MS und Infekte – das passt meistens nicht gut zusammen! 🙁
Warum es sehr wichtig sein kann, sich vor Ansteckung zu schützen, erfahrt Ihr hier:
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Video: HERBST-Depressionen
https://www.youtube.com/watch?v=X_nvZJNsslY&feature=youtu.be
Es gibt 2 wichtige Arten der Depression bei MS:
reaktive Depression und die organische Depression, sowie hormonelle Störungen
– reaktive Depression:
Belastungen einer chronischen Erkrankung (vor allem, wenn sie sich voraussichtlich eher verschlechtern und bleibende Behinderungen mit sich bringen) – diese lösen oftmals eine Depression aus. (auch Erschöpfungs-Depression).
– organische Depression:
Die MS ruft mitunter selbst Depressionen hervor, denn bei dieser „dualen Erkrankung“ werden Myelin und Nervenfasern im Gehirn durch entzündliche Prozesse geschädigt, langfristig abgebaut und hinterlassen oft bleibende Beeinträchtigungen. Eine Schädigung der Bereiche des Gehirns, von denen die Emotionen gesteuert oder beeinflusst werden, kann eine Vielfalt von psychischen Symptomen sowie auch Depressionen zur Folge haben.
Des Weiteren können Depressionen als Nebenwirkung verschiedener Medikamente (beispielsweise Kortison) auftreten.
Fragen, die man sich selbst stellen kann:
Können Sie sich noch freuen?
Neigen Sie in letzter Zeit vermehrt zum Grübeln?
Plagt Sie das Gefühl, Ihr Leben sei sinnlos geworden?
Fällt es Ihnen schwer, Entscheidungen zu treffen?
Fühlen Sie sich müde, schwunglos?
Haben Sie noch Interesse an irgendetwas?
Haben Sie Schlafstörungen?
Haben Sie wenig Appetit, haben Sie Gewicht verloren? (oder zugenommen)
Haben Sie Schwierigkeiten in sexueller Hinsicht?
Spüren Sie irgendwelche Schmerzen, einen Druck auf der Brust?
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Viele Infos rund um die Depression, Krankheitsbewältigung und einem Sonderteil für Angehörige in meinem Buch:
Buchdaten:
Heike Führ
Bewältigung chronischer Krankheiten und Depressionen / Für Angehörige und Betroffene
Verlag: BoD
ISBN 9783739245331
228 (23 farbige) Seiten
12,99€
*MS – was bist du nur?!?
MS – was bist du nur?!?
Es gibt Tage, da nehme ich die MS in Kauf. Hallo MS. Da bist Du – ich muss Dich nicht mögen – aber ich nehme Dich mit auf in mein Leben.
Es gibt Tage, da mag ich die MS nicht.
Und es gibt Tage, da hasse ich sie.
Zu heftig??? Weiterlesen
*Kinder von MS´lern – eine ganz besondere „Gattung“, die vielleicht besondere Generation
Oft habe ich an Hand meiner beiden mittlerweile erwachsenen Kinder schon beschrieben (http://multiple-arts.com/kinder-von-mslern/) wie wertfrei Kinder mit einem Elternteil, das an einer chronischen Krankheit leidet, aufwachsen können. Sie erleben zwar hautnah mit, was es wirklich bedeutet, chronisch krank zu sein, aber sie reifen daran auf ganz besondere Art und Weise. Und schließlich und endlich haben sie keine Wahl: sie wurden (entweder bewusst nach der Diagnose, oder noch vor der Diagnose) in diese Familie hineingeboren. Es ist ihr Schicksal. Sie können diesem sowieso nicht entfliehen – das heißt, alle Beteiligten müssen das Beste daraus machen. Warum dann nicht gleich das Allerbeste J und wundervolle junge Erwachsene heranziehen?! 🙂
Bei fast allen älteren Kindern von MS`lern konnte ich eine besondere Sensibilität feststellen, ein früheres Reifen – das aber nicht negativ war, sondern einfach wertfrei „nur“ reifer..! Verständnisvoller vielleicht. Das bedeutet nicht, dass ein Kind von chronisch Kranken keine normale abgedrehte Pubertät durchlaufen würde (das bleibt den Wenigsten erspart, was aber auch seine Richtigkeit hat), sondern sie bekommen ein besonderes Gespür für andere Menschen und deren Bedürfnisse.
Anmerken möchte ich aber auch, dass es leider auch andere Fälle gibt, ohne auf die Problematik hier eingehen zu wollen. Dieser Text soll als Mutmacher verstanden werden. 🙂 Weiterlesen
Video: “Der Schein trügt!”
