Archiv für den Monat: Dezember 2014

*SCHNEE – und 1000 Gefühle

 

Die Frau wachte auf nach einer nicht guten Nacht – wie üblich hatte sie nicht gut geschlafen. An Durchschlafen ist seit Jahrzehnten nicht mehr zu denken, an ein gutes Einschlafen ebenfalls nicht und an eine gute Schlafqualität erst recht nicht. Sie hat sich daran gewöhnt. Wie an so Vieles.

Sie hat MS. MS hat 1000 Gesichter, unter anderem hat sie die Fratze des Nicht-Schlafen-Könnens.

Diesmal wird sie von einem unbekannten Geräusch geweckt und muss sich und das Geräusch erst einmal sortieren.

Kehren?
Nein: ein Schneeschieber.

Sie sitzt aufrecht.
Hallo WACH! Ein was? Ein Schneeschieber?!

Erschöpft lehnt sie sich zurück. Ein Schneeschieber.

Die Frau steht auf und schaut aus dem Fenster.

 

  *Die Nachbarin ist fleißig und schiebt den frisch gefallenen Schnee von ihrem Gehweg weg.

 

Die Frau  weiß, dass sie das auch noch vor sich hat. Aber das ist nicht allein das Problem.

 

  *Wieso überhaupt ist Schnee ein Problem? Schnee ist doch etwas Wundervolles: Kinder rennen hinaus und singen: „Es schneit, es schneit…!“, es liegt eine friedliche Stille ganz in weißer Pracht über den Dächern des Vorortes und manch Hund hüpft vergnüglich durch den Schnee. Ein Paradies.

 

Die Frau zittert. Sie wird gerade überflutet von all der Pracht und gleichzeitig fühlt sie sich wie gelähmt. Schnee, dieses weiße Sternenglitzern, dieses feine Gebilde, es hat auch eine andere Seite.

Eine gefährliche Seite und diese lauert schon. Es lauern unsicheres Gehen, es lauern Ausrutschen und Angst. Angst vor dem Laufen, Angst vor Glatteis, Angst vor einem Sturz.
Und es lauern all diese vielen Emotionen und Eindrücke auf einmal. Sie luken um die Ecke mit ihren Fratzen. Bedrohlich.
Und die Frau fragt sich, warum sie jedes Mal bei Schneefall solchen Fratzen entgegen blicken muss.

Sind es die ohnehin beschädigten Nerven, die sie so dünnhäutig werden lassen?
Ist es die berühmte „Angst vor der Angst“? Ist es übertriebene Angst? Sind es die gemachten Erfahrungen, die sie so zittern lassen?

Die Frau ist optimistisch und schaut nach vorne. Sie wagt sich hinaus und trifft auf die Nachbarin.

 

  *Die Nachbarin begrüßt sie freudestrahlend und sagt sofort: „Ist das nicht herrlich? Solch ein toller Schnee!!!“ Sie strahlt wie ein kleines Kind, sie schiebt und schippt den Schnee, sie vollführt den Schneetanz.
Sie sieht die Frau und wundert sich: alle Welt freut sich über den Schnee, warum schaut die Frau so ängstlich?
Sie blickt auf das Schuhwerk der Frau: dies ist solide und ordentlich. Soll sie sich doch nicht so anstellen! Die Frau ist schließlich noch jung, da kann man doch mal den Schnee wegkehren.

 

Die Frau nimmt den Schneeschaber und legt los. Stück für Stück, Schritt vor Schritt. Sie ist angestrengt und bemüht sich doch, der Nachbarin gegenüber höflich zu sein.
Die Frau ist froh, wenn ihr Mann wieder zurück ist und den nächsten Schnee-Ansturm beseitigen kann.
Sie spürt, wie ihre Kraft nachlässt – Schnee wegkehren ist Höchstleistung für sie und sie weiß, sie muss sich gleich wieder hinlegen.

  *Die Nachbarin plaudert munter weiter und wundert sich immer mehr. Die Frau ist doch sonst nicht so wortkarg. Was ist da los? 

Die Frau schafft es, den Gehweg frei zu schaufeln. Sie schafft es ebenso, gute Miene zu machen und sie schafft es auch, ohne auszurutschen, ohne hinzufallen, ohne zu stolpern und ohne Aufsehen ins Haus zurück zu gelangen.
Erschöpft nimmt sie ihre nasse Kleidung wahr und weiß, sie muss sich noch umziehen. Mit letzter Kraft nimmt sie noch diese letzte Hürde, bevor sie sich auf die Couch fallen lässt.

Schnee. Ein Geschenk des Himmel, eine Freude für Kinder und für einen MS`ler ein Drama, das kräftezehrend ist: für die Psyche UND den Körper und das wieder einmal zeigt, dass MS kein Kinderspiel ist.

  *Die Nachbarin schaut ihr hinterher und plötzlich dämmert es ihr. Diese Frau ist krank. Man sieht es nicht. Aber sie wusste es und hat es vergessen.
Die Nachbarin nimmt ihren Besen und kehrt den Gehweg der Frau noch einmal komplett frei.
Die Nachbarin weiß, dass sie morgen früh den Weg sofort mit kehrt.

 

Die Frau erwacht am nächsten Morgen von dem nun bekannten Geräusch und steht auf, mit müden Knochen und den altbekannten Emotionen, die immer die 1000 Fratzen der MS im Gepäck haben und überlegt, wie sie ihren Tagesablauf plant, wenn sie den Gehweg nun kehren muss. Sie geht ans Fenster und blickt auf einen gekehrten Weg. Die Nachbarin hat ihn stillschweigend mitgekehrt.

MS – 2 Buchstaben, eine ganze Welt und ein fürsorgliches miteinander. Manchmal, aber immer wieder.
Hallo MS, hallo Leben, hallo Hilfsbereitschaft.  ©2014 Heike Führ/multiple-arts.com

 

 

*Ein Glas voller schöner Dinge

 Ein Glas voller schöner Dinge

Multiple Sklerose verarbeiten

9kA - *Ein Glas voller schöner Dinge

Foto: beth retro photography

Ich hatte vor langer Zeit einmal davon gelesen und dann hat mich eine Freundin wieder auf die Spur gebracht: man kann sich ein schönes Bonbon-Glas mit guten Wünschen und schönen Erlebnissen füllen.

Hoffnungslosigkeit entfliehen

Die Idee, die dahinter steckt, ist simple: oft ist man traurig, depressiv, ängstlich, oder ohne Hoffnung.

Das sind, solange sie nicht bedenklich abrutschen, normale Gefühlsschwankungen eines Jeden und bei chronisch Kranken tritt dies noch gehäufter auf. Verständlicher Weise, denn sie müssen tagtäglich mit den Symptomen und Beeinträchtigungen der Krankheit umgehen. Manchmal gelingt dies besser,manchmal schlechter.

Aber im besten Fall hat jeder auch seine guten, schönen und außergewöhnlichen Erlebnisse, Situationenund Gefühle.

Momente und Augenblicke voller Genuss, Glück und Zufriedenheit.

Wenn man sich deren bewusst wird, sie sich auch bewusst macht, dann kann man versuchen, sie fest zu halten.

Bewusstmachen von schönen Momenten

Manche Situationen kann man per Foto festhalten, andere nur in Gedanken. Und jeder wird es kennen,dass schöne Erlebnisse auch nachhaltig gut tun und sogar prägen.

