Wie entkomme ich der Grübelfalle?

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Wie entkomme ich der Grübelfalle?

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Die Grübel-Falle

Wir kennen es: wir grübeln und grübeln, unsere Gedanken drehen sich im Kreise –

und doch bewegt sich nichts vorwärts, da wir in der Grübel-Falle, oder Grübel-Spirale

gefangen sind.

Klar ist: Wer zu viel grübelt wird nicht glücklich – denn dann sitzt man in der “Grübelfalle” FEST!

Grübeln ist auch ein Gefühl von „ruhelosem Geist“. Deshalb sind Schlafstörungen, Depressionen oder eine geringere Lebenszufriedenheit auch häufig die Folgen.

 Grübeln

Laut Wikipedia ist Grübeln „eine Form des Nachdenkens, bei dem die Gedanken um mehrere Themen oder ein spezielles Problem kreisen, ohne dabei zu einer Lösung zu gelangen. (…). Dies wird in der Regel von negativen Emotionen begleitet, wobei Grübeln mit eher depressiven, Sorgen mit eher angstvollen Gefühlen einhergeht. (…) Bevorzugte Themen des Grübelns beziehen sich auf Entscheidungen, Konflikte, eigene Leistung, vermutete Einschätzung der eigenen Person durch andere, Zukunft, Vergangenheit oder den Sinn des Lebens.

Grübeln ist eine Suche ins Leere, die trotz möglicher Lösungsmöglichkeiten fortgesetzt wird.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Grübeln).

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Grübeleien

Grübeleien sind auf jeden Fall wiederkehrende destruktive Gedankengänge zu einem Thema, für das wir erst einmal keine Lösung sehen. Es sind Gedanken, die unser Wohlbefinden beträchtlich beeinflussen – bis hin zu depressiven Verstimmungen und zu körperlichen Symptomen und Erkrankungen.

 

Auslöser von Grübel-Anfällen

Die Auslöser für Grübelanfälle sind ganz unterschiedlich und ebenso unterschiedlich schwerwiegend. Es kann eine unbedachte Bemerkung sein oder auch ein Fehler, den wir gemacht haben.

Häufig allerdings sind es schwerwiegendere Themen, die uns grübelnd belasten.

„Grübeln wird in der Fachsprache Rumination genannt, ein Begriff, der im Englischen auch für das Wiederkäuen von Kühen verwendet wird. Der englische Depressionsforscher Prof. Mark Williams erläutert, woran sich Grübeln erkennen lässt: „Sie können eine einfache Regel vom Autofahren nutzen: Wenn Sie zum dritten Mal um denselben Block fahren, dann haben sie sich wahrscheinlich verfahren. Genauso ist es mit dem Grübeln: Wenn Sie schon zum dritten Mal über dieselbe Geschichte nachdenken, grübeln Sie wahrscheinlich.“ (https://www.arbor-seminare.de/wege-aus-der-grübelfalle)

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MS und Grübeln

Menschen, die chronisch krank sind, haben mit Sicherheit sowieso mehr berechtigte Gründe zum Grübeln. zum Beispiel drängt sich bei MS meist die Frage auf, ob man „morgen“ noch sehen, laufen, sprechen kann, oder man sorgt sich insgesamt um den weiteren Verlauf der Erkrankung!

Grübeln kann positiv sein, wenn man zu Lösungen findet oder sich selbst gut reflektiert. Schnell kann es aber auch zu der erwähnten Grübel-Falle ausarten und man kommt alleine kaum noch heraus. (Dann sollte man niemals die Hilfe von Psychotherapeuten und Ärzten scheuen!).

 

Negative Gedanken und Kopfkino

Es sind oft die einfachen Dinge, die uns zum Grübeln bringen: Hat der Kollege etwas gegen mich? Bin ich zu dick? Mag mich die Person nicht? Warum grüßt der Nachbar mich nicht? Wie konnte ich nur? Wieso habe ich nicht? Was mache ich nur? Und so weiter….

Wie entkomme ich der Grübelfalle?

Sehr oft möchte man durch sein Denken das beispielsweise emotionale Problem wie Liebeskummer lösen. Allerdings ist das oft nicht nur mit dem Verstand zu bewältigen. Es gehört mehr dazu – unter anderem auch, seine Gefühle zuzulassen und auch mal erlösend zu weinen.

Zudem ist das Grübeln oft etwas Unbewusstes: Beispielsweise liegt man auf der Couch und im Hintergrund läuft das Radio oder der Fernseher. Die Gedanken kreisen dabei und nehmen oft das Geschehen auf dem TV nicht wahr.

Abhilfe kann man deshalb nur schaffen, wenn man sich dem Grübeln bewusst zuwendet, es WAHRNIMMT. Man darf sich auch, wenn einem das hilfreich erscheint, ein- bis zweimal am Tag bewusste Grübelzeiten gestatten (allerdings wirklich maximal 30 Minuten).

Klar ist, dass allein schon die Erkenntnis, dass man gerade grübelt, sich ganz anders anfühlt, als das unbewusste Grübeln. Und nun wird es spannend, denn man kann im besten Fall durch dieses bewusste Hineindenken eine konkretere Lösungsstrategie entwickeln.

Es gibt einige Möglichkeiten, wie beispielsweise das „STOPP“-Wort. In Momenten des abgedrehten Grübelns kann man sich selbst laut und vernehmlich STOPP sagen und somit den schweren Gedankengang unterbrechen.

Kleine Rituale zu pflegen kann ebenfalls hilfreich sein: sich ablenken, indem man eine „Runde um dem Block“ läuft, ein Telefonat führt, ein heißes Bad nimmt und so weiter.

Man kann auch, wenn man mit Freunden zusammen ist, sie bitten aufmerksam zu sein und diese Gedankenspirale im konkreten Falle zu unterbrechen.

 Erste Hilfemaßnahmen bei Grübeleien :

(http://www.eigensinn-lebenslust.de/2013/04/3-erste-hilfemassnahmen-bei-gruebeleien/)

„Die allerersten Schritte aus der Grübelfalle zu kommen, sind:

Entscheiden Sie sich bewusst dafür, dem Monster Einhalt gebieten zu wollen. Sagen Sie innerlich: STOPP!!!

Akzeptieren Sie Ihre Grübeleien und die damit verbundenen negativen Gefühle und verurteilen Sie sich nicht auch noch dafür,

Gehen Sie das Thema an und schieben Sie es nicht einfach weg, in der Hoffnung, es würde sich in Luft auflösen. Warten Sie nicht darauf, dass Hilfe von außen kommt, sondern entscheiden Sie sich bewusst dafür, mit der Problemlösung zu beginnen. Wenn das nicht sofort möglich ist, machen Sie einen Termin mit sich selbst aus, an dem Sie es tun werden. So schaffen Sie sich gedanklichen Freiraum für die Dinge, die jetzt zu erledigen sind.“

 

Ich finde diese Tipps für mich sehr brauchbar:

Man kann sich den Grübel-Gedanken auf ein Blatt Papier schreiben, dieses in einen Briefumschlag stecken und in eine untere Schublade legen. Dort liegt der Gedanke nämlich gut, weil er nicht mehr in unserem Kopf liegt. 🙂 Mir gefällt dieses Bild sehr gut. 🙂