Archiv für den Tag: 31. Juli 2014

*MS REALITÄT

MS REALITÄT
Ich bin manchmal verwirrt.
Ich habe extreme Emotionen.
Ich bin völlig ausgelaugt und erschöpft.
Ich habe manchmal Probleme mit dem Sprechen.
Ich bin sehr vergesslich.
Ich falle manchmal hin.
Ich brauche Deine Hilfe.
Ich habe Schwächeanfälle.
Meine Schübe können sehr unversöhnlich sein und herbe Rückschläge bedeuten.
Ich kann Depressionen bekommen.
Manchmal benutze ich einen Gehstock, Rollator oder Rollstuhl.
Ich habe Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen.
Ich habe Schlafstörungen.
Es kann auch sein, dass ich zu viel schlafe.
Ich habe eine Hitze -und Kälte-Intoleranz.
Ich fühle mich oft körperlich eingezwängt (“MS-Umarmung”)
Manchmal bereitet mir Deine Berührung Schmerzen.
Manchmal fühle ich mich ohne Hoffnung.
Ich taumele, wenn ich laufe.
Ich habe Sehstörungen.
Ich zittere.
Ich leide unter starkem Schwindel.
Ich habe kognitive Probleme.
Ich habe Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen.
Mein Kopf schmerzt und ich habe viele verschiedene Nervenschmerzen.
Ich muss unter Umständen sehr viele und starke Medikamente nehmen und leide unter deren Nebenwirkungen.
Dies ist nur eine kleine Liste mit Dingen, denen ich von Tag zu Tag ins Angesicht blicken muss …
und wenn ich mich deshalb einmal beschwere, bitte verrolle nicht Deine Augen oder seufze mit Unglauben.
Denn diese Symptome sind echt, sie sind meine tägliche Realität.
Und JA, ich LÄCHLE immer noch !!!! … unter diesem MS-Monster bin ICH nämlich immer noch ICH selbst.
Ich bin ein Kämpfer und das wird mir auch niemals jemand nehmen können.

Wer uns MS`ler unterstützen möchte, teilt dies und trägt damit zur Aufklärung bei.
MS ist die Krankheit mit den 1000 Gesichtern und mit vielen unsichtbaren Symptomen und hinter jedem LÄCHELN steckt unbändige Kraft und viel Lebenswille und Freude. ©2013Heike Führ/multiple-arts.com

20140531 115946 624x467 - *„Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist!“

*„Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist!“

20140531 115946 300x225 - *„Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist!“

Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist!“

 

Dieser Spruch hat für mich eine besondere Bedeutung, weil ihn mir mein verstorbener Papa vor rund 45 Jahren in mein Poesie-Album geschrieben hat.

Dort steht er in seiner Handschrift und begleitet mich fast mein ganzes Leben lang.

 

Als Kind konnte ich natürlich nicht viel damit anfangen, aber als ich älter wurde und mir das Poesie-Album mal wieder hervor geholt habe, und schon von meiner MS wusste, bekam er eine schwerwiegende Bedeutung.

Ja, glücklich ist, wer vergisst, was einfach nicht zu ändern ist.

Das hat mir schon sehr oft geholfen, aber es gibt auch Momente, oder Phasen, in denen er weniger angebracht erscheint.

Ich KANN die MS nicht vergessen, da sie sich unaufhörlich und sehr aufdringlich immer wieder Gehör verschafft. Und es wäre auch falsch, sie zu vergessen, denn dann würde ich sie ja auch nicht angemessen medizinisch versorgen.

 

Aber ein kleines bisschen kann ich mich mit diesem Spruch versöhnen, denn wenn ich mich nicht ununterbrochen wegen der MS gräme, sondern sie akzeptiere, als meinen ständigen Begleiter, dann kann ich sie auch nachhaltig besser hinnehmen. Das spart Nerven und Emotionen und macht tatsächlich glücklicher!

Danke, mein lieber Vater: als hättest Du es geahnt, dass dieser Spruch einmal so zu meinem Leben gehören würde … ©2013 Heike Führ/multiple-arts.com