Um sich für die nicht so guten Tage einen Vorrat an Glücksmomenten zu schaffen, wird von
Psychologen empfohlen, sich diese aufzuschreiben.

9kA - *Ein Glas voller schöner Dinge

Man kann sie auf bunte Papierchen schreiben, man kann diese verzieren, oder auch bemalen.
Wenn man diese Zettelchen dann in das dafür vorgesehene Bonbon-Glas steckt,
kann man sich im Laufe der Zeit viele glückliche Momente sammeln und in Erinnerung bringen.

Glückliche Momente festhalten

Es wird empfohlen, wenn einem der Einstieg schwer fällt, abends damit zu beginnen: man kann den Tag Revue passieren lassen und sich einen oder mehrere schöne Augenblicke und Situationen aufschreiben und in das Glas legen. Das Bewusstmachen des SCHÖNEN an einem Tag ist psychisch gesehen sehr wichtig, denn so wird einem deutlich, dass ein an sich vielleicht grauer Tag doch auch seine Schönheiten, seine hellen Seiten, seine Faszination und etwas Wertvolles hatte. Ohne dieses genaue Hinschauen würde man vielleicht manchen wundervollen Augenblick schlicht und ergreifend übersehen und das wäre sehr schade. So kann man sich selbst aus einem tiefen Loch herausholen und den Blick mehr auf die positiven Dinge lenken, als in den Negativen zu verharren.

9kA - *Ein Glas voller schöner Dinge

Wahrnehmen des Positiven im Leben

Und man kann sich diese Zettelchen in all ihrer Fülle immer mal herausholen und kann sich an den erlebten und schönen Momenten erfreuen. Das Leben ist trotz schwerer Krankheit schön und lebenswert. Man vergisst es manchmal, weil man in seiner Trauer gefangen gehalten wird.

Lasst uns bunte Zettelchen schreiben, eintauchen in die Welt der Freude und somit die Trauer in den Hintergrund drängen! ©2014 Heike Führ/multiple-arts.com

2QA= - *Ein Glas voller schöner Dinge

Fotos Pixabay.com

Diesen Text findet Ihr auch in meinem Buch: “Die Reise zum Glück – Der Weg ist das Ziel!”

ZAA== - *Ein Glas voller schöner Dinge

Wenn Ihr immer über alle Neuigkeiten informiert sein möchtet,

klickt einfach den grünen FOLLOW-Button an, der sich über jedem Post befindet. 🙂

Dann bekommt Ihr immer eine Email, wenn es etwas Neues hier gibt, und seid direkt dabei, wenn es um Gewinnspiele geht!

Ein „Gefällt-Mir“  dürft ihr ebenfalls gerne hinterlassen 🙂

787be02203cd64d2e1b4e8c90d920876 624x579 - *Meine Name ist MS! Darf ich mich vorstellen?

*Meine Name ist MS! Darf ich mich vorstellen?

Meine Name ist MS! Darf ich mich vorstellen?

Mutiple Sklerose erklärt

Muss ich mich vorstellen? Denn diejenigen, die mit mir zu tun haben, kennen mich schon:

Mein Name ist Multiple Sklerose, mein Kurzname ist MS und meine Spitznamen sind vielfältig. Von MistStück, über Miese Sauerei oder Meine Sache … ist so Einiges dabei. Jeder hat seine eigene Beziehung zu mir und je nachdem, benennt er mich auch.

2Q== - *Meine Name ist MS! Darf ich mich vorstellen?

Die Ärzte, meist Neurologen, nennen mich Enzephalomyelitis disseminata.

Und ich gebe zu, so lang und unmöglich dieser lateinische Name ist, so unmöglich benehme ich mich auch häufig. Es ist meine Lebensaufgabe, sozusagen mein Job, es dem Körper, in dem ich heimisch bin, schwer zu machen. Deshalb mag mich eigentlich auch niemand. Aber irgendeinen Bösewicht gibt es schließlich überall. Und ein Geheimagent bin ich auch, da ich oft im Untergrund arbeite und agiere! Im Dienste der Pharmaindustrie!

2Q== - *Meine Name ist MS! Darf ich mich vorstellen?

 

Warum es mich gibt, weiß eigentlich so niemand genau. Es wird geforscht und gesucht, aber: so schnell kommt mir niemand auf die Schliche und so lange kann ich wüten. Manche Menschen versuchen, mit Medikamenten, die sehr heftig sind und schwere Nebenwirkungen haben, gegen mich anzukämpfen. Wieder andere sind der Meinung, dass mir einfach nicht bei zu kommen ist und sie verzichten auf Medikamente. Bei manchen helfen sie, bei anderen gar nicht.

Worüber sich aber alle einig sind, ist, dass ich nie schlafe. Ich bin ein Nimmersatt und immer wach. Ich bin nicht immer aktiv, aber ich bin da – mal leiser, mal lauter.

Z - *Meine Name ist MS! Darf ich mich vorstellen?

Worüber sich auch alle einig sind ist, dass ich eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems bin. Naja, sollen sie alle noch weiter forschen – ich bin da und zeige das meinem Besitzer auch.

Und weil ich ja kreativ bin, zeige ich auch nicht nur ein Gesicht, sondern tausend Gesichter, die meine Besitzerin Fratzen nennt, weil sie so vielschichtig und gemein sind.

Z - *Meine Name ist MS! Darf ich mich vorstellen?

Da ich sehr unberechenbar bin, schlage ich auch bei jedem Besitzer anders zu. Manche verfrachte ich direkt mal in den Rollstuhl, wieder andere lasse ich unter einer chronischen und anfallsartigen Erschöpfung (Fatigue) leiden und dem Nächsten verpasse ich Inkontinenz.

Manche MS-Besitzer sehen gar nicht krank oder behindert aus. Sie sagen dann immer, das sei Fluch und Segen. Fluch, weil man ihnen nicht ansieht, wenn es ihnen so richtig dreckig geht, sie Schmerzen haben oder völlig ausgelaugt sind; Segen, weil sie mich dann manchmal verleugnen können. Aber nur kurz, dafür sorge ich schon!!!

Ich bin wirklich ein Multi-Talent und vielseitig begabt. In der „freien Wirtschaft“ würde man mich mit Sicherheit zum Manager befördern. Geheimagent 007 sozusagen!

