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*Achtung und Respekt untereinander: Meine MS heute – MS vor Jahren: ein Wandel

y8rEIVyTkY0AAAAAElFTkSuQmCC - *Achtung und Respekt untereinander: Meine MS heute – MS vor Jahren: ein Wandel

 

Wir verändern uns mit der Zeit und das ist auch gut so. Unsere MS verändert sich meistens auch – und das ist in den wenigsten Fällen gut so, denn sie wird eher schlechter als besser. Damit müssen wir leben, wir müssen es akzeptieren.

Bei mir hat sich die MS aber etwas beruhigt – nein, so kann man es nicht sagen…. denn sie verschlechtert sich auch. Also fangen wir vorne an: Weiterlesen

*MS-Grenzen

 

Z - *MS-Grenzen

Es ist toll, wie mich meine Leser inspirieren! 🙂
Neulich schrieb mir B.S. dass sie es gut fände, dass ich teilweise an oder über meine Grenzen gehen würde: „Auch, wenn Du danach die Quittung bekommst… Aber so lange es so ist, hast Du die Macht und nicht die MS!“

Ist das nicht ein toller Satz?

Ich habe tagelang über diese Aussage philosophiert und bin irgendwie „eins“ geworden mit diesem Satz!

Denn es stimmt: auch wenn wir manchmal, sei es gewollt oder ungewollt, über unsere Grenzen gehen, selbst wenn wir die gefürchtete Quittung erhalten und darunter leiden müssen – eins haben wir damit aber bewiesen: wir lassen die MS nicht dominieren. WIR bestimmen und nehmen eine Quittung in Kauf. Man könnte dies auch mit „selbstbestimmt“ übersetzen. Vielleicht nicht immer vernünftig, aber es zeigt auf, dass wir in solchen Momenten nicht bereit sind uns zu beugen. Wir fordern zwar vielleicht die MS heraus mit all ihren ungeheuerlichen Symptomen, aber wir bieten ihr die Stirn! Wir trotzen ihr!

Wir bestimmen in diesen Momenten, wo es lang geht. Und wie oft ist es das auch wert!

Wer es gewohnt ist, genau zu planen, eine gutes Energie-Management zu betreiben und sich und sein (MS)-Leben gut organisiert, der kann meistens einschätzen, wie weit man gehen kann. Wenn man es übertreibt, weil die Situation vielleicht gerade so schön ist und man sie auskosten möchte, ist das zwar ein anderes Handeln, als es ein Gesunder kennt, der keine Quittung erwarten braucht, aber es ist ein unserem MS-Leben angepasster Prozess. Er zeugt von unermüdlicher Lebensfreude –und Kraft, von Lebenswillen und Optimismus!

Also scheuen wir uns nicht, ab und an mal die Grenzen zu überschreiten und sehen selbst die nachfolgende „Quittung“ als gegeben an und seien wir dann stolz auf unseren MUT und Lebenswillen J Hallo MS; Hallo Tanz durch Grenzen hindurch und Hallo Lebensfreude! © 2016 Heike Führ/multiple-arts.com

*Ein gedrosseltes Leben – ächzend, dampfend, aber lebend!

Ein gedrosseltes Leben – ächzend, dampfend, aber lebend!

  9NY7uwAAAABJRU5ErkJggg== - *Ein gedrosseltes Leben – ächzend, dampfend, aber lebend!

DAS wurde mir gerade wieder einmal bewusst: mein Leben ist schön und erfüllt, aber es läuft gedrosselt – und zwar nicht nur manchmal, sondern IMMER. Weiterlesen

*Natürlich haben wir uns verändert!

Natürlich haben wir uns verändert!

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Ja, wir haben uns verändert und das sei jedem Vorwurf: „Du hast Dich ja total verändert“ erst einmal entgegen gebracht.

Zum Ersten stellt sich die Frage: Was will uns unser Gegenüber damit sagen?

Zum Zweiten stellt sich die Frage: Möchte ich dort stehen bleiben, wo ich einmal war?

