Schlafstörungen bei Multipler Sklerose (MS)

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Schlafstörungen bei Multipler Sklerose (MS)

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Da ich selbst seit einigen Jahren an massiven Schlafstörungen (vor allem Einschlafstörungen) leide und mich keiner meiner Ärzte so wirklich ernst nimmt, habe mich auf die Suche nach wissenschaftlichen Erkenntnissen in Bezug auf MS und Schlafstörung gemacht.

Auf Grund meiner Blogger-Tätigkeit habe ich ja täglich mit ganz vielen MS`lern zu tun und habe somit auch gesehen, dass ich mit meinem Problem nicht alleine bin. Das beruhigt natürlich erst einmal, aber auch hier konnte ich nur erfahren, dass man dann Schlaftabletten verschrieben bekommt. Aber selbst darum muss ich kämpfen und finde das traurig.

Ich bin kein Neurologe und kenne natürlich nicht die neurologischen Zusammenhänge im Gehirn – deshalb kann ich mir keine medizinische Bemerkung erlauben. Was ich aber bei der Weigerung meiner Ärzte, mir für besonders schlimme Nächte – oder wenn große Ereignisse bevorstehen und ich fit sein will – mal Schlaftabletten zu verschreiben, nicht verstehe, ist Folgendes: Ich habe jahrelang 3x wöchentlich ein Interferon gespritzt. DAS hast solche schlimme Nebenwirkungen (NW) gehabt, dass ich nach 6 völlig erschöpften, ausgelaugten Jahren das Medikament absetzte. Meine Leber und die Nieren waren mittlerweile heftig von diesem Medikament angegriffen und sonstige NW waren dermaßen heftig, dass ich wirklich nur noch vegetierte. „Leben“ konnte man das nicht nennen. (Nach Absetzen der Spritzen wurde ich zum Glück wieder lebendiger hatte kaum noch mit den NW zu kämpfen usw.).

Wenn an also „ohne mit der Wimper zu zucken“ solch ein heftiges Medikament gegen MS verschrieben bekommt, wo noch nicht einmal feststeht, OB es überhaupt hilft…., warum kann man dann nicht mal Schlaftabletten verschreiben?

Vielleicht kann es mir ja jemand erklären! 😉

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Fakt ist also, dass viele MS’ler Schlafstörungen HABEN!

Es gibt diese 2 Problematiken: Manche MS`ler schlafen immer und überall und auch einmal ungewollt ein, andere schlafen so gut wie gar nicht.

Woran also liegt es, dass die Nicht-Schlafenden sicherlich – gemessen am Rest der Bevölkerung – mehr und härtere Schlafstörungen haben, als vergleichbar Gesunde?

Fakt ist, dass über den Schlaf von MS-Erkrankten in der Praxis eher weniger gesprochen wird – obwohl Schlafstörungen ein nicht zu unterschätzendes Problem darstellen und wahrscheinlich häufiger anzutreffen sind, als vermutet wird.

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Hierzu habe ich einen Link gefunden (und ab und an etwas verkürzt (kompletter Artikel-Link unten):

„Laut wissenschaftlicher Fachliteratur schildern ca. 50% der MS-Patienten eine Beeinträchtigung der Schlafqualität – was in der Tat eine überraschend hohe Zahl ist. Wenn man diese Patienten im Schlaflabor untersucht, so fällt eine Störung der Schlafarchitektur insbesondere durch vermehrte Weckreaktionen auf.

Es wurden eine Vielzahl von Ursachen festgestellt: Eine große Rolle spielen nächtliche Schmerzen, insbesondere durch Spastik hervorgerufen.

Ein weiterer Faktor sind Blasenstörungen, die häufig zu einer Nykturie führen.

Nicht selten sind MS-Patienten von einer Depression betroffen. Die Depression selbst verursacht Veränderungen der Schlafstruktur, v.a. durch das Auftreten von Einschlafstörungen.

Und das Restless-Leg Syndrom (RLS) konnte bei MS-Patienten erhöht nachgewiesen werden. Als Ursache werden Läsionen im Bereich des Rückenmarks, aber auch Medikamentennebenwirkungen verantwortlich gemacht. Mit zunehmender Krankheitsdauer – also v.a. bei Patienten mit einer chronischen MS – ist ein vermehrtes Auftreten des RLS zu beobachten. Beim RLS handelt es sich um eine schlafbezogene Bewegungsstörung, die durch die typischen Symptome Bewegungsdrang der Extremitäten in Ruhe, Verstärkung am Abend und (partielle) Besserung der Symptome durch Bewegung charakterisiert ist. Dieser Bewegungsdrang und die unangenehmen Missempfindungen an den Extremitäten führen zu Ein- und Durchschlafstörungen, so dass das RLS nicht selten die (Mit)Ursache einer Fatiguesymptomatik darstellt.

Zu guter Letzt ist zu bedenken, dass auch ungünstig gelegene entzündliche Läsionen im Bereich der Schlaf/Wach-Zentren des Gehirns zu Schlafstörungen führen können.

Zusammenfassend sind Schlafstörungen bei MS ein häufiges Problem, insbesondere bei fortgeschrittener Erkrankung.

Die Schlafstörungen können vielfältige Ursachen haben, von denen einige im direkten Zusammenhang mit der Grunderkrankung stehen. Sprechen Sie daher Ihren Neurologen konkret auf Ihre Schlafstörungen an und versuchen Sie, die Ursache der Schlafstörung, ggf. unter Zuhilfenahme einer schlafmedizininschen Untersuchung, zu identifizieren! Die Behandlung und Beherrschung von Schlafstörungen kann nämlich zu einer erheblichen Steigerung der Lebensqualität von MS Patienten beitragen.“ (http://www.ms-docblog.de/multiple-sklerose/schlafstoerungen-bei-ms/)

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Ungünstig gelegene entzündliche Läsionen bei MS im Bereich der Schlaf/Wach-Zentren des Gehirns können zu Schlafstörungen führen.