Ich biete nämlich ALLES: Zittern; Sehstörungen, sogar Erblindung der Augen;  taube Gliedmaßen; Koordination – und Gleichgewichtsstörungen; Probleme beim Stehen und Laufen, Inkontinenz, Spastiken; Schwindel; Kribbeln überall; Schmerzen verschiedenster Art; fies brennende Haut; kognitive Leistungsstörungen, wie Erinnerungsverlust, keine Konzentration, Vergesslichkeit uvm.; Kraftlosigkeit; Depressionen; bleischwere Beine (oder auch Arme/Kopf…); Schlafstörungen (z.B. erhöhte Müdigkeit, oder Ein- und Durchschlafprobleme); Sprachstörungen; Gleichgewichtsprobleme, oder ich lasse meine Menschen stolpern und hinfallen – oder mache ihre Hände so schwach, dass ihnen ununterbrochen etwas aus der Hand fällt. Oder mein Mensch hat das Gefühl, er würde auf Watte laufen, was aber nicht angenehm ist, sondern sehr verunsichernd. Oder er kann keine Kleidung auf der Haut ertragen, weil die Nervenleitungen fehl geleitet sind und er es als nicht auszuhaltende Einengung mit Schmerzen empfindet. Stechen auf der Haut, das gibt es auch oft…. Oder, was meinen Besitzer sehr plagt, das ist die Reizüberflutung. Er kann einfach nicht mehr so viele Reize gleichzeitig aufnehmen. Er sagt dann immer, dass er „verrückt“ würde – naja, er übertreibt, aber ich treibe ihn damit schon in den Wahnsinn. Er sieht dann plötzlich nichts mehr, kann sich kaum noch aufrecht halten.
Meine Güte, der stellt sich aber auch an!!! Muss sich dann immer gleich hinlegen. Naja, da hab ich meinen Job und Auftrag wohl gründlich erledigt! Ich bin tückisch und einfallsreich und mir fallen auch immer wieder neue Kapriolen ein. Niemand kann sich darauf verlassen, dass ein Symptom so bleibt, wieder weggeht, sondern es wird eher schlimmer!
Und manchen Menschen verderbe ich noch den Spaß beim Sex, weil sie Vieles nicht mehr spüren oder ertragen können!

9k= - *Meine Name ist MS! Darf ich mich vorstellen?

UND: mich bekommt man niemals mehr los. Wenn ich einmal da war und von dem menschlichen Körper Besitz genommen habe, dann bin ich stur und bleibe. Ein Stubenhocker sozusagen, der als ungebetener Gast sehr aufdringlich ist. Mir gefällt mein Dasein. Oft bringe ich auch noch „Herrn Uthoff“ mit, der gerade bei Wärme sehr heftige Auswirkungen auf den Körper meines Besitzers hat. „Frau Fatigue“ habe ich auch immer im Gepäck, das macht es interessanter.
Manchmal habe ich ein klein wenig ein schlechtes Gewissen, weil ich weiß, dass ich meinem Mensch das Leben zur Hölle machen kann. Er leidet. Er leidet, egal ob es sichtbare oder unsichtbare Symptome sind.

9k= - *Meine Name ist MS! Darf ich mich vorstellen?
Diese Menschen brauchen viel Mitgefühl von Anderen. Wenn sie liebevolle Hilfe, Beachtung und Respekt entgegengebracht bekommen, geht es ihnen etwas besser. Je nach meiner Laune, verhalte ich mich dann still, oder zeige dem Körper doch mal, wer der Herr im Hause ist. Das kann mein Mensch auch niemals abschätzen. Diese Überraschung behalte ich mir für ihn vor. Sicher kann er sich nie fühlen und das macht ihm Angst und macht ihn traurig.

Das ist mir egal, denn ich hinterlasse gerne bleibende Schäden, und Verzweiflung, manchmal gar Traumata.

Auf Eines habe ich aber verzichtet, das habe ich nicht nötig: ich bin nicht ansteckend!!!

Und man kann mit mir auch genauso lange leben, wie ohne mich. Ich mache das Leben des Besitzers nur viel anstrengender: das ist schließlich mein Job und den nehme ich ERNST!

Ich lasse mich auch nicht auf Kleinigkeiten herab – ich bin dominierend und mein Mensch spürt das.
Die Schutzhüllen der Nervenfasern, die ich unwiederbringlich zerstört habe, sind kaputt – da hilft keine Reparatur. Manche knabbere ich nur an – wenn ich gnädig bin.
Mein Mensch muss zur Kontrolle, ob ich wieder etwas Neues zerstört und hässliche Narben hinterlassen habe, ab und zu ins MRT! Aber ich bin schlau: auch dort sieht man nicht immer, wenn ich mal wieder gewütet habe. Mit mir ist es schließlich nicht einfach – das war nicht mein Auftrag! Mein Auftrag bedeutet eine lebenslange Gefangenschaft – gefangen ist der Mensch in seinem Körper mit meinen Zerstörungen.

2Q== - *Meine Name ist MS! Darf ich mich vorstellen?

Was ich noch erwähnen möchte: ich bin nicht „Muskelschwund“, ich bin nicht „Irgendwer“, ich bin nicht harmlos: ICH BIN MS – im Auftrag des Bösen und wenn es jemanden nicht so sehr erwischt hat, dann darf er sich freuen, denn ich kann nicht überall gleichzeitig sein! Manchmal vergesse ich auch jemanden – aber bitte nicht darauf ausruhen, sonst räche ich mich!
In diesem Sinne,
einen königlichen Gruß,
MS (Copyright 2014 Heike Führ/multiple-arts.com)

9k= - *Meine Name ist MS! Darf ich mich vorstellen?

Ihr wisst ja, dass ich absoluter Fan von CBD-Öl bin, da es mir so gut hilft:
Meine CBD-Öl-Empfehlung:
https://cbdwelt.de/ms

 MA cbdwelt 212x300 - *Meine Name ist MS! Darf ich mich vorstellen?

Wenn Ihr Fragen dazu habt, könnt Ihr mich gerne anschreiben 🙂

Und noch ein Hinweis: Manchmal dauert es ein klein wenig, bis das CBD seine Wirkung zeigt. Es wird davon ausgegangen, dass sich im Körper erst einmal ein gewisser CBD-Spiegel aufbauen muss. Bei manchen Menschensetzt die Wirkung sehr schnell ein, bei andern erst nach 4 Wochen…Und es gibt Untersuchungen, dass eventuell der „Omega 3 – Spiegel“ zu niedrig ist, aber es wird Omega 3 benötigt, damit manche Produkte vom Körper überbaut erst verstoffwechselt werden… Deshalb ist GEDULD gefragt, wenn man CBD einnimmt.

Mir hilft CBD vor allem gegen meine schreckliche Fatigue! Da ich nun eine völlig neue Lebensqualität habe, nenne ich es mein „persönliches Wundermittel“! ?

Ich nehme morgens 2 Tropfen dieses Öls: https://cbdwelt.de/shop/cbd-oel/2700mg-cbd-oel-vitadol-gold/ref/3/?campaign=https://cbdwelt.de/shop/cbd-oel/2700mg-cbd-oel-vitadol-gold/27

und je nach Bedarf (wenn nochmal ein großes Müdigkeits-Tief kommt) noch einmal 2 bis 5 Tropfen dieses Öls:

https://cbdwelt.de/shop/cbd-oel/1000mg-cbd-oel-vitadol-gold/ref/3/?campaign=https://cbdwelt.de/shop/cbd-oel/1000mg-cbd-oel-vitadol-gold/

  • Damit komme ich wunderbar zurecht! Meine Fatigue-Attacken sind nicht mehr täglich mehrfach präsent und wenn mich ein Fatigue-Anfall ereilt, ist er viel schneller vorüber!

Meine gesamte Konstitution und Kraft wurde dadurch verbessert, sowie auch meine Konzentrationsfähigkeit. Außerdem bin ich DEUTLICH entspannter! ?

Andere chronisch Kranke berichten, dass CBD ihnen beim Einschlafen, gegen Spastiken und Schmerzen und gegen Abgespanntheit hilft.

Erwiesener Maßen wirkt CBD auf jeden Fall anti-entzündlich, was bei MS ja einfach super ist!