Ganz nach Bertolt Brecht: ‘Ein Mann, der Herrn K. lange nicht gesehen hatte, begrüßte ihn mit den Worten: “Sie haben sich gar nicht verändert.” “Oh!”, sagte Herr K. und erbleichte. – Bertolt Brecht, Das Wiedersehen‘

Jeder Mensch sollte sich im Laufe seines Lebens weiter entwickeln können und somit verändern. Denn wer sich nach langer Zeit nicht verändert hat und sich dementsprechend auch nicht weiter entwickelt hat, oder gar auf seinem alten Stand stehen geblieben ist, der kann nicht wirklich gelebt haben. Es scheint fast eine  Abwertung der eigenen Person zu sein, wenn man beschuldigt wird, sich nicht verändert zu haben.

Als ein Kompliment kann ich es nur betrachten, wenn mir mein Gegenüber glaubhaft versichern möchte, ich hätte mich „jung“ gehalten 😉 J

Wenn man also davon ausgeht, dass sich jeder emotionale gesunde Mensch weiterentwickelt, wäre der Spruch tatsächlich seltsam.

Der umgekehrte Ausspruch: „Seit Du krank bist, hast Du Dich so verändert!“, ist ebenfalls eine solch merkwürdige Floskel, die aber herb verletzen kann….

Mit einer chronischen Erkrankung hat das für mich alles nochmal eine andere gewichtige Seite. Denn wer verändert sich nicht, wenn er die Diagnose erhält, dass er beispielsweise mit einer unheilbaren Erkrankung zu tun hat oder gar bleibende Behinderungen erhält. Eine gesunde Psyche, die sich nicht aufs Verleugnen spezialisiert hat, sondern der Erkrankung ins Angesicht blickt, wird sich verändern. Sicherlich gibt es auch hier extreme Beispiele, aber kalt kann es niemanden lassen, wenn er beispielsweise die Diagnose MS erhält.

Wichtig ist eine sogenannte psychologisch gesehene „Anpassung“ an die neuen Umstände und eine möglichst guter Umgang mit der neuen Situation. Das schafft der eine besser, der andere schlechter.

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Aber es verändert uns auf jeden Fall.

Es verändert uns aber nicht unbedingt negativ, wie uns unser Gegenüber vielleicht glauben machen möchte – aber es hinterlässt Spuren, die wir verarbeiten müssen und die uns prägen.

Mich hat die MS stärker gemacht und ich habe geübt, mehr Achtsamkeit mir SELBST gegenüber walten zu lassen. Damit grenze ich mich natürlich deutlicher ab, was in einem gewohnten Beziehungsgeflecht erst einmal „neu“, das heißt, auch FREMD sein kann und schwups könnte man den Vorwurf hören: „Du hast Dich aber verändert! Seit du MS hast!“.

Ja, ich habe mich verändert, denn eine gewisse Leichtigkeit und Unbesorgtheit ist aus meinem Leben verschwunden; ich muss mich ständig unterschiedlichen und sich zum Teil auch verschlechternden Umständen anpassen; ich muss täglich meiner MS die Stirn bieten; ich muss auf Vieles verzichten und mein Leben anders sortieren und organisieren. Sollte DAS ALLES keine Spuren hinterlassen? Das wäre allerdings befremdlich!

Natürlich gibt es auch positive Veränderungen (VERÄNDERUNGEN!!!) durch die MS: ich habe tolle neue Menschen kennengelernt; ich stehe mehr zu mir; ich bin mir und somit auch anderen gegenüber achtsamer geworden; ich genieße schöne Momente doppelt und lebe intensiver. Das sind nur einige der guten Seiten meiner Veränderung. Des Weiteren habe ich mit dem Bloggen, Schreiben und Malen begonnen, was mich voll und ganz erfüllt; fast meine Seele belebt und ihr Streicheleinheiten gibt. Auf einer anderen Ebene bin ich dadurch „bei mir angekommen“ und dafür bin ich dankbar.

Eins ist sicher: Ich bin NICHT stehen geblieben, ich habe mich weiterentwickelt und deshalb muss ich mich zwangsläufig verändert haben und das ist GUT so!

Jeder kann für sich überlegen, was ihm an Gutem widerfahren ist, was ihn geprägt hat und warum er sich deshalb im POSITIVEN verändert hat… Dann hat man bei der nächsten Anklage etwas entgegen zu setzen. Sei es der merkwürdige Ausspruch, man habe sich gar nicht verändert, oder der Vorwurf, man habe sich verändert.

