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MS und verzögerte Reaktionszeit

MS und verzögerte Reaktionszeit
Man findet nicht viel im Internet, wenn man nach diesem mittlerweile doch auch recht häufigem Symptom sucht: eine verminderte Reaktionszeit.
Manchmal ist es so, als ob das „Starten“ (unseres Gehirns und Körpers) ewig dauert und die Reaktionszeit wie bei einem uralten PC ist. Holprig lädt er… und stürzt zwischendurch ab…
Die kognitiven Beeinträchtigungen können bereits in einem sehr frühen Krankheitsstadium auftreten und bedürfen deshalb besonderer Aufmerksamkeit.
Kognitive Leistungsstörungen sind ein sehr häufiges und mittlerweile auch anerkanntes Symptom der Ms.
Das heißt aber nicht, dass MS`ler weniger intelligent sind, sondern je nachdem, wo ein Entzündungsherd liegt, kann es zu Verzögerungen, Erinnerungsstörungen, und Problemen mit der Merkfähigkeit u.Ä. kommen.
MS Patienten zeigen in verbalen Gedächtnistests, dass sie mehr Zeit brauchen, sich Sachverhalte längerfristig einzuprägen.
Menschen, deren kognitive Leistungen durch eine MS beeinträchtigt sind, reagieren langsamer und sind auch im Straßenverkehr mehr gefährdet. In einer Studie der amerikanischen Gesellschaft für Neurologie wurden Untersuchungsergebnisse veröffentlicht, die neben den bekannten physischen Beeinträchtigungen durch MS auch Probleme der Wahrnehmung und Reaktionsgeschwindigkeit beschreiben.
Bei Patienten, bei denen zuvor eine herabgesetzte kognitive Leistung diagnostiziert worden war, wurde festgestellt, dass sie länger bauchten, um auf einen Situationswechsel zu reagieren. Bei 30 Prozent wurde außerdem ein erhöhtes Unfallrisiko festgestellt. (http://www.wissenschaft.de/leben-umwelt/medizin/-/journal_content/56/12054/1210761/Multiple-Sklerose-beeintr%C3%A4chtigt-die-)
MS-Patienten kennzeichnen sich oft durch kognitive Auffälligkeiten aus, wie allgemeine Verlangsamung oder Gedächtnisstörungen. (40-60%).
Kognitive Defizite wirken sich auf die Anforderungen des täglichen Lebens aus und sind sowohl für den Betroffenen, als auch sein soziales Umfeld manchmal nur schwer auszuhalten.
Patienten beschreiben am ehesten eine allgemeine Verlangsamung und/oder vorschnelle Ermüdung, die den Zeitbedarf für zu erledigende Aufgaben enorm steigern und somit auch die Planung und Organisation.
Im Alltag wirken sich diese Defizite aber nicht nur beim Autofahren negativ aus, sondern sie haben natürlich auch einen negativen Einfluss auf die Berufstätigkeit und ganz allgemein im Alltag.
Eine soziale Isolation ist deshalb leider oft genauso die Folge, wie ein „schlechtes Gewissen“, Scham oder Wut.
Und es bedarf einer besonderen Planung für Beruf und Alltag. Leider müssen sich sowohl die Familie als auch Kollegen/Freunde komplett darauf einstellen und sich abstimmen.
Die verlangsamte Verarbeitungszeit und Reaktionszeit führen unweigerlich zu Einbußen der Verarbeitungskapazität.
Da es sich hier um ein nicht sichtbares Symptom handelt, ist es wieder sehr wichtig, dass sich Angehörige wertfrei mit dieser Symptomatik befassen und sich in Geduld üben.
Betroffenen ist es peinlich, wenn ihnen mehrfach und wiederholt irgendetwas erklärt werden muss und wenn es dann mit der Umsetzung auch länger dauert. Das ist niemals ein Vorsatz, oder schlechter Wille, sondern dafür sind wieder einmal Entzündungsherde und schlechte Nervenleitbahnen verantwortlich.