#werbung ‚sponsored by cbdwelt.de

Wenn Euch dieser Artikel gefallen hat und Ihr immer über alle Neuigkeiten informiert

sein möchtet, klickt einfach den grünen FOLLOW-Button an, der sich über jedem Post

befindet. 🙂

Dann bekommt Ihr immer eine E-Mail, wenn es etwas Neues hier gibt,

und seid direkt dabei, wenn es um Gewinnspiele geht!

Wichtig!

Ich distanziere mich davon, dass das CBD–Öl ein gleichberechtigter Ersatz von Medikamenten sei. Ich teste für mich und berichte über meine Erfahrung und erzähle von den Erfahrungen anderer chronisch Kranker. Die Tests stützen sich nicht auf wissenschaftlich fundierte Ergebnisse. Das heißt, es sind ganz individuelle und intuitive Erfahrungsberichte Bei jeder ernsthaften Erkrankung ist natürlich ein Arztbesuch wichtig.

*Umgib Dich mit denjenigen, die derselben Mission folgen wie Du.

 

Nur ein Spruch? Nein, ein wahrer und inhaltsvoller Satz. Denn er bedeutet so Vieles und nimmt gerade bei Menschen mit chronischen Krankheiten eine besondere Präsenz ein.

Jeder Mensch sollte sich prinzipiell nur mit Leuten umgeben, die ihm gut tun. Nun ist das im Alltag nicht so einfach, denn man hat „Familie, die man sich nicht aussuchen konnte, man hat Nachbarn, Kollegen und viele Menschen um sich herum, wo keine Wahl besteht, sondern es eine Tatsache, eine Gegebenheit ist, sie zu treffen.

Man hat Lieblingskollegen, Lieblingsnachbarn, eine Lieblingsverkäuferin und selbst innerhalb der Familie bevorzugt man den ein oder anderen.

Freunde, so sagt man, kann man sich aussuchen. Aber auch das ist nicht die ganze Wahrheit, denn natürlich kann man sich nach vielen Jahren von bestimmten Freunden trennen, wenn irgendetwas schief läuft, aber einfach ist das nicht. Auch neue Freunde, die man kennen lernt und vielleicht zu Anfang ganz begeistert ist, wird man nicht mehr so schnell „los“, wenn sich herausstellt, dass es doch nicht so passt…

Im Endeffekt ist jedes „Kennen“ eine Art Beziehung, die unter bestimmten Etiketten steht. Man weiß, wie „man“ sich zu benehmen hat, wie man sich verhält und wie man so manchem Streit aus dem Weg geht.

Ich war jahrelang eher darauf bedacht, dass alles laufen soll und es sich schon findet. Mich von Freunden zu trennen, wäre mir nie in den Sinn gekommen. Ich dachte immer, ich würde gerne jeden auf seine Art mögen, auch wenn sie mir noch so verschroben vorkamen.

Das hat sich stark, sehr stark verändert und zwar mehrmals in meinem Leben. Zum letzten Mal vor einigen Jahren, als es mit meiner MS und der dazugehörigen Fatigue dermaßen bergab ging, dass ich es mit Arbeiten gehen und Haushalt nicht mehr geschafft habe, abends oder am Wochenende noch aus zu gehen. Vorher war ich ständig unterwegs, habe keine Party ausgelassen und war ein Tausendsassa. Das hat sich relativ schlagartig verändert, da es mir wirklich plötzlich so deutlich schlechter ging.

Irgendwann hat man mich schon nicht mehr gefragt, ob ich mitkommen möchte, was ja an sich auch schon sehr kränkend ist
Dann habe ich, wie viele von Euch, einige unschöne Dinge mit Freunden erlebt und bin vor allem bei einigen auf sehr großes Unverständnis bzgl. meiner MS gestoßen. Man hat mich nicht verstanden, man hat mir nicht geglaubt und gar noch unterstellt, ich würde simulieren.

Da, wirklich spätestens da, war mir klar, dass diese Menschen keine Freunde sind. Wahre Freunde, die ich heute noch habe, haben sich anders verhalten. Sicherlich konnten sie mein plötzliches verändertes Verhalten nicht wirklich begreifen und verstehen (zumal ich ja immer noch wie das „blühende leben“ aussah), aber sie haben mir geglaubt und haben auch an mich geglaubt und an unsere gemeinsame Beziehung.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich begriffen, dass der o.g. Spruch sehr wichtig und richtig ist und für mein Seelenheil unermesslich wichtig ist.
Von da an habe ich mich daran gehalten, habe rigoros Freunde aussortiert und mich jahrelang auch nur noch mit engen und wohlwollenden Freunden umgeben.
Selbst jetzt passiert es noch ab und zu, dass ich mich von Freunden trennen muss, weil ich tief in mir spüre, dass sie mir nicht gut tun.

Wenn ich mich stundenlang über Dinge wie „Haushalt“ unterhalten muss, weil eine Freundin sonst nichts in ihrem Leben hat und sie so gar nicht in meine Welt eintauchen kann, mag ich sie zwar noch, aber sie tut mir nicht gut. Sie nervt mich schlicht und ergreifend, raubt mir Energie und Kraft und es geht mir nach einem Treffen schlechter als vorher.
Die sanfte allmählich ausklingende Trennung tut mir heute noch weh, aber solche Menschen haben wirklich keinen Platz mehr in meinem Leben. Nach einem Treffen so ausgelaugt zu sein, vom „Nichts“, dass ich mich hinlegen muss und meine Nerven überreizt sind – das kann nicht gut für mich sein!

Also beschließe ich für mich, dass es für mich und meine MS, die mich sowieso schon so viel Kraft und Energie kostet, notwendig ist, mich auf die Menschen zu beschränken, die mir gut tun. Wo ein Geben und Nehmen herrscht, eine Ausgewogenheit, Friede und Gleichklang. Ich bin froh, dass es diese Menschen noch in meinem Leben gibt und hier genieße ich auch jedes Zusammensein und jedes Gespräch.

Manche Menschen behalte ich in meinem Herzen, aber sie haben keinen Platz mehr in meinem Leben.

Hallo MS, hallo Freundschaft, hallo LEBEN. Copyright 2014 Heike Führ/multiple-arts.com

*UNEHRLICHKEIT und Mobbing! Der neue Volkssport?

 

Ehrlichkeit bezeichnet die „sittliche Eigenschaft des Ehrlichseins (von „ehrlich“, ahd. „êrlîh“, mhd. „êrlîch“) und wird heute meist in der Bedeutung von Redlichkeit, Aufrichtigkeit, Offenheit, Gradlinigkeit und Fairness verwendet.“ (*Wikipedia)

 

UNEHRLICHKEIT ist also das Gegenteil davon.

Ich mache mir schon lange Gedanken darüber, warum es so viele unehrliche Menschen gibt. Warum sie lügen, Wahrheiten verdrehen und schlecht über andere reden.