Sicher ist bei diesen Aussprüchen immer, dass sie ganz viel mit der Person zu tun haben, die diesen Satz ausspricht – denn sie spiegelt ihr Problem vermutlich gerade und es hat weniger mit uns selbst, als mit ihnen selbst zu tun. Auch das darf man sich einmal bewusst machen! J
Ich wünsche Euch ein frohes Nachdenken und dass Ihr feststellt, nicht stehen geblieben zu sein J ©2016 Heike Führ/multiple-arts.com

*Einen tauben Fuß später… Uhthoff der Mist-Kerl!

Einen tauben Fuß später… Uhthoff der Mist-Kerl!

Z - *Einen tauben Fuß später… Uhthoff der Mist-Kerl!

Frühsommer und kühle Temperaturen, dachte ich. Ein kleiner Ausflug zum „Erdbeerfest“ in unserem Ort mit Mann und Hund – ich habe mich gefreut und nicht mit der plötzlich erscheinenden stechenden Sonne gerechnet, die sich nach einem verregneten kühlen Tag ihre Bahn brach.

Und – Ihr ahnt es schon – wer kam noch mit auf unseren kleinen Spaziergang? Der äußerst ungebetene Gast „Herr Uhthoff“. Ein Scheusal: er klebte sich an meine Fersen; er schubste mich zur Seite, so dass ich schwankte; er lief mir dann noch vor die Füße, damit ich stolpere und er hing mir Blei an die Arme und Beine. Doppeltes Blei! Laufen? Schier unmöglich! Meine beiden Männer schleppten mich mit  J Ich gebe ja nicht auf! J

Nicht genug, dass Uhthoff mir das Laufen so schwer machte, er bescherte mir, kaum angekommen auf dem zauberhaften Fest mit schönen Kleinkunst-Ständen und leckerem Kuchen noch eine Fatigue mit Übelkeit und Schwindel. Dann lief uns noch eine Frau mit ihrem Hund, der „bitte keine Hundekontakte haben soll“ über den Weg und mein armer Smiley war etwas fassungslos (ich auch) und noch dazu kam eine Bekannte auf uns zu und wollte schwatzen -bei mir wars AUS. Aus und vorbei. FERTIG! „Ich habe fertig!“: Ich konnte nicht mehr: nicht mehr stehen, nicht mehr reden, nicht mehr schauen – die Hitze übermannte mich und ich dachte, dass ich jeden Moment zusammenklappe. Ich zog meinen verdutzten Mann weiter und sagte nur noch schwach: „heim“. Als wir aus dem Getümmel heraus waren und uns Schatten suchten, konnte ich anschließend humpelnd irgendwie nach Hause laufen, aber es war Schwerstarbeit. Mein Körper war lahmgelegt, er war schwer, sodass ich dachte, ich würde im Asphalt einsinken und niemals mehr hinauskommen. Meine Seele fühlte sich gepeinigt an, denn der eigentlich so schön angedachte Spaziergang entpuppte sich als Höllengang. An weiteren Bekannten „rannten“ wir vorbei, völlig hilflos – heim! Keine Ahnung, was sie dachten!

Zuhause angekommen wurde mir bewusst, dass mir rein theoretisch ein Stück von meinem Schienbein/Knöchel fehlte. Ich schaute hin: es war da J Ich fasste es an: es war nicht da.
Ich konnte stehen, aber hatte das Gefühl zu schweben… umzukippen…
Natürlich war mein erster Weg Richtung Couch, im Kühlen… hinlegen…

Nun wurden auch noch die Arme taub, die ganze rechte Körperhälfte verabschiedete sich. YEAH! Herr Uhthoff hatte es wieder einmal geschafft und mich niedergeschmettert. Was ein Mist-Kerl, was ein fieser Geselle und abscheulicher Typ!

Stunden später spüre ich so langsam meine Gliedmaßen und kann wieder einen Zusammenhang zwischen Fuß und Bein erahnen.

Danke Uhthoff – den Ausflug hast Du mir kräftig versaut….

Mein süßer Smiley scheint ebenfalls Besuch von Uhthoff gehabt zu haben – er vegetiert im Schatten vor sich hin – allein mein Mann kann sich um uns kümmern und muss mal wieder hilflos, machtlos mit ansehen, welch eine Verwüstung solch ein Ungetüm wie Uthoff hinterlassen kann.

Ob ich heute noch irgendetwas mache??? NEIN! Liegen bleiben und hoffen, dass mein Fuß und mein Bein wieder zusammen „wachsen“!

Ich möchte nicht bedauert werden, aber mit diesem Text möchte ich aufzeigen, WIE es sein kann mit Uhthoff und was er mit uns macht!