Video: GERINGE Belastbarkeit – körperlich und seelisch!
https://www.youtube.com/watch?v=Blik9je8T-Y
Eine geringe Belastbarkeit ist dann vorhanden, wenn psychische und/oder physische Belastungen des normalen Alltags nicht ohne größere Anstrengungen (Kraftaufwand), oder gar nicht mehr gemeistert werden können. In der Regel geht eine geringe Belastbarkeit auch mit einer allgemeinen Schwäche einher. Allerdings kann sie aber auch als einzelnes Krankheitssymptom auftreten.
Bei MS ist die geringe Belastbarkeit ein großes und zum Glück auch anerkanntes Symptom, das sich ebenfalls, wie die meisten kognitiven Einschränkungen, zunächst unauffällig einschleichen kann.
Umgekehrt ist es aber auch möglich, erst durch die Entwicklung einer Erkrankung eine geringe Belastbarkeit zu entwickeln.
Die Ursachen sind leider vielfältig. Meistens ist der Betroffene dann weniger belastbar, wenn er durch eine Krankheit geschwächt ist. Allerdings können sogar Übergewicht und psychische Störungen, Depressionen, ein sich ankündigendes Burnout-Syndrom oder Herzkrankheiten zu einer geringeren Belastbarkeit im Alltag führen.
…. Weiteres im Video und im Buch “Gedächtnisstörungen bei MS” / Kognitive Leistungsstörungen
*Mit Wehmut betrachtet – und den Blick doch nach vorne richten
Neulich sah ich eine Gruppe Schulkinder vor meinem Haus auf dem Fahrrad vorbeifahren – begleitet von einem Verkehrspolizisten und mich ergriff die Wehmut.
Wehmut auf Vieles: auf meine unbeschwerte Kindheit, auf die Kindheit meiner Kinder und damit auch auf eine gewisse Sorglosigkeit und Wehmut um das, was ich einmal konnte und was mir auf Grund der MS abhandengekommen ist.
Wehmut bezeichnet ein Gefühl zarter Traurigkeit, hervorgerufen durch Erinnerung an Vergangenes. Die Vergangenheit bleibt ein Quell bittersüßer Freude. Das ist die Theorie – die Praxis ist manchmal mehr als bittersüß. Sie schmerzt zeitweise. Mal mehr, mal weniger.
Fahrradfahren erlernte ich- wie auch das Skifahren – schon sehr früh, ich war aktive Leistungsschwimmerin, erklomm 4000er Berge mit Seilschaft und hing quer über wundervollen Gletschern. Zu ferner Zeit meint man. Aber nein – selbst als junge Erwachsene und Mutter meiner Kinder, sogar bis vor knapp 8 Jahren noch war Sport eines meiner Ventile. Bewegung, auspowern, meinen Körper spüren: ich war in der Balance und gerade Fahrradfahren war das geringste Problem.
2 Wörtchen änderten Vieles: MS!
All das eben Beschriebene schaffe ich nicht mehr. Definitiv nicht mehr. Ich habe an Lebensqualität so einiges eingebüßt und habe damit gerungen.
Mittlerweile genieße ich mein „Rentner-Dasein“, mein Schreiben und Bloggen und die daraus entstandenen Projekte. Ich kann Vieles im Liegen tun, was notwendig ist, weil mein Körper seine Pausen aufs Höchste einfordert. Ich habe gelernt, ein Energiemanagement zu betreiben und behaupte nun, nachdem ich auch ohne Basistherapie bin und es mir dadurch deutlich besser geht: ich liebe mein Leben. Ich liebe meine Arbeit, die mich fordert und fördert, die meine Synapsen verknüpft und mir damit hilft, mich geistig fit zu halten.
Ich liebe nicht, dass ich mich körperlich nicht mehr so betätigen kann, wie ich es möchte und doch liebe ich mein Leben. Ich habe mich arrangiert. Ich habe mich angepasst, ohne unterwürfig zu sein, denn ich fordere die MS noch oft genug heraus. Aber ich hänge nicht fest in der Vergangenheit – ich betrachte sie und oft auch mit Wehmut. Ich blicke auch nach vorne, auf das, was sich mir noch bieten kann, was noch kommen kann und was mich ausfüllt.
Ich werde der MS niemals dankbar sein, weil ich einfach nicht weiß, ob ich nicht auch ohne MS so weit gekommen wäre…. anders, aber auch erfüllend… Das weiß einfach niemand.
Aber ich nehme die MS an –mit all ihren Tücken und Facetten, mit ihren Fratzen und ungebetenen Gästen wie Fatigue und Uthoff. Manchmal verzweifle ich auch und bin sehr traurig – aber das gehört zum Leben.
Licht und Schatten, Wolken und Sonne.