Eines ist mir durch meine Recherchen klar geworden: wer oft unehrlich ist, hat ein Problem mit seinem Selbstbewusstsein und wer andere Menschen schlecht macht, vor allem bei anderen, der sie quasi verleumdet, hat erst recht ein Problem mit seinem eigenen Selbstwertgefühl – denn wir kann man es sich sonst erklären, dass ein Mensch Spaß daran findet, andere in den Dreck zu ziehen?!
Dass er natürlich auf ein Gegenüber stoßen muss, der ihm diese Unwahrheit abnimmt, ist ebenfalls logisch und auch für sich schon wieder interessant! Denn wer so einfach das Gesagte von einem Menschen glaubt, ohne zu hinterfragen, es annimmt und mitmacht, sich lustig über andere macht und vielleicht noch dazu richtet: derjenige hat ebenfalls ein Selbstwert-Problem und möchte vor allem eins: DAZU gehören! Scheinbar ist es ihm dann egal, wo er dazu gehört. Hauptsache, er gehört einer Gemeinschaft an, er wird, weil er der gleichen Meinung ist, akzeptiert und FÜHLT sich angenommen. Wie schnell sich dann so etwas in einer derartigen „Gemeinschaft“ ändern kann, wird er mit absoluter Sicherheit am eigenen Leib erfahren MÜSSEN, denn solche Gemeinschaften halten nie, was sie versprechen!

Wer chronisch unehrlich ist, oder immer wiederkehrend, ist nicht authentisch. Wer anderen nie die Chance gibt, sich zu einem „Problem“ zu äußern, seine Meinung abzugeben, ist ignorant und selbstbezogen und eines ganz sicher nicht: nämlich authentisch! Aber gerade diese Menschen stellen die Authenzität der Anderen in Frage, was es schwierig macht, in eine gute Kommunikation zu treten.

Und solche Menschen stellen sich grundsätzlich selbst nie in Frage, denn würden sie es tun, müssten sie über ihre eigene Unehrlichkeit nachdenken. Über ihre Verleumdung, ihr Hetzen und vielleicht auch ihr Mobben und müssten sich selbstkritisch begegnen.
Denn „Mobben“ wird es immer dann, wenn man es öffentlich tut und sich der andere nicht wehren kann.

Angst ist auch ein bedeutender Grund für Unehrlichkeit. Für das Mobben im Übrigen genauso. Eigentlich spiegelt solches Verhalten „nur“ die Angst vor einer möglichen Unsicherheit in irgendwelchen Situationen nicht zurechtkommen zu können, wider. Angst ist also oft ein Motiv, um ungerecht und unehrlich zu werden.
Wenn man genügend Selbstbewusstsein HÄTTE, müsste man keine Angst vor irgendwelchen Situationen haben, sondern man würde darauf zu gehen, auch mal abwarten und irgendwie zurechtkommen! Und sei es, indem man zugibt, sich hier und da nicht auszukennen oder sich in dieser Situation nicht wohl zu fühlen. Das nämlich zeugt von Größe und macht den Bekennenden noch authentischer und ehrlicher, noch sympathischer.

Ein ehrlicher und authentischer Mensch kann zu seinen Schwächen, Defiziten und auch Macken stehen, ohne sein Gesicht zu verlieren. Er kann zu seinen Ängsten und Sorgen, Befürchtungen und Nöten stehen.

Solch ein Mensch würde Andere niemals manipulieren oder sie nicht  täuschen. Und schon gar nicht würde er dies tun, um anderen zu schaden!
Leider ist diese Spezies sehr selten geworden. Und gerade im Internet, in Foren und sozialen Netzwerken ist die Gefahr groß, auf „Betrüger“ zu stoßen. Oft erkennt man dies erst im Nachhinein, wenn „das Kind in den Brunnen gefallen“ ist. Enttäuschung ist dann vorprogrammiert.

Aber auch hier gilt: man hat wieder etwas gelernt, etwas HINZU gelernt und mit viel Glück kann man diese Erfahrung als genau das verbuchen: als Erfahrung, die einen weiter bringt.
Das gelingt aber nur, wenn man mit sich selbst im Reinen ist, wenn man selbst authentisch genug ist, den Anderen nicht mehr nah genug an sich heran zu lassen. Man lässt unweigerlich Federn, wenn einem so etwas passiert, man zweifelt am Universum, dass es zugelassen hat, solche Exemplare zuzulassen 😉

Bücher : „Hallo MS“/ Rosengarten Verlag

ISBN: 978-3-945015-07-0

 

                                 „SEXUALITÄT– positive Tipps bei chronischen Krankheiten“ / BoD

ISBN: 9-783735-793997

*Ist es „nur“ VERGESSLICHKEIT? Kognitive Leistungsstörungen im MS-Alltag

Vergessen ist der Verlust von Erinnerung. Man vergisst über die Zeit hinweg immer wieder mal kontinuierlich etwas, wobei die Geschwindigkeit und der Umfang des Vergessens von vielen Faktoren abhängig sind. (U. A. vom Interesse, von der Emotionalität der Erinnerung und „Wichtigkeit“ der Information). Die genaue Funktion des Vergessens ist noch größtenteils ungeklärt.

Fakt ist, dass es sich bei MS bei der Vergesslichkeit um eine kognitive Leistungsstörung handelt.

Wenn sie ich verschlimmert, bezeichnet man sie als eine Beeinträchtigung der Denkleistung, die über das Normale, verglichen mit Alter und Bildung des Betroffenen, hinausgeht.

Der Betroffene ist meist um seine Gedächtnisleistung besorgt („Ich vergesse immer mehr!“), die aber auch von den Angehörigen wahrgenommen wird. Er neigt zum Grübeln bis hin zur Depressivität. Es liegen objektivierbare Gedächtnisstörungen vor. Außerdem kann es zu Defiziten der Sprache, des Planens und der räumlichen Vorstellung kommen. (*Wikipedia)

Eine Demenz (Demens „ohne Geist“ bzw. Mens = Verstand, de = abnehmend) ist eine degenerative Erkrankung des Gehirns, die mit Defiziten im kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten einhergeht und zu Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen führt. (*Wikipedia)

Bei MS kann das vielfältige Gründe haben.

Die kognitiven Defizite können eine erhebliche Beeinträchtigung der sozialen und beruflichen Funktionen verursachen und stellen eine deutliche Verschlechterung gegenüber einem früheren Leistungsniveau und somit auch der Lebensqualität dar. Denn man ist nicht mehr die Person, die man einmal war, mit der man selbst vertraut ist/war und die Andere kennen. Das verunsichert den Betroffenen und all die, die mit ihm zu tun haben. Unsicherheit, wie man mit seinen eigenen Defiziten umgeht auf der einen, und Unsicherheit des Gegenübers, wie er reagieren soll, auf der anderen Seite.
Nicht selten löst das große Ängste aus und kann auch, weil man sich schämt, zur sozialen Isolation führen. Deshalb sind soziale Netzwerke, Selbsthilfegruppen und natürlich kompetente Ansprechpartner, wie Ärzte und Therapeuten, so wichtig. Niemand muss sich schämen wenn er kognitive Leistungsstörungen hat. Aber leider ist die Akzeptanz, wie bei Vielem, das nicht der Norm entspricht, nicht sehr groß.
Wir mit unserer MS, oder andere chronisch Kranke, machen immer wieder die Erfahrung, dass es Menschen gibt, die uns meiden oder lieber gar nicht erst fragen, wie es uns geht. Dann müsste man sich ja mit uns und unserer Problematik beschäftigen und das verunsichert Viele, macht Platz für eigenen Ängste und diesen geht manch Einer lieber aus dem Weg! So, wie sich Viele nicht mit dem Tod beschäftigen möchten, regelrecht Panik davor haben, so ist das auch mit Behinderten und chronisch Kranken.