Hallo MS; Hallo Tanz durchs Uhthoff-Leben; Hallo Wut und doch auch Hallo Leben! ©2016 Heike Führ/multiple-arts.com

*YouTube: Welt-MS-Tag 2016 / mein Filmchen

https://www.youtube.com/watch?v=CqrSARfEgr4

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WIE arbeite ich eigentlich???

WIE arbeite ich eigentlich???

 

Einblicke in meinen Arbeits-Alltag!

Oft werde ich gefragt, wie ich es schaffe, in recht kurzer Zeit so viele Texte und auch Bücher zu schreiben – deshalb möchte ich hier mal in Ruhe über mein Bloggen und Schreiben berichten und antworten – auch um Missverständnissen vorzubeugen.

Meine Form der MS besteht zu 90% aus Fatigue und enormer Kraftlosigkeit. Wenn ich mich körperlich viel bewegt habe, was mir grundsätzlich gut tut, dann brauche ich danach große und lange Ruhepausen. Seitdem ich keine Basistherapie mehr mache (seit 2,5 Jahren) geht es mir insgesamt deutlich besser, aber die progrediente (schleichende) Form der MS hat auch bei mir nach über 22 Jahren Einzug gehalten und dementsprechend plagen mich auch andere MS-Zipperlein. Längeres Laufen ist nur bedingt GUT möglich, Sehen ebenso – manchmal gut, manchmal nicht so gut: das Übliche eben, wie es fast jeder MS`ler kennt.

Z - WIE arbeite ich eigentlich???

Da ich also diese vielen Pausen brauche und dabei auch meinen Kopf anlehnen muss  (weil ich sonst zu keiner Entspannung finde), mein Geist aber WACH ist und meine Kreativität ebenfalls hellwach ist, mache ich die „Not zur Tugend“ und schreibe halbliegend meine Texte. Das geht natürlich nicht mitten im Sturm des Fatigue-Anfalls und auch nicht, wenn meine Arme bleischwer und meine Finger taub sind – aber wenn ich dazu in der Lage bin, schnappe ich mir in dieser Position meinen Laptop und lasse meine Gedanken aus mir herauspurzeln :).

 

Synchronizität

Da ich über MS und die dazugehörigen Symptome und Emotionen schreibe, kann es natürlich auch sein, dass bestimmte Ideen von Anderen zur gleichen Zeit an unterschiedlichen Orten entwickelt werden und es somit zu zufälligen Überschneidungen kommen kann :).

Ganz nach C.G. Jung und seinem Ausdruck der Synchronizität passiert das rein wissenschaftlich gesehen oft und in Bereichen wie MS natürlich unter all den Postenden und Bloggern erst recht :).

Als Synchronizität bezeichnete der Psychologe Carl Gustav Jung zeitlich korrelierende Ereignisse, die nicht über eine Kausalbeziehung verknüpft sind (die also akausal sind), jedoch als miteinander verbunden, aufeinander bezogen wahrgenommen und gedeutet werden. (Wikipedia.de)

https://de.wikipedia.org/wiki/Synchronizit%C3%A4t

 

WO kommen meine Ideen her?

Die meisten meiner Ideen entspringen ganz einfach meinen Gefühlen, meinem individuellen Erleben, meiner Kreativität und auch dem bewussten Hinschauen. Auf Grund meiner fundierten pädagogisch/psychologischen Ausbildung, sowie jahrelanger Psychotherapie habe ich gelernt genau hinzuschauen, Symptome zu erkennen, wahrzunehmen und klar zu benennen. Dann kann ich sie in „Worte“ fassen und auch widergeben. Interessanter Weise fällt mir das trotz meiner ständigen Erschöpfung nicht schwer – im Gegenteil: es sprudelt einfach aus mir heraus und ERLEICHTERT mich.

Zum Zweiten lese und recherchiere ich viel und auch dabei kommen mir Ideen oder ich nutze das Recherchierte um Neues zu kreieren. Oder ich wandele etwas ab und wende es auf die MS bezogen an – so entstehen auch viele meiner Grafiken, die ich allesamt selbst bastele. Ansonsten, wenn sie nicht selbst kreiert sind, ich die Herkunft kenne und diese gekennzeichnet werden muss, tue ich das selbstverständlich, denn das Copyright ist mir ja auch bei meinen eigenen Sachen wichtig. Des Weiteren gibt es sogenannte „lizenzfreie“ Bilder/Grafiken, auf die jeder im Internet Zugriff hat und die sogar weltweit gleich sind und sich natürlich in Bereichen wie MS und für das „Ausdruck-Verleihen“ eines Symptoms sehr gleichen werden (auch auf beispielsweise englisch sprachigen Seiten).

