Hitzeempfindlichkeit gibt es auch bei anderen neurologischen Erkrankungen

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Auch bei anderen neurologischen Erkrankungen kann Hitze Symptome verstaerken. 1024x409 - Hitzeempfindlichkeit gibt es auch bei anderen neurologischen Erkrankungen
Auch bei anderen neurologischen Erkrankungen kann Hitze Symptome verstärken.
 

Hitze kann nicht nur bei MS zum Problem werden. Das sogenannte Uhthoff-Phänomen ist zwar typisch für MS, weil Wärme die Reizweiterleitung in bereits geschädigten Nervenbahnen zusätzlich verschlechtern kann. Aber auch bei anderen neurologischen Erkrankungen kann Hitze Symptome verstärken – zum Beispiel durch gestörte Temperaturregulation, Kreislaufprobleme, stärkere Erschöpfung oder eine schlechtere Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel.

Heißt also:

Hitze ist nicht nur unangenehm, sie kann ein ohnehin belastetes Nervensystem zusätzlich ausbremsen.

Die Mechanismen sind nicht immer dieselben wie bei MS – aber die Folgen spüren viele Betroffene trotzdem deutlich.

Hitzeempfindlichkeit gibt es auch bei anderen neurologischen Erkrankungen

Aber das klassische Uhthoff-Phänomen ist vor allem typisch für demyelinisierende Erkrankungen wie Multiple Sklerose.

Der Grund ist genau der: geschädigte bzw. entmarkte Nervenleitbahnen leiten unter Wärme schlechter. Schon ein kleiner Temperaturanstieg kann dort die Reizweiterleitung zusätzlich verlangsamen oder sogar vorübergehend blockieren!!!

Bei welchen neurologischen Erkrankungen spielt Hitze auch eine Rolle?

  1. Demyelinisierende Erkrankungen → am ehesten ähnlicher Mechanismus wie bei MS
    Hier ist die Antwort am klarsten: ja, da geht es ebenfalls um gestörte Nervenleitung in vorgeschädigten Bahnen.

Dazu gehören vor allem:

* Neuromyelitisoptica-Spektrum-Erkrankung (NMOSD)

* teilweise auch andere entzündlich-demyelinisierende Erkrankungen des zentralen Nervensystems

Bei diesen Erkrankungen kann Wärme ebenfalls Symptome vorübergehend verstärken, weil die „Sicherheitsreserve“ der Nervenleitung in geschädigten Fasern geringer ist.

Wenn die Temperatur steigt, arbeiten Natriumkanäle anders, die Leitgeschwindigkeit sinkt, und bestehende Ausfälle können wieder deutlicher werden. Genau deshalb wird das Uhthoff-Phänomen in der Fachliteratur nicht nur bei MS, sondern auch bei anderen demyelinisierenden Erkrankungen beschrieben.

  • Periphere demyelinisierende Neuropathien

→ theoretisch ähnliches Prinzip, aber nicht so klassisch wie bei MS

Wenn Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark entmarkt oder stark geschädigt sind – also etwa bei bestimmten Polyneuropathien oder nach entzündlichen Nervenerkrankungen – kann Wärme Beschwerden ebenfalls verstärken.

Dann geht es eher um:

* schnellere Erschöpfung geschädigter Nerven

* schlechtere Reizweiterleitung

* mehr Schwäche, Kribbeln oder „wattige Beine“

Aber: Das ist nicht so typisch und so klar definiert wie bei MS. Man würde das normalerweise nicht automatisch Uhthoff-Phänomen nennen, auch wenn der Mechanismus teilweise verwandt sein kann.

  • Myasthenia gravis

→ Hitze kann deutlich verschlechtern, aber aus einem anderen Grund

Bei Myasthenia gravis kennen viele Betroffene ebenfalls eine Verschlechterung bei Hitze – mit mehr Muskelschwäche, hängenden Lidern, Doppelbildern, schneller Erschöpfung.

Aber: Hier liegt das Problem nicht primär in der Nervenleitbahn oder Myelinschicht, sondern an der Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel, also an der neuromuskulären Endplatte.

Das heißt: Auch hitzeempfindlich – aber ein anderer Mechanismus.

  • Parkinson, autonome Störungen, neurologische Fatigue-Syndrome

→ Hitze kann Beschwerden verstärken, aber eher indirekt Bei Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder bei autonomen Störungen kann Hitze ebenfalls richtig unangenehm werden.

Dann sind die Mechanismen meist andere, zum Beispiel:

* Kreislauf sackt schneller ab

* Blutdruckregulation klappt schlechter

* Schwitzen / Temperaturregulation funktioniert nicht gut

* Erschöpfung, Benommenheit, Gangunsicherheit nehmen zu

* Medikamente wirken gefühlt „anders“ oder der Körper kommt mit Belastung schlechter klar

Da geht es also eher um Temperaturregulation, Kreislauf, vegetatives Nervensystem und allgemeine Belastbarkeit – nicht um das klassische „entmarkter Nerv leitet bei Hitze schlechter“.

  • Epilepsie, Migräne, andere neurologische Erkrankungen

Auch hier kann Hitze Beschwerden verschlechtern – aber meist indirekt, z. B. durch:

* Schlafmangel

* Flüssigkeitsmangel

* Kreislaufprobleme

* Stress für den Körper

* Fieber

Das ist dann keine typische temperaturabhängige Leitungsblockade wie bei MS, sondern eher ein Trigger-Effekt.

Der entscheidende Unterschied: „Hitze macht Symptome schlimmer“ ist nicht immer dasselbe.

Man kann grob drei Gruppen unterscheiden:

  1. Demyelinisierung / vorgeschädigte Nervenbahn

Beispiel: MS, teils NMOSD Mechanismus: Wärme verschlechtert die Reizleitung in geschädigten Nervenfasern → klassischstes Uhthoff-Prinzip

B) Störung der Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel

Beispiel: Myasthenia gravis Mechanismus:

Wärme verschlechtert die neuromuskuläre Übertragung

→ mehr Schwäche, aber nicht dieselbe Baustelle wie bei MS

  • Störung von Kreislauf, Temperaturregulation, vegetativem Nervensystem oder allgemeiner Belastbarkeit

Beispiele: Parkinson, autonome Dysfunktion, manche neuropathischen oder neurodegenerativen Erkrankungen

Mechanismus: Der Körper kommt mit Wärme schlechter zurecht → Symptome nehmen zu, aber nicht wegen entmarkter Nervenbahnen im klassischen Sinn

FAZIT: Auch bei anderen neurologischen Erkrankungen kann Hitze Symptome verstärken. Aber:

* Bei MS und anderen demyelinisierenden Erkrankungen liegt das oft wirklich an einer temperaturabhängig schlechteren Nervenleitung in vorgeschädigten Bahnen.

* Bei anderen neurologischen Erkrankungen ist Hitzeempfindlichkeit zwar ebenfalls häufig, aber oft aus anderen Gründen – etwa gestörter neuromuskulärer Übertragung, vegetativer Dysregulation, Kreislaufproblemen oder allgemeiner Erschöpfbarkeit.

Danke an ChatGPT, das meine Recherchen vollkommen gemacht hat!

Copyright 2026 Heike Führ/multiple-arts

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