Archiv für den Tag: 15. Januar 2026

Die Müdigkeit hinter der Müdigkeit – Fatigue und mehr

2 Manchmal gibt es bei einer chronischen Erkrankung nichts schoenzureden. Manchmal ist man einfach nur 1024x576 - Die Müdigkeit hinter der Müdigkeit – Fatigue und mehr

Und manchmal ist es nicht nur der Körper, der erschöpft ist.

Manchmal ist es die Seele. ☹

Dann ist man müde davon, immer planen zu müssen. ☹

Müde davon, ständig vorauszudenken, abzuwägen, Pausen einzuplanen, Energie zu sparen, bevor man sie überhaupt gespürt hat!!! ☹

Müde davon, dass nichts spontan ist!!! ☹

Dass selbst schöne Dinge einen Preis haben – und dieser Preis fast immer Erschöpfung heißt.

Es nervt, keine Wahl zu haben. Nicht einfach sagen zu können: Ich mache das jetzt. Sondern immer fragen zu müssen: Kann ich mir das leisten?

Dieses dauernde Energiemanagement ist anstrengend, weil es nie Pause macht. Es begleitet jeden Tag, jede Entscheidung, jedes kleine „Vielleicht“!!! ☹

Und ja – manchmal will man einfach nur sein, ohne Strategie, ohne Plan, ohne Vorsicht.

Man will lachen, losgehen, bleiben, ohne im Kopf schon die Rechnung für danach zu schreiben. 😊

Manchmal bin ich nicht nur muede ich bin muede vom Planen. 1024x717 - Die Müdigkeit hinter der Müdigkeit – Fatigue und mehr
Müde vom Planen: MS

Diese Genervtheit ist kein Undank. Sie ist keine Schwäche. Sie ist eine ganz normale Reaktion auf ein Leben mit zu vielen Einschränkungen. 🩶

🩶 Man darf davon müde sein.

🩶 Man darf genervt sein von der eigenen Rücksichtnahme.

🩶 Man darf sich nach einem Leben sehnen, das leichter ist – selbst wenn man gelernt hat, mit dem jetzigen umzugehen.

Und vielleicht ist genau das der wichtigste Punkt: Energiemanagement heißt nicht, dass man es immer gelassen akzeptieren muss. Es heißt nur, dass man es trotz allem tut. ❣️

Auch an den Tagen, an denen man innerlich mit den Augen rollt, seufzt und denkt: Ich hab keine Lust mehr, so achtsam sein zu müssen. ❣️

Diese Ehrlichkeit zählt. Denn sie zeigt, wie viel Kraft es kostet, überhaupt durchzuhalten. ❣️

üde auf einer ganz anderen Ebene.

Diese Gefühle machen mich nicht undankbar. Sie machen mich menschlich.

Chronisch krank zu sein heißt auch, ständig Rücksicht auf sich selbst nehmen zu müssen – selbst dann, wenn man davon erschöpft ist.

Heute ist so ein Tag. Ehrlich. Ohne Schönreden. - Die Müdigkeit hinter der Müdigkeit – Fatigue und mehr

Alles Liebe!
Copyright 2026 Heike Führ/multiple-arts.com

Energiemanagement: Wenn Kraft kostbar wird  

Mit einer chronischen Erkrankung ist Energie kostbar. Jeden Tag planen Pausen einlegen sich sch 1024x736 - Energiemanagement: Wenn Kraft kostbar wird  
Energiemanagement bei ms

Eine chronische Erkrankung mit Fatigue verändert alles. Energie ist dann kein selbstverständlicher Begleiter mehr, sondern eine begrenzte Ressource.

Etwas, das eingeteilt, geschützt und bewusst eingesetzt werden muss.

Energiemanagement ist deshalb keine Option, sondern eine Notwendigkeit.

Es bedeutet, den eigenen Tag nicht nach dem zu planen, was man gerne tun würde, sondern nach dem, was realistisch möglich ist.

Aufgaben werden vorab durchdacht: Was kostet wie viel Kraft? Was ist heute wirklich wichtig? Was kann warten – oder ganz wegfallen?

Pausen werden nicht erst eingelegt, wenn nichts mehr geht, sondern vorher.

Ausruhen wird zur aktiven Handlung, nicht zum Zeichen von Schwäche.

Dazu gehört auch, sich vor Ereignissen gezielt zu schonen!!!

