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*Hektik, Termine, das echte Leben und ein Fatigue`ler mittendrin

Was waren das für 3 lebendige Wochen, ich mittendrin im Leben, voller Genuss und Hingabe, voller Lebendigkeit und Freude – und voller Fatigue!

Bei meiner letzten Lesung wurde mir in Gesprächen mal wieder deutlich, wie viel wir TROTZ MS leisten und wie viele MS`ler in der Öffentlichkeit damit keine Anerkennung finden und dass scheinbar uns wohlgesonnenen Angehörige auch ihre (verständlichen) Grenzen des Begreifens, des echten Begreifens haben.

Wie aber denn auch? Wenn wir nicht jammern, sehen wir aus wie das „blühende Leben“ und wirken agil. UND: man sieht uns auch nur in den Momenten in der Öffentlichkeit, in denen es uns tatsächlich einigermaßen GUT geht: entweder haben wir ein enormes Energie-Management betrieben, oder uns mit Medikamenten „gedopt“ – Tatsache ist: wir sind anwesend und werden als anwesende, lachende Person wahrgenommen, der es „schon nicht so schlecht gehen kann….“.

Z - *Hektik, Termine, das echte Leben und ein Fatigue`ler mittendrin

Wer meine letzten Wochen verfolgen konnte, die geprägt durch Termine zum Welt-MS-Tag und Lesungen waren, in denen ich eine komplette Woche für die Zubereitung einer großen Hochzeitstorte reservieren musste, der hat sich rein oberflächlich vielleicht gewundert, was ich da alles schaffe – aber ein gut Hinschauender oder ein „Wissender“ weiß einfach, was es mich für eine zum Teil übermenschliche Kraft gekostet hat all das zu schaffen.

Lächelnd versteht sich und aussehend wie das „blühende Leben“! Keiner kann hinter die bröckelnde Fassade schauen: hinter die Fatigue-Anfälle, die Schwächemomente, die völlige abartige Kraftlosigkeit, die mit Übelkeit und Schmerzen, sowie Spastiken einhergeht. Niemand kann sehen, wie leer mein MS-Hirn ist, welche Kraft mich selbst ein Liken auf FB kostet. Es kann nur derjenige sehen, der es ahnt, miterlebt oder kennt.

Und doch lächeln wir….Warum?

WEIL wir leben wollen, weil wir teilhaben wollen, weil wir doch bitteschön dazu gehören, dabei sein und gebraucht werden und nützlich sein wollen. So, wie jeder Gesunde auch.

Ich habe heute nach einem wundervollen Hunde-Seminar, das mir sehr wichtig war, meine Grenzen erleben MÜSSEN. Es tut einfach weh, wenn wir sie so heftig und brachial erleben, da wir unseren eigenen Verfall minütlich spüren, ihn miterleben, hilflos…. machtlos…. gedemütigt….  Und diesen einfach nicht aufhalten können, aber aushalten können müssen.

Und doch kommt wieder Dankbarkeit, dass es überhaupt möglich ist, so am Leben teilhaben zu können. Aber auch die Angst: es stehen noch einige wichtige Termine bis Ende der kommenden Woche an und das Groß-Ereignis des Welt-MS-Tages, den ich in Fulda mit“feiere“ und an dem ich möglichst „fit“ sein muss!

Unsere immerwährende Frage kommt auf: was lasse ich an Terminen bis dahin stehen, was sage ich ab – wieviel bin ich bereit aufzugeben, mich auszuschließen und wieviel ist mir mein Energie-Management wichtig und wie notwendig wird es sein? Allein schon diese Gedanken sind kräftezehrend und energieraubend – und doch sind sie notwendig!

Das echte Leben, ein Tanz durchs Leben, ein Tanz auf dem Glatteis mit Stolperfallen und auch Chancen. Chancen auf LEBEN, auf schöne Erlebnisse, auf Zuversicht und Vertrauen.