Ein nicht sichtbares Symptom, aber ein spürbares und dadurch sehr emotional belastendes Symptom! ©2015 Heike Führ/multiple-arts.com
Lesend helfen – Ein Projekt für Kinder mit MS in Zusammenarbeit mit der DMSG

Hier möchte ich auf ein ganz besonderes Projekt aufmerksam machen: “Lesend helfen” – Ein Projekt in Zusammenarbeit mit der DMSG zu Gunsten Kindern mit MS!
http://www.lesend-helfen.de/index.php/ms-erkrankte
“Diese Plattform besteht, um über Ihre Erkrankung aufzuklären und Ihnen den Schritt zu erleichtern, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, neue Informationen zu erhalten und Kindern, die ebenfalls unter dieser Erkrankung leiden, zu helfen.
Denn wer kann besser einschätzen als Sie, wie sich diese Erkrankung auf den Alltag und die Lebensplanung auswirkt?
Wer kann besser aufdecken, wo sich Erkrankte alleingelassen fühlen und wo Sie Hilfe benötigen?
Wer kann besser Nichtbetroffenen erklären, was diese Krankheit ausmacht, wie sie verläuft und nicht selten ausgrenzt, weil niemand wirklich weiß, was Multiple Sklerose ist?
Nur im Austausch miteinander kann man Missstände aufdecken und dagegen angehen. Bei diesen Vorhaben will die DMSG NRW e.V. Ihnen zur Seite stehen und Sie nach Kräften unterstützen.
Doch nicht zuletzt soll diese Plattform Ihnen Freude bereiten!
Alle Beteiligten würden sich freuen, wenn Sie uns aktiv dabei unterstützen, unser gemeinsames Anliegen in die Welt hinauszutragen. Wir suchen weitere Testleser, Blogger, Facebook-, Twitter- und Googlenutzer, Rezensenten etc. und viele Ideengeber unter Ihnen, die diese Plattform zum Leben erwecken. Alle Hilfeleistungen werden von der DMSG NRW e.V. und dem Esch-Verlag koordiniert.
Bitte registrieren Sie sich hier und werden Teil unserer Gemeinschaft.
Wir lesen und helfen uns!”
Buch-Tipp:Das Biest in Dir (4): Die Tränensteine
Buch-Tipp:Das Biest in Dir (4): Die Tränensteine (Kindle Edition)
Felix Hänisch
Abtauchen ins Land der Elfen und Alben – Spannung und Action – Tipp für Fantasy-Fans,
Schnell wurden mir die jeweiligen „Figuren“ vertraut und ich verfolgte mit Spannung ihren Werdegang.
Die Sprache ist abwechslungsreich, flüssig und auch oft dem jeweiligen „Medium“ angepasst gewählt und nimmt den Leser mit in die Welt der Elfen, Alben und anderen fremden Geschöpfe. Emotionen kommen ebenfalls nicht zu kurz und ich kann mir vorstellen, dass, wenn man die ersten drei Bücher gelesen hat, das vierte Buch genauso spannend und ereignisreich und abrundend daher kommt.
Für Fantasy-Fans sicherlich ein Must-Have im Bücherregal, denn die Beleuchtung der unterschiedlichen Arten, die Kämpfe und übersinnlichen Fähigkeiten der Figuren, sind schon sehr vielfältig und passen ins Genre.
Sehr empfehlenswert!
Link zum SWR-TV-Beitrag mit Interview von mir
WELT-MS-Tag 2015 – meine Gedanken zur Berichterstattung
Meine Gedanken zum Welt-MS-Tag im Allgemeinen habe ich bereits 2013 niedergeschrieben und für sie stehe ich auch heute noch. ( http://multiple-arts.com/gedanken-zum-welt-ms-tag/ )
Ich versuche nach meinen Kräften an diesem Tag auch meinen Beitrag zu leisten.
In den letzten drei Jahren wurde ich jeweils vom SWR Rheinland-Pfalz gefilmt und hatte so die Chance, meine Sicht der „Dinge“ der Öffentlichkeit u präsentieren (http://swrmediathek.de/player.htm?show=cd4f9b20-0496-11e5-abf7-0026b975f2e6) .