Bei mir ging das „Vergessen“ recht harmlos los: ich habe „mal“ was vergessen, konnte mich nicht mehr erinnern… Da sagte mir noch jeder, das sei normal – man hat ja „so viel um die Ohren“. Aber ich habe mich beobachtet und im Laufe der Zeit festgestellt, dass es nicht mehr „normal“ ist. Man hat ja immer den Vergleich zu gleichaltrigen Gesunden. Sicher vergisst jeder Mal etwas, aber bei mir sind es einfach zu viele Dinge. Oder, das wurde mir bewusst: meine Mutter hat sich mal beklagt, was sie alles vergisst und wie sehr es sie beeinträchtigt. Wir haben dann gemeinsam festgestellt, dass es bei mir fast genauso ist. Meine Mutter ist 75 Jahre alt!
Also machte ich mir Gedanken um meinen Zustand und recherchierte.

Wichtig ist auch hier die Offenheit. Sich selbst gegenüber, denn das Verdrängen dieses Symptomes ist nicht sinnvoll. Und wichtig ist die Offenheit Anderen gegenüber. Es ist schwer, sich einzugestehen, dass man eine Gedächtnisleistung eines 75-Jährigen hat, aber es hilft Anderen, damit umzugehen.

Ich schreibe mir nun noch mehr auf und lagere die Zettel alle an einem Ort, damit ich nicht auch sie noch suchen muss.

Wenn ich die Waschmaschine anstelle, weiß ich im Vorfeld schon, dass ich sie schlicht und ergreifend vergesse (da sie im Keller ist, höre ich auch kein Signal) und stelle mir nun immer deutlich einen Wäschekorb in den Flur: wenn ich daran denke….wenn…!!!

Einkaufszettel sind Pflicht, Kalender ebenso – möglichst noch mit Handy-Erinnerung und eine To-Do-Liste ist auch notwendig. Ich vergesse wirklich innerhalb von Minuten, was ich tun wollte.
Ich weiß nicht mehr, ob ich diesen und jenen Film gesehen habe und kann mich schon kaum an die Handlung erinnern. Dies alles gepaart mit schwerem Laufen, oder Nicht-Laufen-Können ist eine besondere neurologische Herausforderung, die uns MS`lern leider zu eigen ist. Wir können nicht mehrfach in den ersten Stock laufen, um nicht mehr zu wissen, warum wir dort hin gegangen sind, wieder runter gehen und das gleiche Spiel wiederholen. Wir müssen zusätzlich unsere Kräfte einteilen, was es komplizierter macht.

Wortfindungsstörungen, Probleme mit der Sprache (oft auch gekoppelt durch eine taube Mundmotorik) sind weitere Folgen kognitiver Leistungsstörungen.

Wenn man all dies im Gesamtpaket betrachtet – als komplexes Symptom, dann wundert es nicht, wenn wir uns manchmal hilflos, klein, unfähig und sehr deprimiert fühlen. Trost ist es, dass es zig MS`lern genauso geht, dass wir nicht alleine in unserem Dilemma sind und somit wissen, dass es innerhalb unseres Lebens schon wieder „normal“ ist, solche Störungen zu haben.

Wichtig ist, das Gehirn zu trainieren; mit lesen, schreiben, speziellen Übungen, (die oft auch im Internet angeboten werden), mit Sudoku und mit allem, was sich einem bietet. Manche MS`ler sind sehr kreativ und malen, oder musizieren, häkeln uvm.! All dies ist gut, weil unser Gehirn arbeiten muss, beschäftigt ist und sich so Synapsen verknüpfen können.

Und am aller Wichtigsten ist es, niemals aufzugeben, sich möglichst nicht zu schämen, offen und wertfrei über die Probleme zu reden. Manchmal muss man sich seinem Gegenüber auch mal „zumuten“, mal Klartext reden – ohne Schuldzuweisung, ohne Verbitterung, sondern einfach ehrlich….

Nur so können wir auf Verständnis hoffen…

Und die BITTE an alle Angehörigen wäre: bagatellisiert diese Störung nicht, denn sie nimmt uns Eigenständigkeit, unsere Authenzität und ein Stück unseres Selbstbewusstseins… Es ist nicht gut für uns, wenn man so tut, als wäre es normal, dann fühlen wir uns noch schuldig dazu…

Wie immer ist es die Gratwanderung, die für keinen Angehörigen einfach ist, die es im Endeffekt ausmacht: nicht bagatellisieren, aber auch nicht dramatisieren.
MitGEFÜHL, statt MitLEID und Hilfe, da wo es angebracht ist, ohne zu bevormunden.
Ein Balance-Akt für alle, die mit uns und unserer MS zu tun haben.
DANKE an all die Angehörigen, die sich mit uns auf diese schwierige Reise begeben. Copyright 2014 Heike Führ/multiple-arts.com

*WER SIEHT MEINE MÜHEN???

Wer sieht meine Anstrengung, die ich jeden Tag brauche, um aufzustehen und meinen Alltag zu leben und zu bewältigen?

Wer sieht, wie viel Kraft und Energie mich das an manchen Tagen kostet?

Wer sieht die fast übermenschliche Macht, die mich so oft be-hindern will…?

Wer sieht meine Erschöpfung?

Wer sieht meine gefühlte Reizüberflutung?

Wer sieht MICH???

Wer sieht mich NACH einem langen (oder normalen) Tag, wie ich all meine Kräfte verloren habe, mein Selbstbewusstsein, meine Authentizität und meine Selbstachtung?

Wer sieht mich dann als Häufchen Elend?

ICH sehe mich so und das tut weh!

Mein Mann sieht mich so und dies tut ihm weh und mir für ihn.

Wer ahnt, was wir täglich leisten?

Es ist müßig darüber nachzudenken – eines ist sicher: “The Show must go on!” Auch morgen werde ich wieder versuchen mein Bestes zu geben. Für MICH!
©HEIKE FÜHR/multiple-arts.com

*Der äußere Schein …. trügt!

MS und Authenzität …

Da nimmt die lustige Frage: “Wer bin ich, wo bin ich, wie viele bin ich und warum?” schon fast einen ernsthaften Charakter an.

Party,: Teilnehmende sind Freunde, die wissen, dass sie MS hat und Fremde, die logischer Weise keine Ahnung haben, dass die so oft lachende Frau, die noch dazu wie das “blühende Leben” aussieht, an einer unheilbaren Krankheit erkrankt ist.

*Von außen betrachtet sieht sie also erst einmal unversehrt aus. Vielleicht. Denn vielleicht wundert sich der ein oder andere Partygast, warum diese fröhliche Frau nicht die Treppen hinauf hüpft, fröhlich trällernd Richtung Toilette, sondern aus dem Lachen plötzlich eine verbissene Mimik wird. Warum braucht sie so lange und zieht sich mühevoll hinauf? Und wenn sie zurück kommt, hält sie sich krampfhaft am Treppengeländer fest und setzt wie ein Kleinkind einen Fuß vor den anderen. Unten angekommen, geht sie völlig `normal` Richtung Sitzplatz. Ok, sie wackelt etwas. Ob sie doch schon etwas zu viel über den Durst getrunken hat???

