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Warum treten Magen-Darm-Probleme bei MS auf?

Warum treten Magen-Darm-Probleme bei MS auf?

Die Verdauungsfunktionen werden zum Teil über Nervenimpulse gesteuert, die vom Zentralen Nervensystem ausgehen.

Wie bei allen bei MS auftretenden Symptomen sind auch Magen-Darm-Probleme auf den Abbau der Myelinscheide (eine isolierende Außenhülle, welche die Nervenzellen und -fasern umgibt und ihre korrekte Funktionsweise ermöglicht) und der Nervenfasern selbst zurückzuführen. Dies führt zu einer entsprechenden Verschlechterung des Signals, das von den Neuronen übermittelt wird (diese sind für die Übertragung der Impulse vom Gehirn und dem Rückenmark an die Darmmuskeln zuständig).

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Multiple Sklerose – kurz und bündig – ein informativer Artikel

MS-Forum Dr. Weihe

Multiple Sklerose – kurz und bündig


9 Prognose

9.1 Lesen im Kaffeesatz?

Damit sind wir bei einer zentralen Frage, sowohl was die Beruhigung besorgter junger MS-Patienten als auch die Therapie angeht: „Wie wird die MS verlaufen, wenn ich nichts tue?“ Oder krasser: „Mit welcher Wahrscheinlichkeit werde ich im Rollstuhl landen?“ Wie viel Leid könnte jungen Menschen erspart bleiben, wenn es möglich wäre, ihnen zusammen mit der Eröffnung der Diagnose sagen zu können: „Sie haben zwar eine ernste Krankheit, aber in Ihrem Fall kann ich Sie beruhigen. Alles, was wir wissen, deutet darauf hin, dass sie bei Ihnen gutartig verlaufen wird.“

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*Das Elend hat einen Namen: Weinen

Das Elend hat einen Namen:

Z - *Das Elend hat einen Namen: Weinen

Weinerlichkeit: Larmoyanz (von französisch larme ‚Träne‘) ist ein bildungssprachliches und (heute) abschätziges Lehnwort für Rührseligkeit und sentimentale Überempfindlichkeit bis zur Wehleidigkeit, Weinerlichkeit und zu ausgeprägtem Selbstmitleid.

So viel zur Theorie: ich weine selten, vielleicht zu selten…. Aber nach 2 ½ Stunden Warten im Wartezimmer meines Neurologen, da weinte ich – innerlich, ohne Tränen. Ich war völlig erschöpft, völlig ausgelaugt und wäre beinahe in Tränen ausgebrochen – oder aber, so spürte ich: ich hätte beinahe einen Wutanfall bekommen…. Ungeweinte Tränen. Verzweiflung. So, als könne ich die Situation nicht länger aushalten.

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*Ich arrangiere mich …

Ich arrangiere mich

Z - *Ich arrangiere mich ...

„Du musst Dich mit Deiner Krankheit arrangieren!“

YEAH! Danke! Muss ich das?

Kennt Ihr solche Ratschläge?

Ja, sicherlich muss ich mich arrangieren, aber ich tue es bereits!

Arrangieren heißt „eine Einigung erzielen”. Einig bin ich mir mit meiner MS allerdings nicht! Wären wir uns einig – vorausgesetzt ich akzeptiere ihr Vorhandensein – würde ich etwas angenehmer mit ihr zusammenleben wollen.

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*DEMENZ und die Angst davor…

9k= - *DEMENZ und die Angst davor...

 

DEMENZ

Ein großes Wort und doch nur 6 Buchstaben. Aber es macht mir Angst.

Warum? Das wird sich vielleicht der ein oder andere fragen. „Du bist doch noch nicht in dem typischen Alter!“. Tja, warum? Weil ich MS habe und weil Demenz ein Syndrom als Folge einer meist chronischen oder fortschreitenden Krankheit des Gehirns mit Störung vieler höherer kortikaler Funktionen, einschließlich Gedächtnis, Denken, Orientierung, Auffassung, Rechnen, Lernfähigkeit, Sprache und Sprechen ist und MS eine dieser chronischen neurologischen Krankheiten IST. Sogar das Urteilsvermögen im Sinne der Fähigkeit zur Entscheidung kann abnehmen.

Tolle Aussichten!