Und SO kommt es also nach C.G. Jung vor, dass gleichzeitig im „world wide web“ ähnliche Texte oder Grafiken gepostet werden, die sich immer wieder ähneln werden.

2Q== - WIE arbeite ich eigentlich???

Und zum Dritten: ich übersetze nach englisch sprachigen Texten, die ich allerdings immer mit dem Copyright und der Herkunft kennzeichne.

 

 

WANN poste ich?

Ich bereite diese Grafiken an Tagen vor, an denen mir dies leicht fällt. Nicht jeder Tag ist gleich und somit kann ich auch nicht auf „Druck“ solche Grafiken erstellen. Ich speichere sie auf dem PC und dann poste ich sie dann auf FB, wenn es mir gerade gut geht und ich mich konzentrieren kann. DENN: Mittlerweile poste ich nicht mehr selbst “stündlich” neue Grafiken, so wie ich das am Anfang auf MULTIPLE ARTS getan habe. Da wir ja mittlerweile eine so große Gemeinschaft geworden sind, ich so viele Mails und Anfragen bekomme, kann ich das zeitlich und kräftemäßig nicht mehr leisten. Seit circa einem Jahr poste ich also meine Texte und Grafiken VORPLANEND (das heißt im Vorfeld, ich plane sie VOR): FB-Seiten bieten diese Möglichkeiten. Manchmal plane ich bis zu 40 Posts für zig Tage vor. wH7tFMNzeY50gAAAABJRU5ErkJggg== - WIE arbeite ich eigentlich???

 Ausnahme sind wissenschaftliche News – diese poste ich direkt oder plane sie für den gleichen Tag entsprechnd vor, damit ich für Euch “am Puls der Zeit” mit wichtigen Infos bleibe :).

 

WIE platziere ich die Posts?

Deshalb kann es also sein, dass auch andere MS-Seiten ähnliche Posts zeitgleich haben (siehe C.G. Jung), da wir alle aus dem gleichen MS-Topf schöpfen. Außerdem kann es sein, dass ich beispielsweise etwas über Fatigue poste, weil es einfach ein informativer Text/Grafik ist, ich selbst aber in diesem Moment nicht unter Fatigue leide.

Ich verstehe meine Seite mit den vielen tollen Followern mittlerweile so, dass ich über MS, die Symptome und die Gefühlslage eines MS´lers informieren möchte. Betroffene dürfen sich darin wiedererkennen oder auch neue Erkenntnisse erwerben und Angehörigen möchte ich damit die Möglichkeit bieten, uns MS`ler (oder andere chronisch Kranke) besser zu verstehen.

Ich versuche die Posts abwechslungsreich zu platzieren und viele lustige Grafiken, sowie schöne Sprüche und natürlich vor allem MS-Info einzubauen. Wie das dann aussieht, entscheidet mein Bauchgefühl während des VORPlanens. Und auch hier gilt wie immer auf Facebook:  Jeder User hat das Recht auf „Gefallen“ oder „Nicht-Gefallen“ 🙂 .

 

 Wie lange braucht es, wenn ich etwas schreibe, bis es auf meinem Blog ist?

Auch das ist unterschiedlich. Lange Texte platziere ich zeitgleich auf meinem Blog und meiner FB-Seite. So lässt sich gut nachvollziehen, wann ich es gepostet habe und wenn man einen Text – den man von der FB-Seite her kennt – sucht, kann man ihn gleich auf dem Blog mit der Suchfunktion wiederfinden.

Grafiken plane ich ebenso wie Texte vor. Das heißt, sie werden dann von Facebook automatisch zu dem von mir vorbestimmten Zeitpunkt OHNE mein Hinzutun gepostet.

 

Was tue ich, wenn es Probleme gibt, wie z.B. Mobbing, Hetze oder undisziplinierte Kommentare?

Auch dies kam leider alles schon vor und hier versuche ich mit Geduld und Freundlichkeit zu antworten. Nur ganz selten, wenn es wirklich in Beschimpfungen oder Verleumdungen „ausartet“, lösche ich auch einmal etwas.

