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Belastbarkeit – wo bist Du???

Immer wieder stelle ich fest und höre dies auch von anderen chronisch Kranken, dass wir nicht mehr so belastbar sind, dass wir dem „Druck“ nicht mehr gut Stand halten könne, schneller entkräftet und erschöpft sind und feststellen, dass wir einfach nicht mehr „die Alten“ sind. Die, die wir einmal waren – lange vor der Erkrankung, in einem Leben voller Tatendrang, strotzend vor Kraft und Energie.

Mir wurde das neulich bewusst, als meine Mutter im Rahmen des MS-Blogger-Projektes „Einblick“ vor der Kamera interviewt wurde und zugab, dass sie mit meiner Veränderung der extrem umtriebigen und kraftvollen Frau zur Fatigue-Geplagten nur schwer umgehen konnte, zumal es recht plötzlich so kam.

Ja, wo ist meine alte Energie?

Warum kann ich manchen Anforderungen einfach nicht mehr so gut Stand halten?

„Unter dem Begriff Belastbarkeit werden in der Psychologie sowohl die physischen als auch psychischen Ressourcen bezeichnet, die eine Person mobilisieren kann um auf objektiv einwirkende Stressoren zu reagieren. Die Fähigkeit zur Nutzung dieser Ressourcen wird als Resilienz bezeichnet. (Angelehnt an: https://de.wikipedia.org/wiki/Belastbarkeit_(Psychologie))

Wo also ist meine/unsere Widerstandsfähigkeit geblieben, mit den normalen Stressoren des Alltags sinnvoll und kraftsparend umzugehen?

Wo ist unsere Energie geblieben, unser Aufbegehren und die psychische und physische Gelassenheit, den Widrigkeiten zu strotzen, sich ihnen klar entgegen zu stellen und sie GUT zu überwinden.

Wo ist der Punkt, seitdem wir keine neue Kraft mehr schöpfen konnten?

Ich glaube, ich weiß, wo all dies steckt: in den unzähligen Flecken in unserem Gehirn. Vernarbt, zerstört – und in durchtrennten Nervenleitbahnen, deren Schutzschicht sich schon längst aufgelöst hat.

Ein Autoimmunkampf tobt in unserem Körper und nimmt uns nicht nur körperliche Fähigkeiten, die einem Gesunden so selbstverständlich erscheinen, wie Sehen, Laufen und Kraft, sondern auch damit einhergehende Fähigkeiten, wie kognitive Störungen (z.B. Erinnerungsvermögen), Energie und so weiter – und beschert uns Fatigue, Depressionen und Energielosigkeit höchsten Ausmaßes.

Wenn ich das bedenke, dann wundert es mich nicht mehr, wo meine frühere Kraft abgeblieben ist, wo meine Fähigkeit geblieben ist, allen Widrigkeiten stand zu halten und hoch erhobenen Hauptes aus ihnen hervor gegangen zu sein: mitten im Gehirn sind sie stecken geblieben – unschön gestoppt, massiv unterbrochen und unaufhaltsam entgleist.

So ist das! MS ist unerbittlich und hat 1000 Gesichter und dazu gehört auch, dass man auf Grund eins oder mehrerer dieser 1000 Gesichter nicht mehr so belastbar ist, wie man es von früher von sich kennt/kannte….

Ein sehr unschönes Symptom der MS, denn es betrifft den Alltag sehr umgreifend, es verhindert manchmal das lebendige Leben… Und beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich. Es begräbt uns zeitweise – zusammen mit den vernarbten Flecken im Gehirn…. Einem Schrotthaufen als Vernarbungen und Zerstörungen gleich. Und doch stehen wir immer wieder auf, denn wir haben keine Wahl: wollen wir unser Leben genießen, dann MÜSSEN wir nach vorne schauen, müssen die Symptome annehmen und versuchen, das BESTE aus der Situation zu machen… Wir üben uns in Resilienz… Hallo MS; Hallo Leben und Hallo verschwundene Belastbarkeit! ©2017 Heike Führ/multiple-arts.com

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