Das Feedback von MS-Betroffenen war auch jeweils gut – denn ich bemühe mich, die MS nicht zu verharmlosen und genauso wenig, sie zu verdammen.
MS ist eine bislang noch unheilbare Krankheit und selbst die Medikamente, die es zur Zeit gibt, sind nicht heilversprechend und zum Teil von solchen Nebenwirkungen geprägt, dass viele Patienten (ich z.B. auch), die Medikamente wieder absetzen.
Es gibt die 1000 Gesichter der MS und ebenso diese vielen unterschiedlichen Verläufe.
Das Motto des diesjährigen Welt-MS-Tages war im deutschsprachigen Raum: „MS reißt Löcher in den Alltag.“
Ja, das tut sie wohl und zwar im übertragenen Sinne, als auch rein „plastisch“ wenn wir unser Gehirn, das vernarbt und teilweise auch mit schwarzen Löchern („Black Holes“) versehen ist, anschauen.
Dafür haben wir den Beweis durch zig MRT-Aufnahmen.
MS reißt Löcher in den Alltag und zum Teil sogar sehr große. Sie reißt überwindbare, aber auch unüberwindbare Löcher in den Alltag.
Davon können Schwerstbetroffene „ein Lied“ singen und selbst Betroffene wie ich, die einen relativ milden Verlauf haben, können Bücher füllen 😉
Die Lebensqualität leidet immer. Ich selbst kann nicht mehr arbeiten gehen auf Grund meiner Fatigue. Ein riesen großes Loch, das ich allerdings mit meinem Blog und meinen Büchern ausfüllen konnte.
Aber nicht jeder MS`ler kann „so einfach“ diese Löcher stopfen oder ausfüllen. Manche Betroffene sind gefangen in ihrem „Loch“ ….
Leider ist die Berichterstattung über MS und diese „Löcher“ nur sehr mangelhaft. Oft wird die MS und deren Verlauf verharmlost, oder es werden „Versprechen“ Richtung Heilung und Medikamentation gemacht, über die wir Betroffenen nur milde lächeln können und sie schon gar nicht mehr ernst nehmen…
Es werden oftmals auch MS`ler gezeigt, die ihren Alltag wunderbar leisten können und dies auch kundtun und Symptome „abtun“, als wären sie nicht vorhanden. Das ist ja prinzipiell ok und vor allem für Diejenigen toll, aber es ist ein Schlag für all die MS`ler, denen es nicht gut geht, die ihren Alltag nicht so ableisten KÖNNEN.
Was wir brauchen, ist eine sachgerechte und ehrliche und vor allem realistische Berichterstattung.
Ich bin dem SWR dankbar, dass sie aus meinen 1,5 Stunden Dreharbeit zumindest eine gute Passage zusammengeschnitten haben und meine Botschaft in etwa herüber kam….
Das kann man von manch anderen Sendern und Zeitungen leider nicht behaupten….
Also kämpfen wir trotz Welt-MS-Tag doch etwas alleine gelassen an unserer MS-Front und brauchen doch so dringend eine adäquate Aufklärung. Es gibt Unterschiede, wie bei allem im Leben und diese Unterschiede sollten realistisch aufgezeigt werden.
Hallo MS, Hallo Welt-MS-Tag und Hallo Realität! © 2015 Heike Führ
Zu Gast in Fulda am Welt-MS-Tag am 27.5.2015
Welt-MS-Tag in Fulda im “Klinikum Fulda”
Ich wurde von Tanja Eifert als Autorin geladen und wir hatten einen wundervollen Tag zusammen. Die DMSG Hessen und einige Selbsthilfegruppen waren vor Ort und haben den Stand aufgebaut und mit Beratung zur Seite gestanden.
Ein Mainzer in Fulda und es war ein voller Erfolg.
Tanja hatte die Veranstaltung wochenlang vorbereitet und organisiert und konnte wirklich die Früchte ihres Fleißes und ihres hinein gehängten Herzblutes an diesem Tag ernten!