Ansonsten lasse ich alles stehen: Kritik ist gut, denn sie bringt mich weiter und ich kann etwas daraus lernen. Beschimpfungen und Anfeindungen oder Lügen toleriere ich nicht.

Wenn gegen einen Follower von Seiten eines anderen Followers gemobbt wird und ich dies mitbekomme, handele ich genauso.

 

Wie entstehen meine Bücher?

Im Grunde ist es recht einfach: so, wie auch meine Texte entstehen, die ich sammle, so entstehen auch die Kapitel meiner Bücher: ich recherchiere sehr viel, das ist für mich eine überaus beruhigende Tätigkeit (die ich ja ebenfalls im Halbliegen ausübe). Ich lerne dabei Neues und komme bei mir an. Ich kann reflektieren und versuchen das Gelesene auf mich und auch meine Leser zu übertragen. Aus den Sammlungen meiner Texte, aus diesen Recherchen, aus Interviews mit Gleich-Betroffenen und/oder Angehörigen und Gesprächen mit Ärzten entsteht dann eine zum Thema passende Zusammenfassung, die ich so „herrichte“, dass sie zum Buch werden kann.

Meine neuesten Bücher lockere ich auch mit den oben genannten Grafiken auf.

Ein Buch zu kreieren, es zu setzen, zu gestalten und zu formen ist für mich reines Vergnügen – es tut mir gut, es ist wie ein „Flow“, der mich weiterbringt…. C1aafg7ciEQQ2Rlp42qyFcnr2zhsvPGFWMMe4YMRP01i5alGA5nezMkXsWRfMd0JSTwIy3wEfVAeRjjgE+YCp3h2P6f04GOz2r997iAAAAAElFTkSuQmCC - WIE arbeite ich eigentlich???

Und trotz der Muße und dass es Hobby für mich ist, betrachte ich es als meinen “Job”, den ich sorgsam und gewissenhaft erledigen möchte. Meine “Arbeit” auf und mit MULTIPLE ARTS ist rein ehrenamtlich sozusagen  – es bereitet mir Freude und erfüllt mich :). Die Kommentare meiner Follower sind für mich dann ein Spiegelbild und motivieren mich so weiter zu machen.

 

Warum stresst mich das alles nicht?

Für mich ist Schreiben eine Form der Therapie. Ich verarbeite beim Schreiben und Bloggen  meine MS. Ich lerne hinzu und kann täglich meinen Umgang mit der MS überprüfen, reflektieren und den Umgang damit dann ggfls. neu gestalten.

Außerdem habe ich ganz selten Abgabetermine zu beachten, da dies alles ein Hobby ist. Ich muss nichts, ich kann und darf und das ist ein Geschenk. Ich bin dankbar, für mich solch ein Ventil gefunden zu haben.

Es erfüllt mich, solch eine nette Gemeinschaft af meiner FB-Seite initiiert zu haben, helfen zu können und dabei ebenfalls zu lesen, dass auch ich mit meinen Symptomen nicht alleine stehe… Ein Geben und Nehmen sozusagen 🙂 .


Mein Stress:

Der Stress setzt erst dann ein, wenn ein Buch verlegt wird und ich mich mehr nach dem „Außen“ orientieren muss, um gewisse Fristen und Verträge einzuhalten. Aber das ist jeweils nur kurzfristig.

Was ich gar nicht mehr schaffe: viele Chats aufrecht zu erhalten. Das stresst mich. Auch wenn ich mich freue, wenn ich Zuschriften bekomme: ich kann nicht andauernd schreiben, reagieren und mich auf ständig Anderes einstellen, und selbst das Beantworten der vielen Mails ist sehr anstrengend, zumal es einfach auch von der Masse der Mails mittlerweile sehr viel wird. Deshalb kann ich manche Mails auch nicht sofort beantworten. Teilweise brauche ich einige Tage dazu, da so etwas interessanter Weise bei mir eine enorme Reizüberflutung und somit STRESS in Höchstform auslösen kann. Es gibt Tage, an denen erhalte ich über 20 Mails, die alle ausführlich beantwortet werden wollen – plus kleine Chats. DAS ist etwas, was mich schnell überfordert und deshalb kann ich einfach nicht täglich chatten.