Unser tägliches Leben. Zuversicht und Bangen. Manchmal zermürbt es mich und in solchen schweren Augenblicken frage ich mich, wie ich gestern noch einer Freundin erzählen konnte, dass es mir gut gehe…. DAS ist MS: heute so, morgen so, aber auch immer mit dem Wissen, dass es morgen tatsächlich wieder besser sein kann. Nicht aufgeben! Hallo MS; Hallo Leben und Hallo Durchhaltevermögen! Lächeln wir uns durchs „blühende Leben“, zeigen wir der Welt, dass WIR lächeln können, auch mit Tränen in den Augen und einem schmerzenden Körper! © 2016 Heike Führ/multiple-arts.com und DANKE an jeden, der unsereins einfach nur vertrauend und still ZUHÖRT <3

Impressionen zur Lesung zum Welt-MS-Tag 2016 in Mainz

Fotos und ein YouTube-Filmchen zur Lesung:
https://www.youtube.com/watch?v=ArPYsHAtcns&spfreload=10

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Z - Impressionen zur Lesung zum Welt-MS-Tag 2016 in Mainz

Z - Impressionen zur Lesung zum Welt-MS-Tag 2016 in Mainz

 

*Seelen-Momente

Seelen-Momente <3

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https://www.facebook.com/heike.multiplearts/posts/720356728105644
Ich kann LAUFEN,
ich kann SEHEN – ein Geschenk 🙂 🙂
Kostbar….
Ich kann spüren und mich freuen 🙂
Euch allen einen schönen Tag

*Vampir UHTHOFF im Schlepptau

Vampir UHTHOFF im Schlepptau

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Uhthoff hat seinen Winterschlaf beendet, ist frisch ausgeruht, voller Energie (der Blödmann – mir fehlt diese Energie!) und beehrt uns mit seiner äußerst unangenehmen Gesellschaft. Uhthoff freut sich, denn die Temperaturen steigen über 22 Grad, was für mich so eine magische Grenze des Uhthoff-erträglichen ist, und fliegt ein, gemeinsam mit dem Blütenstaub, fällt über uns her und zeigt seine Fratze. Uhthoff, der „Herr“, der ungebetene Gast, der Typ, der uns verwüstet und zerstört, der uns lahmlegt und das nicht nur im übertragenen Sinn. Laufen wird fast unmöglich, selbst das Sehen und Reden können eingeschränkt sein und aller noch so winziger Elan wurde aus uns herausgesaugt. Wie das Blutsaugen eines Vampirs. Unser Vampir Uhthoff genießt die Hitze, denn dann kann er seinen Job sehr gründlich erledigen. Er macht auch gerne Überstunden, sogar unbezahlte, nur um wüten zu können. Was in fieser Geselle!!!

Das Tragische ist ja, dass man ihn selbst mit viel Energiemanagement und Vorsicht nicht los wird – er kommt wirklich plötzlich um die Ecke gesaust und erwischt uns kalt, beziehungsweise heiß. Sehr heiß. Ein wildes Tier, dem man nur Herr werden kann, wenn man im Kühlen bleibt, seinen eigenen Körper herunterkühlt, im Schatten verweilt und sich somit leider sehr beschränken und eingrenzen muss. Frühling, die für mich schönste Jahreszeit, da ich dann noch hinaus in die Natur, hinaus in die so geliebte Sonne kann – bis es zu heiß wird und Uhthoff lauernd auf mich wartet. Er packt mich, er saugt mich Vampir-technisch bis aufs letzte Tröpfchen Energie und Kraft aus, verursacht mir Schmerzen und Übelkeit, lahme Beine und Vieles mehr. Und doch sehe ich aus wie das blühende Leben. Mal wieder! J Fluch uns Segen. Ein anstrengender Tanz durchs Leben, verbunden mit viel Hoffnung, gleich wieder an einem kühlen Plätzchen sein zu können, durchzuatmen und zu versuchen, Uhti abzuschütteln. Abschütteln eines Fieslings, eines Idiotes und Zerstörers. Und doch gehe ich bald wieder hinaus in die Mai-Sonne, wappne mich und wechsele brav in den Schatten. Uhti, Du kannst mich mal… Auf ins Leben, ausruhen, abkühlen und weiter geht’s! Hallo MS; Hallo Leben! Adieu Uhthoff!  ©2016 Heike Führ/multiple-arts.com

*Ich arrangiere mich

2Q== - *Ich arrangiere mich

Ich arrangiere mich

„Du musst Dich mit Deiner Krankheit arrangieren!“

YEAH! Danke! Muss ich das?

Kennt Ihr solche Ratschläge?

Ja, sicherlich muss ich mich arrangieren, aber ich tue es bereits! Weiterlesen

*„Meine Motivation ist winkend an mir vorbei gerannt“

2Q== - *„Meine Motivation ist winkend an mir vorbei gerannt“

 

Ich mache mir immer häufiger Gedanken um meine fehlende Motivation.

