
Ihr Lieben,
ich habe mal wieder etwas ausprobiert. Nachdem ich völlig begeistert von CBD-Öl bin und auch von Propionsäure, bin ich nun auf dem Weg, mich mit „Pilzen“ zu beschäftigen.
Die Cordyceps gehören zu den bekanntesten sogenannten Vitalpilzen.
Ihnen werden in der traditionellen chinesischen Medizin seit Jahrhunderten stärkende Eigenschaften zugeschrieben.
In den letzten Jahren wurden sie auch wissenschaftlich untersucht.
Viele Ergebnisse stammen allerdings aus Labor- oder Tierstudien – für Menschen gibt es zwar erste interessante Daten, aber noch keine eindeutigen Beweise für viele der beworbenen Wirkungen.
Was ist Cordyceps?
Der heute verwendete Cordyceps ist meist der kultivierte Pilz Cordyceps militaris.
Er enthält unter anderem:
* Cordycepin
* Polysaccharide (Beta-Glucane)
* Antioxidantien
* verschiedene Aminosäuren und Spurenelemente
Diese Stoffe könnten entzündungshemmend, antioxidativ und immunmodulierend wirken.
Das hat mich motiviert, sie wegen der MS auszuprobieren.
Kann Cordyceps bei MS helfen?
Hier muss man ehrlich sagen: Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, dass Cordyceps Multiple Sklerose behandeln oder den Krankheitsverlauf verändern kann.
Es gibt aber einige theoretisch interessante Ansätze:
* Er könnte oxidativen Stress vermindern, der bei MS eine Rolle spielt.
* Er könnte Entzündungsprozesse günstig beeinflussen.
* Einige Tierstudien zeigen eine Abschwächung autoimmuner Entzündungen.
* Manche Betroffene berichten über etwas mehr Energie oder Belastbarkeit.
Für Fatigue bei MS gibt es bisher jedoch keine überzeugenden Studien. Manche Menschen empfinden eine Besserung, andere merken gar nichts.
Bei welchen Erkrankungen wird Cordyceps noch eingesetzt?
Er wird häufig begleitend verwendet bei:
* chronischer Erschöpfung
* Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (wissenschaftliche Daten sind noch sehr begrenzt)
* Diabetes (möglicherweise leichter Einfluss auf den Blutzucker)
* Lungenerkrankungen
* Nierenerkrankungen
* sportlicher Leistungsfähigkeit
* Rekonvaleszenz nach Krankheiten
Auch hier gilt: Viele Hinweise sind interessant, aber die Studienlage beim Menschen ist oft noch klein.
Kann man Cordyceps zusammen mit Medikamenten einnehmen?
Oft ja – aber nicht immer.
Vorsicht ist insbesondere bei:
* Medikamenten zur Unterdrückung des Immunsystems
* Blutverdünnern
* Medikamenten gegen Diabetes (Blutzucker könnte zusätzlich sinken)
* vor Operationen
Wenn jemand eine immunmodulierende oder immunsuppressive MS-Therapie erhält, sollte die Einnahme unbedingt mit der behandelnden Neurologin oder dem Neurologen abgesprochen werden. Man möchte vermeiden, dass sich Wirkungen auf das Immunsystem unvorhersehbar beeinflussen.
Zusammen mit CBD-Öl?
Nach dem heutigen Wissensstand spricht meist nichts grundsätzlich dagegen, Cordyceps und CBD gemeinsam einzunehmen. Es gibt keine bekannte direkte Wechselwirkung.
Allerdings gilt:
* Sowohl CBD als auch Cordyceps können bei manchen Menschen den Blutdruck leicht senken.
* Beide können über unterschiedliche Mechanismen Einfluss auf den Stoffwechsel haben.
* Wenn man viele Medikamente einnimmt, sollte man besonders aufmerksam sein.
Cordyceps gilt allgemein als gut verträglich.
Gelegentlich können auftreten: * Magen-Darm-Beschwerden * Mundtrockenheit * Übelkeit * Unruhe oder Schlafprobleme (wenn er spät am Abend eingenommen wird) * selten allergische Reaktionen
Deshalb empfehlen viele Therapeutinnen und Therapeuten die Einnahme eher morgens oder mittags.
Mein Fazit
Cordyceps ist ein spannender Vitalpilz mit einigen vielversprechenden biologischen Eigenschaften. Für MS gibt es bislang jedoch keine ausreichenden klinischen Belege, dass er den Krankheitsverlauf oder die Fatigue zuverlässig verbessert. Wenn man ihn ausprobieren möchte, sollte das als Ergänzung und nicht als Ersatz einer ärztlich empfohlenen Behandlung geschehen.
Ich nehme es jetzt seit 4 Wochen ein: ich startete langsam mit einem Tropfen und mittlerweile lasse ich eine ganze Pipette direkt in den Mund tropfen.
Ich habe, ähnlich wie beim CBD-Öl, eine direkte Steigerung meiner Aktivität bemerkt und habe auch mehr Kraft und Ausdauer.