So hat jeder mit seiner Form der MS zu kämpfen und es ist notwendig, für sich herauszufinden, wie es am ehesten gelingt, seinen Alltag entsprechend zu gestalten. Uns sollte es immer möglichst „gut“ gehen.

 

 Malen:

Ich male aus Leidenschaft, auch in im sogenannten „Flow“, komme bei mir an und kann mich erden. Was aber sehr interessant ist, ist, dass es Zeiten gibt, in denen ich kaum schreiben mag, dann aber male und umgekehrt. Das lasse ich mein „Bauchgefühl“ spontan entscheiden :).


Marge der Bücher:

Mit MS-Büchern verdient man sich leider keine goldene Nase. Schade eigentlich :). Es gibt Bücher, an denen verdiene ich maximal 50 Cent BRUTTO pro Buch, an anderen vielleicht einen Euro BRUTTO. Auch wenn sich meine Bücher gut verkaufen, komme ich noch nicht einmal an die von der Rentenversicherung gesetzte monatliche Hinzuverdienstgrenze heran. Des Weiteren spende ich den Erlös teilweise ganz, oder hälftig an gemeinnützige Organisationen. Ich schreibe aus Spaß an der Freude, aus Leidenschaft und nicht um Geld zu verdienen. Um wirklich Geld zu verdienen und damit auszukommen, müsste ich mir etwas anderes aussuchen :).

Deshalb bitte ich um Nachsicht, wenn ich nicht immer direkt auf Anfragen reagieren kann: ich mache das hier alles unentgeldlich und aus Freude, musss aber auch meine eigenen Symptome der MS tolerieren und mein Tempo diesen anpassen.

 

So, nun habt Ihr mal einen kleinen Überblick über meinen Alltag und mein Schreiben, das wirklich ein „therapeutisches/verarbeitendes“ Schreiben und Bloggen ist :).

Wie gesagt, ist dies alles reine wohltuende Muße für mich, es soll mir gut tun und im besten Fall anderen Betroffenen helfen. Ich kann jederzeit unterbrechen, mich bewegen, mit meinem Hund kuscheln oder ein Schläfchen machen. Ich bin vollverrentet und brauche das leider auch – aber ich gestalte mir mein (MS)-Leben so angenehm wie möglich, lasse mich nicht von der MS dominieren, aber integriere sie achtsam und sinnvoll, sowie energiesparend in meinen Alltag.

Ich stelle mich allen Symptomen, benenne sie klar und biete ihnen somit die Stirn. Das ist meine Art mit der MS umzugehen – mit meiner Form meiner individuellen MS. Jeder muss für sich selbst einen Weg finden und niemand kann einem anderen irgendetwas vorschreiben.

Wenn Ihr mögt, könnt Ihr gerne kommentieren, was EUCH gut tut, ob Ihr auch einen „Flow“ habt, der Euch meditativ gut tut, oder was Euch zu diesen Themen bewegt.

Ganz liebe Grüße,

Heike ©2016 Heike Führ/multiple-arts.com

Hier das Interview mit Radio ANTENNE MAINZ

Hier kommt das in ein kleines Video verpackte Interview, das Radio ANTENNE MAINZ 106,6 mit mir geführt hat:
Es ist Teil 1, morgen wird Teil 2 gesendet 🙂
https://www.youtube.com/watch?v=9Rsf2MyCX4c

Web-Adresse des Radiosender ANTENNE MAINZ:
http://www.antenne-mainz.de/

80156a394ad5bd0ace7033702f74e014 624x882 - *Gedanken zum WELT-MS-Tag

*Gedanken zum WELT-MS-Tag

Gedanken zum WELT-MS-Tag

2013 und immer noch aktuell

MS = Multiple Sklerose.

Ein Wort mit 2 Buchstaben, das die eigene Welt und die all Derjenigen, die Deine Welt mit Dir leben, auf den Kopf stellt.

MS.

Eine unheilbare Krankheit.

MS.

Die Krankheit mit den 1000 Gesichtern.

MS.

Viele UNSICHTBARE Symptome.

MS.

Wenig „Lobby“ und Anerkennung in der Gesellschaft. Weiterlesen

WELT-MS-Tag 2016

Ich bin dieses Jahr wieder zur wundervollen Veranstaltung in Fulda eingeladen und werde dort Fragen beantworten, Infos geben, meine Bücher vorstellen und nach der Pressekonferenz um 14.00 Uhr eine kleine Lesung halten:
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