Wehmut darf sein, Traurigkeit darf sein – aber es darf mir nicht den Blick auf die Zukunft und die schönen Dinge in meinem Leben verbauen. Ich muss wieder aufstehen und merke, dass ich es schon ganz automatisch tue. Hallo Tanz durchs Leben; Hallo MS und Hallo Zukunft! Ich komme! ©2016 Heike Führ/multiple-arts.com

WAS ist MS? Ein Video erklärt es :)
https://www.youtube.com/watch?v=xo_2uIw5TEI
Das Video soll zur Aufklärung über MS dienen. Sowohl für Betroffene, als auch für deren Angehörige.
Da MS auch die Krankheit der 1000 Gesichter genannt wird, da sie bei jedem MS`ler anders verläuft, bin ich sehr froh, dass sich viele Gesichter zur Verfügung gestellt haben hier mitzuwirken. Ganz lieben Dank dafür.
MS ist die Abkürzung von Multiple Sklerose. Statistisch gesehen tritt der erste Schub im Alter zw. 20 und 40 Jahren auf; zu 2/3 Frauen. Leider können Kinder ebenfalls von MS betroffen sein – Das ist aber zum Glück eher seltener.
Die Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Erkrankung des Nervensystems, die ganz unterschiedlich verlaufen kann. Sie ist eine im Gehirn und Rückenmark verstreut auftretende Entzündung. Man kann sie neben der Lumbalpunktion (Nervenwasser) auch im MRT sichtbar machen. Die entzündeten/vernarbten Läsionen/Herde sind als weiße Flecken zu erkennen. Das Gehirn stellt eine Art Schaltzentrale dar, in der Signale über das Rückenmark zum Körper gesendet oder von dort empfangen werden;
Diese werden von verschiedenen Nervenfasern geleitet, die ähnlich wie elektrische Kabel von einer Schutz- bzw. Isolierschicht umgeben sind. Diese Schutzschicht besteht aus einem Stoff, der Myelin genannt wird.
Mehr Info im Video…
*Ein Installateur – und Fatigue mit Spastiken
Wie kann man es einem gesunden Menschen erklären, dass man nach dem Handwerker-Besuch eine dicke fette Fatigue hatte und dies gepaart mit Spastiken in den Beinen?
Wie kann man es sich selbst erklären, dass man so reagiert – nein, nicht „man“, sondern der MS-Körper! Das ist der kleine, aber so feine Unterschied. Das ist der Unterschied, der es ausmacht, dass man sich nach einem reparierten Spülbecken-Wasserhahn völlig erschöpft und ausgelaugt, ausgewrungen und erschlagen – wie nach einem Doppel-Marathon – hinlegen muss.
Was ist es, das unser MS-Hirn so wahnsinnig erschlägt???
Bei genauem Hinsehen ist es fast einfach: es ist das Reden und Erklären, dabei stehen und noch dazu immer mal vom Keller bis ins 1. Obergeschoss zu „laufen“, um weitere reparaturbedürftige Stellen zu „beauftragen“. Es ist das alles zusammen…. Es ist das Multitasking, das Konzentrieren und sich dazu mehr als gewohnt bewegen müssen.
Es ist MS – es sind die Symptome der MS, die nicht sichtbar sind, sonst hätte mich der wirklich überaus freundliche junge „Klempner“ nicht durchs Haus „gescheucht“! J
Ich erkläre dem jungen Mann, dass ich mich mal hinlegen müsse, da ich MS habe… Und doch musste ich natürlich immer wieder – von ihm gerufen – etwas begutachten. Eigentlich normal und nicht weiter auffallend. Aber mit Symptomen wie Fatigue und Kraftlosigkeit ist es mehr – es haut mich anschließend um, es ist wieder der mir nur allzu bekannte Tsunami, der über mich hinwegfegt und dem ich ausgeliefert bin. Einfach so – und das, obwohl ich heute nichts weiter getan habe, als anwesend sein… Ein Jammerspiel und ein Moment, in dem ich die MS nicht mag.
Noch nicht einmal einen Handwerker-Besuch überstehe ich unbeschadet! Das macht mich wütend! Sehr wütend! Und verzweifelt! Manchmal frage ich mich, was ich überhaupt noch „kann“! L Aber dann, mit etwas Abstand und überstandener Fatigue, mit wieder spürbaren und weniger schmerzenden Beinen – da spüre ich, dass ich viel mehr bin, als diese blöden MS-Symptome! Ich bin ein Mensch mit Qualitäten, anders eben, aber ich BIN! Und das lasse ich mir von der MS nicht nehmen! J Hallo MS; Hallo Tanz der spastischen Beine; Hallo Fatigue und Hallo Leben – ich stehe wieder auf und komme! ©2016 Heike Führ/multiple-arts.com
Video zur Fatigue
Ich habe wieder ein kleines Video gedreht, um Euch die Fatigue genauer zu erklären 🙂
Hier gehts lang: –>