Sprüche, wie „Meine Motivation ist winkend an mir vorbei gerannt“ passen so 100%ig zu mir, dass aus der Komik schon ein Alltagsdrama wird. Was aber genau ist „Motivation“? Weiterlesen

*In Ruhe ankommen und doch lebendig sein

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In Ruhe ankommen und doch lebendig sein

Ich male ja sehr viel. Aus Leidenschaft und natürlich freue ich mich auch, wenn ich meine Kunstwerke verkaufen und in liebevolle Hände abgeben kann. und immer empfinde ich eine große Ruhe, die über mich kommt….

Und dann, als ich eines Tages das Ergebnis eines Ruhe-malens anschaute, sprühten die Bilder vor Farben-Lebendigkeit. Ein Widerspruch?
Nein kam es mir: mein Leben J
Ich brauche  dieses Zurückziehen ebenso, wie Luft zum Atmen. ich brauche Ruhe, Sonnenlicht, schöne Musik und möchte Abtauchen. Beim Malen schaffe ich das ebenso, wie beim Schreiben meiner Texte.

Das plakative Sehen und Wahrnehmen der Farben eines Bildes, die Dynamik und die Lebendigkeit – das hat mich dann doch überrascht – aber nur kurz.

Mit MS, beziehungsweise mit Symptomen wie Fatigue und Reizüberflutung (und wenn man dann noch dazu ein HSP ist (=hochsensible Person), dann ist Ruhe nicht nur angenehm, sondern DRINGEND notwendig, Rückzug für die Nerven und auch für die Sinne, wenig reize…. und doch male und schreibe ich in solchen Momenten und es entstehen sowohl die besten Texte aus dieser Phase heraus, als auch besonders lebendige Bilder. es spiegelt mein Leben sozusagen: ich lebe gerne, ich mag meine MS nicht, ich hasse meine fatigue und in schweren Momenten hadere ich auch mal kurz mit meinem Schicksal. Aber ich möchte so unbedingt lebendig sein, teilhaben am pulsierenden leben, am Puls der Zeit… DAS genau zeigen dann die gemalten Bilder: in der Ruhe lieg die Kraft und offensichtlich auch die Lebendigkeit, die Explosion der Farben und Gefühle.

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Schönes Erwachen, in dem Augenblick, in dem ich das spüre. Das Leben kann bunt sein, es kann pulsieren und wir können mittendrin sein. Auch mit MS, oder auch gerade wegen der MS, da wir gelernt haben, die kostbaren Augenblicke besonders zu genießen. Hallo MS; Hallo Leben und Lebendigkeit! ©2016 Heike Führ/multiple-arts.com

*Blogger-Fotoshooting in Hamburg

Blogger-Fotoshooting in Hamburg

9k= - *Blogger-Fotoshooting in Hamburg

Ich kann es nicht einfach in Worte fassen. Ich spüre noch nach, ich verarbeite noch. ich nehme nur wahr, wie glücklich, ausgefüllt und zufrieden ich trotz aller Erschöpfung bin.

www.einblick.ms-persoenlich.de  – die besondere Webseite für Menschen mit MS und deren Angehörige.

6 routinierte Blogger berichten jeden Monat zu einem speziell ausgewählten Thema. Aber auch Angehörige kommen zu jeweils diesem Thema zu Wort, sowie viele Gast-Blogger.

Es werden Texte geschrieben, Bilderstrecken kreiert, Videos gedreht, Interviews geführt und Fotos gemacht. All das zusammen bildet diese Homepage, die informiert und Einblicke in ein Leben mit MS gibt. Weiterlesen

*„April, April“ MS!

„April, April“ MS!

9k= - *„April, April“ MS!

Als Aprilscherz bezeichnet man den Brauch, am 1. April die Mitmenschen durch erfundene oder verfälschte, meist spektakuläre Geschichten, Erzählungen oder Informationen einen Irrtum zu erregen (“hereinlegen”) und so „zum Narren zu halten“. Als Auflösung des Schwindels dient zumeist der Ruf April, April. Die Tradition des Aprilscherzes gibt es in den meisten europäischen Ländern sowie in Nordamerika. Auch bei Zeitungen ist es üblich, die Leser durch glaubhaft klingende, erfundene Beiträge „in den April zu schicken“ – oft liefern übertrieben dargestellte Details der Meldungen Hinweise auf den fehlenden Wahrheitsgehalt.

So viel zur Theorie laut Wikipedia. Unsere MS könnte doch gerne ein Aprilscherz sein, oder? Weiterlesen

*1 Glas Sekt später… Fatigue vom Feinsten :(

2Q== - *1 Glas Sekt später… Fatigue vom Feinsten :(

1 Glas Sekt später scheint die eben noch zerbrochene in Scherben liegende Welt wieder ok.

Nicht gut, aber ok. Weiterlesen