Das heißt also: ich werde es zusätzlich zum CBD-Öl weiterhin einnehmen und genau beobachten, was sich vielleicht noch an guten Eigenschaften zeigt. Beim CBD-Öl merke ich nach jahrelanger Einnahme immer noch neue Verbesserungen – wie beispielsweise weniger neuropathische Schmerzen. Im Moment möchte ich deshalb auf Cordyceps vertrauen und bin sehr gespannt, wie mein Körper weiterhin reagiert.


Warum sind aber so viele Menschen mit MS oder Fatigue von Cordyceps begeistert, obwohl die Studienlage noch zurückhaltend ist?
Ich glaube, der Grund, warum so viele Menschen mit MS oder Fatigue von Cordyceps schwärmen, liegt darin, dass seine vermuteten Wirkungen genau dort ansetzen, wo viele Betroffene ihre größten Probleme erleben – auch wenn das wissenschaftlich noch nicht eindeutig bewiesen ist.
- Die Mitochondrien – unsere “Kraftwerke”
Unsere Zellen besitzen winzige Kraftwerke, die sogenannten Mitochondrien. Sie produzieren ATP – den Energieträger, den jede Körperzelle braucht. Bei Multiple Sklerose gibt es Hinweise darauf, dass die Mitochondrien durch Entzündungen und oxidativen Stress schlechter arbeiten können. Dadurch steht den Nervenzellen weniger Energie zur Verfügung. Auch bei Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom wird eine gestörte Energiegewinnung diskutiert, wenn auch über andere Mechanismen. In Laborstudien scheint Cordyceps die Funktion der Mitochondrien zu unterstützen und die ATP-Produktion zu fördern.
Das könnte erklären, warum manche Menschen berichten:
* “Ich halte wieder länger durch.”
* “Ich fühle mich nicht mehr ganz so leer.”
* “Ich erhole mich schneller.”
Das ist aber bisher keine gesicherte Wirkung beim Menschen.
- Weniger oxidativer Stress
Bei MS entstehen vermehrt sogenannte freie Radikale. Sie können Nervenzellen zusätzlich belasten.
Cordyceps enthält verschiedene antioxidative Substanzen, die freie Radikale abfangen könnten. Deshalb wird vermutet, dass er Nervenzellen etwas schützen könnte.
Ob dieser Effekt im Alltag von Menschen mit MS tatsächlich spürbar ist, ist bisher nicht ausreichend belegt.
- Das Immunsystem ausgleichen statt “ankurbeln”
Viele denken bei Vitalpilzen an eine Immunstimulation. Tatsächlich ist das Bild komplexer. Labor- und Tierstudien deuten darauf hin, dass Cordyceps das Immunsystem eher modulieren könnte – also bestimmte Immunreaktionen dämpfen und andere unterstützen.
Das ist einer der Gründe, warum Forschende ihn bei Autoimmunerkrankungen interessant finden.
Für Menschen mit MS ist aber wichtig:
Gerade weil das Immunsystem beteiligt ist und viele MS-Therapien gezielt darauf wirken, sollte eine Einnahme immer mit der behandelnden Neurologin oder dem Neurologen besprochen werden.
- Weniger Entzündungen
Einige Inhaltsstoffe scheinen entzündungsfördernde Botenstoffe zu beeinflussen. Da chronische Entzündungen bei vielen Erkrankungen – darunter MS – eine Rolle spielen, hoffen manche auf eine unterstützende Wirkung.
Bisher gibt es dafür jedoch vor allem experimentelle Daten.
- Mehr Sauerstoff für die Zellen?
Früher wurde angenommen, Cordyceps verbessere die Sauerstoffaufnahme. Deshalb wurde er sogar von Leistungssportlern bekannt. Heute geht man eher davon aus, dass er möglicherweise die Nutzung von Sauerstoff in den Zellen verbessern könnte. Auch das könnte zu dem Gefühl beitragen, mehr Energie zu haben.
Warum berichten manche von so deutlichen Verbesserungen?
Das ist wahrscheinlich eine Mischung aus mehreren Faktoren:
* Manche Menschen sprechen tatsächlich gut auf den Pilz an.
* Andere profitieren vielleicht von kleinen Veränderungen, die sich im Alltag deutlich anfühlen.
* Und bei manchen spielt auch der Placebo-Effekt eine Rolle – der übrigens eine echte, messbare Wirkung auf Beschwerden haben kann.
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Ich distanziere mich davon, dass das CBD–Öl ein gleichberechtigter Ersatz von Medikamenten sei. Ich teste für mich und berichte über meine Erfahrung und erzähle von den Erfahrungen anderer chronisch Kranker. Die Tests stützen sich nicht auf wissenschaftlich fundierte Ergebnisse. Das heißt, es sind ganz individuelle und intuitive Erfahrungsberichte. Bei jeder ernsthaften Erkrankung ist natürlich ein Arztbesuch wichtig.
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