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“Die Löffel-Theorie”: Eine Erklärung, wie schnell sich unsere Energie-Reserven erschöpfen

Die Löffel-Theorie

 Z - "Die Löffel-Theorie": Eine Erklärung, wie schnell sich unsere Energie-Reserven erschöpfen

Eine wundervolle Erklärung, wie schnell sich unsere Energie-Reserven erschöpfen:

„Die Löffel-Theorie

11.01.2013 – Christine hat Lupus, wie Multiple Sklerose eine Autoimmunerkrankung in Schüben. Beim Mädelstreff fand sie den Löffel-Vergleich, um ihrer Freundin die kraftraubende Krankheit zu schildern.

Das hatte Christines Freundin vorher bestimmt nicht geahnt: Es war überhaupt kein Scherz, als Christine ihr auf die Frage hin, wie sich denn ihre Erkrankung anfühle, einen Haufen Löffel in die Hand gab – alle, die sie vom eigenen und den Nachbartischen zusammenklauben konnte. Nun, damit musst Du haushalten, das sind deine Löffel für einen Tag!

Und alles kostet Kraft beziehungsweise Löffel: duschen, zur Arbeit fahren, sich lange am Rechner konzentrieren, zu Terminen fahren, essen, Treppen steigen, mit Kollegen plaudern, einkaufen, auf der Heimfahrt im Bus stehen müssen… Am Ende des Tages bleiben nur 2 Löffel übrig, nicht mal mehr genügend, um ein Abendessen zuzubereiten. Erst recht nicht, um sich mit ihr, der Freundin auf einen Cappuccino zu treffen. Das würde 3 Löffel kosten…

Ein Löffel mit Symbolwert

Abends Kaffeetrinken gehen mit einer Freundin – das könnte drei Löffel kosten, nach der Löffeltheorie. Ein anschaulicher Vergleich für übergroße Ermüdbarkeit chronisch Kranker, zum Beispiel Menschen mit Multipler Sklerose. Dennoch: Zum Abschied schenkt ihr Christine einen Löffel. Symbol für eine Freundschaft. Und für Verständnis für kranke Menschen, denen man ihre Last oft nicht ansieht, die ihr Leben jedoch durchplanen müssen, um durchzuhalten. Für die abends etwas zu unternehmen oft purer Luxus ist.

MS-Betroffene können ein Lied davon singen, gehört Fatigue doch zu den weit verbreiteten Symptomen der Multiplen Sklerose. Die übergroße Ermüdbarkeit raubt unheimlich viel Kraft. Wer seine Grenzen nicht kennt oder nicht akzeptiert, erleidet immer wieder Schiffbruch. Das heißt dann: Frühstück zubereiten und danach zu müde zum Essen sein. Oder Rosen pflegen, aber am Ende des Beetes zu schwach zu sein, um selbständig aufzustehen.

Sollten ihre Bekannten also mal nörgeln, dass Sie – schon wieder ! – keine Zeit für sie haben, dann nehmen Sie doch beim nächsten Mal einen Schwung Löffel mit.“

Quelle: “The Spoon Theory” von Christine Miserandino: butyoudontlooksick.com, übersetzt von Lupus Austria

Redaktion: AMSEL e.V. (http://www.amsel.de/multiple-sklerose-news/medizin/index.php?kategorie=medizin&anr=4686)

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