Unterstützt von ihrem Partner Ronald Stadler erschuf sie ein besonderes und herausragendes Ereignis, das die anwesende Presse überaus zu schätzen wusste.
Die entsprechenden Ärzte, “Offiziellen” und die Pressesprecherin des “Klinikum Fulda” äußerten sich ebenfalls sehr positiv und zufrieden über diese gelungene Veranstaltung.
Manch ein Landesverand der DMSG kann sich hier eine “Scheibe abschneiden” – sehr engagierte ehrenamtliche Helfer und eine spritzige, lebendige und sehr kompetente MS`lerin – Tanja Eifert – haben diesen Tag für die Klinik und alle Besucher zu einem besonderen Ereignis werden lassen.
Und so “ganz nebenbei” haben sich viele Facebooker meiner Seite “Multiple Arts” und der dazu gehörigen Gruppe “Multipler Spaß mit MS” zum ersten Mal live getroffen.
Einfach wundervoll und so liebevolle Begegnungen, dass ich wohl noch lange davon zehren werde.
ich habe signiert und später eine Lesung gehalten. “Hallo MS” war an diesem Tag der Buch-Renner 🙂
Organisatorin Tanja Eifert:
Hier der Link zum ersten Pressebericht:
http://osthessen-news.de/n11504485/klinikum-fulda-mit-informationsveranstaltungen-an-welt-ms-tag.html
Ein toller Tag mit tollen “Offiziellen” und super netten Gästen und viele Facebookfreunde habe ich nun endlich persönlich kennen gelernt 🙂
Gedanken zum WELT-MS-Tag
Gedanken zum WELT-MS-Tag 2013 und immer noch aktuell
MS = Multiple Sklerose.
Ein Wort mit 2 Buchstaben, das die eigene Welt und die all Derjenigen, die Deine Welt mit Dir leben, auf den Kopf stellt.
MS.
Eine unheilbare Krankheit.
MS.
Die Krankheit mit den 1000 Gesichtern.
MS.
Viele UNSICHTBARE Symptome.
MS.
Wenig „Lobby“ und Anerkennung in der Gesellschaft.
MS verläuft bei jedem Betroffenen anders, beginnt in völlig unterschiedlichen Altersstufen und endet unvorhergesehen, aber nicht zwangsläufig im Rollstuhl.
MS bedeutet Vieles, vor allem UNBERECHENBARKEIT.
MS bedeutet kämpfen: und das jeden Tag, jede Stunde. MS bedeutet: niemals aufgeben und einen möglichst hohen Optimismus bewahren oder aneignen.
MS bedeutet Verlust: Verlust von LEBENSQUALITÄT, von Lebendigkeit und Vertrauen in eine relativ sichere Zukunft.
MS bedeutet „anders“ sein.
MS bedeutet ANGST und Kontrollverlust. Verlust von „Freundschaften“, von Arbeitsplatz und Autonomie.
Verlust von Gesundheit, von Kraft und von Energie.
MS bedeutet eine immerwährendes Haushalten von Kräften und Energien und beinhaltet Planen und Organisieren.
MS bedeutet verschiedenartige Schmerzen aushalten zu müssen und trotzdem den Tag bestreiten zu können. MS bedeutet, regelmäßig und lebenslang viele Medikamente (oft in Form von Spritzen) mit heftigen und zum Teil zerstörerischen Nebenwirkungen einnehmen zu müssen.
MS bedeutet aber auch, an der eigenen Stärke zu wachsen und neue wundervolle und tiefe neue Freundschaften zu schließen.
Man lernt ebenfalls zwangsläufig, mit einem Leben, das durch die MS eingeschränkt ist, umzugehen und es möglichst erträglich und den Umständen entsprechend zufriedenstellend zu gestalten.
ABER: auch das ist bei jedem Betroffenen ANDERS und unterschiedlich und man kann NIEMALS vergleichen.
Ich möchte an diesem Welt-MS-Tag so viel hinausschreien, in die WELT: ich habe das dringende Bedürfnis, aufzuklären, die MS begreiflich zu machen in all ihren Facetten.