*Der Partygast vergisst diese Frau wieder, bis er sie an der Bar wieder trifft, wo sie sich krampfhaft am Tresen festhält. Doch betrunken? Naja, es sind halt merkwürdige Menschen auf der Party….

*Kaum wieder an ihrem Platz angekommen, lacht und scherzt sie. Ab und zu hat es den Anschein, dass sie …. Ja, was…? Etwas plagt? Hat sie Schmerzen? Nein, sie lacht ja..!

 

Innen drin, in dieser Frau, spielen sich Dramen ab, gepaart mit wilder Freude.

Freude, an solch einem Fest teilnehmen zu können, es die Treppe hinauf GESCHAFFT ZU HABEN, das Glas Sekt von der Bar zum Sitzplatz unversehrt transportiert zu haben.

Freude über die schöne Stimmung, Freude über einen momentanen fitten Zustand.

Freude, dabei zu sein. Freude, am Leben zu sein. Freude, mobil zu sein. Freude, gerade keine Fatigue zu haben.

Dramen, weil es anstrengend ist, diesen Schein zu wahren und sich somit auch die Frage stellt, warum sie ihn wahrt. Muss sie es? Ist es ihr zur Gewohnheit geworden?

Unsinnige Gedanken, sagt sich die Frau: jetzt bin ich hier, jetzt feiere ich.

Aber, sagt sich die Frau, es ist schwer für sie. Es ist schwer, die Feier ungetrübt zu genießen, denn jede Bewegung, jedes Gespräch erfordert sehr viel Aufmerksamkeit und somit viel Kraft – und diese gilt es einzuteilen, das weiß sie aus Erfahrung. Der Gang zum Buffet wird ein Balanceakt in jeglicher Beziehung und doch möchte sie es alleine schaffen.

Sie sieht den Tänzern auf der Tanzfläche zu und es spielen sich weitere Dramen ab: hat sie doch ihr Leben lang so gerne getanzt und ausgelassen gefeiert. Sie war nicht klein zu kriegen und hat selten einen Tanz ausgelassen…

Also, so sagt sie sich: wage es!

Mutig lässt sie sich auf die Tanzfläche entführen, wagt es und wie von selbst erinnern sich ihre Beine an das alte Spiel. Sie genießt dieses alte Gefühl und lässt sich treiben, strahlt mit Anderen um die Wette und fühlt sich frei. Frei von Last und Bedrückendem.

*Sie sieht aus, wie eine Frau, die Spaß am Tanzen hat.

Sie fühlt sich für wenige Minuten so, wie sie nach außen hin aussieht, bis sie spürt, dass ihre Beine nachgeben, bis sie spürt, dass ihre Beine und Arme taub werden. Dramen … Die Frau hat nur noch eines im Kopf: wie komme ich ohne Aufsehen zu meinem Platz und schaffe ich es überhaupt???

*Die Frau schafft es.

Sie lässt sich auf ihren Stuhl fallen …

…und in ihrem Kopf spielen sich ganze Theaterstücke ab.

Dramen und Komödien.

Komödien, da sie dankbar ist, einen halben Tanz geschafft zu haben. Freude, Freiheit und Loslassen ….

Dramen, da gerade wieder einmal eine ganz kleine Welt in ihr zusammengebrochen ist. Die Welt der Hoffnung auf etwas Normalität, die Welt des Verdrängens, dass die MS doch heute nicht mit dabei ist.

Realität: die MS schläft nie. Sie ist IMMER dabei. Manchmal ist sie gnädig und lässt ihrem Körper den Schein des Friedens.

*Die Frau sieht etwas müde aus, aber so sehen viele Partygäste aus, oder? Die Frau wirkt nicht mehr ausgelassen, aber sie lacht noch immer viel. Die Frau wirkt fröhlich.

Die Frau weiß, dass sie nun nach Hause gehen muss. Sie darf es nicht übetreiben, denn ihre MS rächt sich immer. Die Frau weiß auch, dass dieser Abend Folgen haben wird und sie mindestens 2-3 Tage extrem erschöpft und ausgelaugt sein wird. Sie weiß es und doch hat sie gefeiert.

*Die Frau geht etwas früher – ob doch alles ok bei ihr ist? Aber sie lacht. Bestimmt ist alles in Ordnung.

Die Frau weiß, dass sie ganz viel geschafft hat an diesem Abend, dass sie lebendig war und erschöpft. Drama und Komödie. LEBEN.

Hallo MS, hallo Leben, hallo Realität und hallo Seifenblasen. Hallo Party, hallo Freiheit und hallo Gefangenschaft. © Heike Führ/multiple-arts.com

 

*Muss ich denn immer die Quittung bekommen?

 

Was ist das für eine Krankheit, die den größten Optimist, mich, doch immer wieder straucheln und mit dem Schicksal hadern lässt? Was macht diese Krankheit mit mir und was stellt sie mit meiner Psyche an? MS, immer wieder diese 2 kleinen Buxhstaben, die es aber doch schaffen, meine kleine Welt auf den Kopf zu stellen.

Eine seit langem geplante Party, zu der wir nach Bayern fahren. Dass ich mein besonderes Energiemanagement betreibe, steht außer Frage, dass ich mich auf diese besondere Feier freue, ebenso, aber dass ich Angst habe, wie ich das alles schaffen werde, ist auch keine Frage.

Optimist wie ich bin, denke ich mir, dass schon alles klappen wird. Da die Party freitags um 16h mit einer Zeremonie startet, müssen wir also vormittags starten, wollten dann noch im Hotel einchecken und ein klein wenig Zeit zum Ausruhen haben. Dass just zu diesem Zeitpunkt eine Vollsperrung der Autobahn ist, konnte niemand ahnen und dass wir dann gute 4,5 Std. brauchten, um ins Hotel zu kommen, war ja auch nicht geplant. Schon während der Fahrt spürte ich, dass diese unfreiweillige Verlängerung fur meine MS nicht gut ist…

Um es kurz zu machen: exakt eine Minute vor 16 Uhr betraten wir den Ort der Zeremonie, gemeinsam mit einigen anderen Mainzern, die zum Teil sogar fast 6 Std. Fahrt hinter sich hatten.

Die Feier war wunderschön, mir ging es erstaunlich gut und für den Notfall hatten wir uns vorgenommen, nochmal ins Hotel zu fahren, damit ich mich hinlegen könnte.

Da ich, seit ich meine Interferon-Spritzen Anfang des Jahres abgesetzt habe, deutlich weniger diese ganz heftige Fatigue habe, war ich erst einmal glücklich, dass mich kein alt bekannter Fatigue-Anfall überfiel.

Man wird ja schon mit wenig zufrieden… 😉

Dass ich insgesamt wackelig und sehr erschöpft war, taube Hände und Schwindel hatte – tja, das ist mein Alltag, aber meine taube rechte Gesichtshälfte, die sich gerne bei Stress bemerkbar macht, zeigt mir trotzdem, dass nicht alles so wirklich im Lot war. Aber kein Wunder, hatte ich doch eine lange Reise und für meine Form der MS, die stark mit Reizüberflutung verknüpft ist, schon eine kleine Odyssee hinter mir.

