Motivation winkend an mir vorbei läuft? Nein – ich kann in solchen Momenten froh sein, wenn ich sie überhaupt wahrnehme.

Faul sein ist etwas anderes. Faul ist, wer keine Lust hat, keinen „Bock“! Motivationslos zu sein kann natürlich zig Gründe und Ursachen haben – aber bei MS und anderen chronischen Erkrankungen liegt es sehr nahe, dass es einen neurologischen Hintergrund haben könnte. Daran sollten wir selbst uns liebevoll erinnern und Außenstehende sollten diesen erheblichen Faktor miteinberechnen und uns nicht als FAUL abstempeln.

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