Meine Botschaft würde lauten: bitte urteilt NIE über einen Menschen, seine Lebensweise, sein Verhalten, sein Können -oder Nichtkönnen, seine Emotionen – wenn Ihr ihn nicht kennt; nicht wirklich kennt; nicht in „seinen Schuhen gelaufen seid“ …
Bildet Euch kein Urteil über einen Menschen, der „anders“ ist …
Es gibt so viele Krankheiten, auch MS, deren Symptome unsichtbar sind. Es sieht uns kaum einer an, dass wir abgrundtief erschöpft (FATIGUE) sind, denn wir können trotz dieses komatösen Zustandes aussehen, wie das „blühende Leben“; es sieht uns keiner an, dass gerade die Hand o. das Gesicht taub sind, dass wir einen „Ameisenhaufen“ über unseren Körper wandern und beißen spüren, dass evtl. jemand inkontinent ist und vielleicht schon OPs deswegen hatte, dass ein Auge blind ist, oder beide Augen extrem sehgeschwächt sind. Es sieht uns niemand unseren Schwindel an, unsere Kraftlosigkeit, die fehlende Energie, kognitive Leistungsstörungen und vieles mehr.
Und es sieht uns niemand das Energie-Management an, das wir im Vorfeld betrieben haben (=ausruhen), um an einer Veranstaltung teilnehmen zu können und lebendig zu wirken. Oder welche Kraft und Anstrengung es uns kostet, stehen zu können …
„Mit dem Auge ist das Wesentliche unsichtbar“ – Antoine de Saint-Exupéry.
Was man sieht, sind die sichtbaren BEHINDERUNGEN, wenn man z.B. im Rollstuhl sitzt, oder Probleme beim Laufen hat.
Es tut uns weh, wenn wir verurteilt werden. Wir haben uns diese Krankheit nicht ausgesucht und wir brauchen Unterstützung! Wir brauchen Unterstützung in Form von Vertrauen auf das, was wir sagen. Wenn wir sagen: „ich muss mich hinlegen, weil mich gerade eine schlimme Fatigue überfällt“, oder wenn wir Freunden mitteilen, dass wir diesen geplanten Ausflug sicherlich nicht schaffen, weil es einfach zu viel wird, dann sind wir darauf angewiesen, dass man uns glaubt. Glaubt, ohne „wenn und aber“.
Wir brauchen kein Mitleid. Mitgefühl nehmen wir dagegen gerne entgegen; es zeigt, dass unser Gegenüber empathiefähig ist und mitdenkt … Wir brauchen Vertrauen.
Wir brauchen verständnisvolle Arbeitgeber, Freunde , Partner und Familien.
Wir brauchen auch manchmal konkrete Hilfe: eine Treppe hinauf oder hinab zu kommen, aufzustehen – eine Hand, einen Arm …
Wir brauchen gute Hausärzte und kompetente, hochinformierte und verständnisvolle Fachärzte.
Wir wünschen uns verständnisvolle Ämter (Krankenkassen, Rentenversicherung, Arbeitsamt usw.). Wir wünschen es uns, da wir esbrauchen und ganz oft nicht erhalten und erleben. Der sogenannte Sozialstaat hat definitiv spätestens dann seine Grenzen, wenn man in einer Situation ist, in der man es zu spüren bekommt. (Krankengeld, „Übergangsgeld“/Arbeitslosengeld 1, oder gar HARTZ 4)
Wir haben als große Hilfe die „Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft“ (DMSG) an unserer Seite. Es ist ein Segen, dass es sie gibt. Sie helfen uns im Dschungel der Paragraphen der Ämter, sie helfen uns, unsere Rechte zu vertreten, wissenschaftliche Erkenntnisse zu erwerben und Forschungen zu unterstützen, uvm.! Es lohnt sich definitiv, Mitglied zu werden und auch damit der MS eine vermehrte Lobby zu verschaffen.
Wir brauchen eine Gleichstellung ohne großes Aufsehen.