Wer weiß, dass ein Termin, ein Treffen oder ein emotional fordernder Moment ansteht, muss vorher Energie sammeln. Und danach wieder auftanken.

Dieses „Davor und Danach“ ist ein zentraler Teil des Energiemanagements – auch wenn es von außen oft unsichtbar bleibt!!!

Emotional ist dieser Weg nicht leicht. Es kann schmerzen, ständig rechnen zu müssen: Reicht meine Kraft dafür noch? Was opfere ich, wenn ich jetzt Ja sage? Es fühlt sich ungerecht an, wenn selbst schöne Dinge Erschöpfung nach sich ziehen.

Und es kann einsam machen, immer wieder erklären zu müssen, warum man absagt, früher geht oder langsamer ist.

Doch Energiemanagement ist auch ein Akt von Selbstfürsorge.

Es heißt:

Ich nehme mich ernst.

Ich erkenne meine Grenzen an, ohne mich dafür zu verurteilen.

Ich schütze meine Gesundheit, statt sie täglich zu überziehen.

Und ich lerne, dass mein Wert nicht davon abhängt, wie viel ich leiste – sondern davon, dass ich gut mit mir umgehe.

Ein klarer Umgang mit der eigenen Energie schafft Stabilität. Er verhindert schlimme Einbrüche, verlängert gute Phasen und gibt ein Stück Kontrolle zurück in einer Situation, die sich oft ohnmächtig anfühlt.

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Chronisch krank: mit Energie haushalten

Energiemanagement ist kein Verzicht auf Leben – es ist eine andere, bewusstere Art zu leben. Mit mehr Achtsamkeit. Mit mehr Mitgefühl für sich selbst.

Und mit der tiefen Erkenntnis, dass Schonung kein Aufgeben ist, sondern Überleben – und manchmal sogar ein leiser Akt von Stärke.

Alles Liebe! Und morgen kommt noch ein Text dazu, wie nervend es manchmal ist, immer auf das Energiemanagement Rücksicht nehmen zu müssen!
Copyright 2026 Heike Führ/multiple-arts.com

„Wie geht es dir?“ – mehr als nur Worte

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wie geht es dir?

Wie geht es Dir?

Die Frage „Wie geht es dir?“ ist so einfach. Zwei Worte. Und doch tragen sie eine unglaubliche Bedeutung. Oft wird sie beiläufig gestellt, fast wie ein Ritual, eine Floskel im Alltag.

Vielleicht aus Höflichkeit, vielleicht aus Unsicherheit.

Vielleicht auch, weil man selbst Angst hat, was kommen könnte.

Und einen langen Bericht über Sorgen und Schmerzen, über Müdigkeit und Sorgenfalten hören zu müssen, kann einschüchternd sein.

Und trotzdem: Wer diese Frage ernst meint, schenkt etwas Wertvolles.

🩶 Wertschätzung. Aufmerksamkeit. Einen kleinen Moment, in dem der andere sich gesehen fühlen darf.

🩶 Einen Moment, in dem es erlaubt ist, ehrlich zu sein – ob müde, traurig, genervt oder erschöpft. „Wie geht es dir?“ kann mehr sein als eine Floskel. Es kann eine Tür öffnen, ein Zeichen von Nähe, ein Akt von Mitgefühl.

Manchmal genügt schon das stille Zuhören – ohne Ratschläge, ohne Drängen. Einfach da sein, die Antwort aushalten, das Gefühl halten. 🩶

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wie geht es dir wirklich?

Das ist ein Geschenk, das weit mehr Wert hat als jedes schnelle „Mir geht’s gut“. 🩶

Denn in dieser Frage steckt die Möglichkeit, jemandem zu zeigen:

Ich sehe dich. ❣️

Du bist mir wichtig. ❣️

Ich nehme dich ernst. ❣️

Und gerade in einer Welt, die oft eilig, laut und oberflächlich ist, ist das ein Geschenk, das zählt. 🩶

Aber es ist auch ok, wenn man selbst mal nicht die Muße zumm Nachfragen hat und so ist es umgekehrt natürlich auch so!

Wenn man diese Frage stellt, sollte sie ernstgemeint sein – eine echte Wertschätzung! 🩶

Alles Liebe für Dich und dass es jemanden gibt, der dir ab und zu diese Frage stellt!

Copyright Heike Führ/multiple-arts.com