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Vorankündigung – mein neues Buch: Bewältigung chronischer Krankheiten und Depressionen

Vorankündigung – das neue Buch: Bewältigung chronischer Krankheiten und Depressionen

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Es ist soweit: das neue Buch der Autorin und Bloggerin Heike Führ wird in einigen Tagen auf den Markt kommen. BEWÄLTIGUNG einer chronischen Erkrankung, Bewältigung von Depressionen und der Umgang mit diesen: das ist das Thema des Buches. Die Autorin, selbst an MS erkrankt, nutzt ihre Erfahrung als erfolgreiche Bloggerin und den damit verbundenen vielfältigen Kontakten zu chronisch Kranken und bereichert das Buch mit fachlichen Informationen rund um Depressionen, über das Erschöpfungssyndrom (Fatigue), das auch bei vielen Krebspatienten auftritt und über chronische Krankheiten im Allgemeinen.
Sie zeigt Bewältigungsstrategien auf und untermauert diese mit wertvollen pädagogischen Erklärungen und vermittelt somit nicht nur Bewältigungsstrategien für schwer Erkrankte, sondern auch für das Leben an sich!
Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Angehörigen chronisch Kranker – ihnen ist ein komplettes Kapitel gewidmet, denn die Erkrankung betrifft auch immer das soziale Umfeld des Betroffenen.
Ein Ratgeber für den Weg zu einem erfüllten Leben, untermalt mit vielen farbigen Fotos und Sprüchen.

Buchdaten:
Heike Führ
Bewältigung chronischer Krankheiten und Depressionen / Für Angehörige und Betroffene
Verlag: BoD
ISBN 9783739245331
228 (23 farbige) Seiten
12,99€

* Smiley, mein kleiner Hunde-Therapeut

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Es ist sicher unumstritten, dass Tiere heilende Wirkung auf den Menschen haben, auch wenn es immer noch wissenschaftlich als schwer nachweisbar gilt.
Wichtig ist sicherlich, dass der Patient für sich selbst eine Wirkung spürt, oder zumindest wieder stabiler wird.
Tiere spenden Trost und helfen, einen strukturierten Tagesablauf wieder zu finden, sie fordern Beachtung, brauchen Pflege und Liebe und geben Liebe und wertfreie Treue im Überfluss zurück.

Allgemein profitieren Hundehalter gesundheitlich von ihren Vierbeinern, da sie bei Wind und Wetter hinaus müssen, um ihrem Tier – und damit sich selbst – Auslauf zu verschaffen. Davon profitieren nicht nur Herz und Kreislauf, sondern auch das Immunsystem und das ist gerade für MS-Patienten von Vorteil. So helfen beispielsweise speziell ausgebildete Hunde auch Rollstuhlfahrern, ihren Alltag besser zu meistern.

Aber nicht nur die rein praktische Hilfe ist erwähnenswert, sondern auch die emotionale Hilfe. Die bloße Anwesenheit eines geliebten Haustieres kann neben Lebensfreude, Spaß und Nähe, auch Trost spenden und wohltuend auf die Psyche des Patienten einwirken, als auch als Antrieb zur Auseinandersetzung mit eigenen Problemen dienen.

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Ich durfte selbst erleben, wie mir mein noch recht „neuer“ Hund in einer schwierigen gesundheitlichen Phase und während des kräftezehrenden Widerspruchsverfahren der RV treu zur Seite stand, die Prioritäten verrückte und mir somit wieder Freude und Zuversicht in meinen Alltag brachte. Ohne Smiley, die Ablenkung, Abwechslung durch ihn, seine unglaublich liebevolle, sanfte und loyale Art hätte ich die letzte “heiße” Phase des Widerspruchsverfahrens sicher nicht so psychisch unbeschadet überstanden.

Denn auch negative Gefühle können mit einem Haustier gemeinsam auf einer besonderen Ebene verarbeitet und somit aufgelöst werden.

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Auch bei Menschen, die an Stimmungsschwankungen oder Depressionen leiden, können Tiere teilweise therapeutische Hilfe leisten.

Ein Vierbeiner kann eine gewisse Antriebslosigkeit und mangelndes Selbstvertrauen eines Patienten hilfreich beeinflussen, da sich der Betroffene für seinen „Mitbewohner“ verantwortlich zeigt – zeigen muss – und somit seine oft selbst gesteckten Grenzen plötzlich wieder übertreten KANN.
Ich war z.B. mittlerweile sehr unsicher, was das Gehen betraf, stolperte und stürzte viel und traute mich alleine kaum noch weiter, als bis zum Auto oder andere vertraute Punkte. Dursch Smiley funktionierte es ganz “plötzlich” und spontan wieder, dass ich mir auch etwas längere Strecken zutraute. Damit wuchs nicht nur mein Selbstbewusstsein, sondern auch meine körperliche Stabilität.

Die Verbundenheit zu meinem Hund, die ich kennenlernen durfte, ist einmalig und wohltuend, ein Segen und unsagbare Hilfe im Alltag. Emotional und physisch.

Sicherlich macht ein Hund auch viel Arbeit, aber das ist wie mit eigenen Kindern: die Liebe und das, was man zurück bekommt, gleicht alles wieder aus. Und absolut in Kauf zu nehmen.

Eine Therapie der besonderen Art, gespickt mit viel Wärme, Zuneigung, Freude und herzhaftem Lachen. Nicht zuletzt auch über sich selbst.

20130711 171147 225x300 - * Smiley, mein kleiner Hunde-Therapeut  ©Heike Führ/multiple-arts.com