Wir brauchen Lobby , wir brauchen gute Medikamente ohne schlimme Nebenwirkungen und mit einer echten Hoffnung auf HEILUNG… Wir brauchen eine (Zu)-Zahlung zu vielen Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln und Therapien. Wir müssen als chronisch Kranke noch immer viel zu viel selbst zahlen, während wir uns ja oft gerade durch diese Erkrankung in keinem guten wirtschaftlichen/finanziellen Zustand befinden.
Wir brauchen KEINE MS, wir wünschen uns Gesundheit und brauchen sie auch.
Wir leben und sind dankbar. Wir leben manchmal gut und manchmal kriechen wir nur. Oft können wir nicht mehr „rennen“, aber wir kämpfen, bleiben nicht stehen und geben niemals auf. Aber wir brauchen Unterstützung, um unser Leben adäquat leben zu können.
Und bitte vergleicht den einen MS`ler nicht mit dem anderen MS`ler!
MS ist die Krankheit mit den 1000 Gesichtern: ein Betroffener, der z.B. Probleme beim Laufen, aber sonst keine weiteren Einschränkungen hat, also beispielsweise auch keine Fatigue kennt, der kann seinen Alltag mit entsprechender Gehhilfe ansonsten aber so normal, wie ein Gesunder leisten, weil er nicht schneller erschöpft ist. Dieser hat evtl. auch sonst weiter keine MS-Symptome und ist deshalb voll leistungsfähig, trotz Geh-Einschränkungen.
Ein anderer Betroffener sieht „kerngesund“, oder wie das „blühende Leben“ aus, kann laufen und hat keine großen sichtbaren Einschränkungen, er kann aber dermaßen mit Fatigue, Schwindel, Schmerzen und Ähnlichem geplagt sein, dass er arbeitsunfähig ist.
Diese Differenzierung ist sicher sehr schwierig für Außenstehende, aber für uns und das Verständnis über MS SEHR WICHTIG!
Und wir brauchen ab und zu ein tröstendes Wort, wenn uns mal wieder die Realität eingeholt hat und wir im Vergleich mit gleichaltrigen Gesunden feststellen, was wir doch alles nicht mehr schaffen … Dieser Vergleich schmerzt unendlich …
Dann brauchen wir einen verständnisvollen, liebevollen Arm, der uns auffängt und tröstet, ohne uns die „Welt“ zu versprechen, ohne uns „gute Ratschläge“ zu geben, ohne uns schlaue Redensarten um die Ohren zu hauen. Wir brauchen ein liebevolles Ohr, das zuhört, uns versteht und tröstet. Dann sieht die (MS)-Welt gleich freundlicher aus.
Bitte, liebe Mitmenschen, versucht, uns und unsere unsichtbaren Symptomezu verstehen, uns zu glauben und bitte nehmt unsere sichtbaren Symptome hin, helft uns, ohne zu bemitleiden. Unterstützt uns und helft uns, eine größere Lobby für diese schwere, bisher unheilbare und unberechenbare Erkrankung zu schaffen und helft uns, unser Leben lebenswert, erfüllt und glücklich leben zu können. DANKE. ©MULTIPLE ARTS.com/Heike Führ
SWR-Filmdreh zum WELT-MS-Tag
Heute wurde ich zu einem kleinen Filmdreh vom SWR in Mainz geladen.
Ein paar Impressionen folgen nun 🙂
Am Welt-MS-Tag / Mittwoch, 27.5.15 wird der Beitrag (ca. 2-3 Minuten) im SWR / Landesschau Aktuell um 19.30 Uhr ausgestrahlt 🙂
Und hier noch ein Pressebericht dazu:
http://www.news4press.com/Meldung_886583.html
Filmdreh: Multiple Arts meets Studio Hamburg
Für ein tolles Projekt, das noch nicht genannt werden darf, wurde ich zu Filmaufnahmen geladen: ein wundervollles WE in HH – die MS im Gepäck und ihr doch die Zähne gezeigt! 🙂
Vor dem Studio Hamburg
– und Maske
Studio:
Hamburg 🙂
Ein WE voller Emotionen von Fatigue und Verzweiflung, über Glück und Zufriedenheit und heller Freude 🙂
©2015 Heike Führ