Sekt, meine immerwährende Party-und Fatigue-Rettung. Zum Glück muss man auf einer Party nicht lange danach suchen und so konnte ich, gestärkt durch meine morgendlichen Vitamintabletten, Vitamin D – Vitamin B12- Gaben nun doch feiern. Ich war happy, dass ich alles so gut geschafft hatte und mein Mann und ich versicherten uns auch immer wieder, wie schön es sei, dass es mir so gut ging.

Die Party nach mit einem Live-Auftritt mit der Band meines Mannes und dem anschließenden DJ seinen fröhlichen Lauf und – ich fasse es selbst nich nicht: ich habe sogar auch getanzt und oft stehend mitgeschwungen … Ich erwähne das, da dies alles zu Zeiten unter dem Interferon niemals so möglich war. Meine neue Freiheit, meine Freude und mein unbändiger Wille, im Hier und Jetzt zu leben, bescherten mir und auch meinem Mann einen wundervollen Abend.

Ich konnte wieder andocken an mein altes ICH, an die alte Heike, die früher ausgelassen und bis “in die Puppen” getanzt hatte. Ich war auch wehmütig, als ich all die wilden Tänzer sah; wehmütig, weil ich das so nicht mehr kann.

Ich muss bewusst auswählen, wann ich auf die Tanzfläche gehe, muss gleich wieder zu meinem Stuhl zurück können usw. Es ist schon lange nicht mehr das uneingeschränkte Leben nach dem Lust-Prinzip. Selbst auf einer Party, auf der ich NATÜRLICH aussehe, wie das “blühende Leben”, und auch für Außenstehende so wirke, verwende ich einen Großteil meiner Energie darauf, meine Kräfte einzuteilen und eine Balance zu finden. Eine Gratwanderung, denn wer möchte sich nicht von dem fröhlichen ausgelassenen Treiben dort mitziehen lassen, hinein ins Getümmel, den Alltag vergessen und einfach nur abfeiern?!

Ich habe den Abend genossen, ich habe jeden Augenblick intensiv erlebt, habe meine unglaubliche Freude uber meine “Stärke” mit meinem Mann geteilt und wir hatten einen wirklich tollen Abend, der auch uns beiden sehr gut getan hat, da wir selten eine Feier in den letzten Jahren so genießen konnten, da es mein Zustand nie zugelassen hatte.

Wir haben es bis 2 Uhr morgens gepackt und haben todmüde, aber glucklich und nicht als Ersten (!) die Party verlassen.

Mir war klar, dass dieser Abend Folgen haben würde, dass ich die Quittung präsentiert bekommen würde, aber das war es mir Wert.

Schlafen nur mit Schlaftablette… Das altbekannte Spiel.

Die Heimfahrt am nächsten Morgen verlief problemlos, aber hier merkte ich schon, dass eine Erschöpfung der besonderen Art, der MS-Art, sich breit machte.

Ich habe den ganzen Nachmittag gelegen, zu fertig, um irgndetwas zu machen, aber bis dahin war alles noch im Rahmen fur mein Empfinden.

Später, als ich dann eine Kleinigkeit fur uns gekocht habe, kam sie, die Quittung: eine unbeschreibliche Schwäche im kompletten Körper, die sich einfach nicht beschreiben lässt. Kraftlosigkeit, absolute Erschöpfung – das sind zu kleine Worte, um diesen Zustand zu verdeutlichen…!!!

Mir ist die Glasschüssel aus der Hand gefallen, das Olivenöl hinterher und beim Essen habe ich so gezittert ubd war so extrem kraftlos, dass mit das Besteck aus den Händen geglitten ist und ich kaummehr die Kraft hatte, mein Essen überhaupt aufzunehmen. Schwindel, Übelkeit, extreme Schwäche und ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Angst, der Verzweiflung und Wut kamen hoch. Ist mir denn nicht mehr ein schöner außergewöhnlicher Abend samt Reise gegönnt? Muss es immer so einen Ausgang haben? So erniedrigend für meine Seele, die in solchen Momenten ungern in ihrem Körper wohnt?

Um halb sechs lag ich als Häufchen ELEND im Bett, zu erschlagen zum Schlafen, zu müde um nur “papp” zu sagen, zu traurig, um zu weinen und zu weinerlich, um meinen üblichen Galgenhumor aufflammen zu lassen und zu erschöpft um zu denken.

Mit etwas Abstand ist mir klar geworden, dass ich ein neues Stadium erreicht habe: dadurch, dass ich nicht mehr so häufig mit der Fatigue zu kämpfen habe, mein Körper also nicht von ihr ausgebrenst wird, spüre ich meine körperlichen Grenzen nicht mehr rechtzeitig. Vorher kam ich nie in eine solche Sitaution, da ich durch die Fatigue schon vorher ausgehebelt war. Also wieder einmal Fluch und Segen, wobei ich mir bewusst bin, dass ich wirklich viel Glück und einen tollen Abend hatte, dass ich mal an mein altes ICH heran kommen und hinein fühlen konnte und deutlich mehr erlebt habe, als jeder, der so oder so nicht laufen, geschweigedenn tanzen kann…. Das ist mir bewusst und ich bin dankbar… Aber, noch lieber ware ich gesund und könnte wie jeder andere auf der Party auch, einfach ausgelassen feiern und einfach mal nichts riskieren, außer einem “Kater” am kommenden Morgen… Das wünsche ich mir und doch ist es eine Illusion.

Noch einen Tag später bin ich weiterhin zu nichts fähig, als auf der Couch zu liegen und zu warten, bis dieser elende Zustand vorbei ist. Aber: ich hatte einen wundervollen und sehr harmonischen Abend, ich war für ein paar Stunden sehr sehr glücklich und auf meine (MS) Art auch ausgelassen, ich habe mit Freunden gemeinsam gefeiert, ich war dabei und habe gelebt. Anders, aber gelebt….

Und neue Erfahrungen sind dazu da, um zu lernen. Also ist meine Lehre daraus, dass ich beim nächsten Mal mich wohl schon früher veraschieden werde. Vielleicht ist dann die Quittung nicht sooo hoch. Man lerbt ja nie aus 😉 Eines lasse ixh mir ganz sicher nicht hehmen: das Lwben, das Feiern und das Fröhlichsein. Also heißt meine Devise: hinein ins Partyvergnügen, so ausgelassen wie möglich und doch etwas früher abzubrechen. Übung mqcht den Meister und wir MS’ ler sind ja schon wahre Lebenskünstler und Meister 🙂

Hallo MS, hallo feiern und leben, hallo Grenzen! ©Heike Führ/multiple-arts.com

 

 

Aphasie spraxh 624x497 - * WORTFINDUNGSSTÖRUNGEN bei MS

* WORTFINDUNGSSTÖRUNGEN bei MS

WORTFINDUNGSSTÖRUNGEN bei MS

Aphasie spraxh 300x239 - * WORTFINDUNGSSTÖRUNGEN bei MS

Aphasie bei MS

Multiple Sklerose und Sprachstörungen

Eine Aphasie (griechisch/ ‚Sprachlosigkeit‘) ist eine erworbene Störung der Sprache aufgrund einer Läsion (Schädigung) in der dominanten, meist der linken, Hemisphäre des Gehirns.(*Wikipedia)

Das ist die blanke Theorie einer der Symptome, wie sie bei MS auftreten können.

Es ist kein sichtbares Symptom, aber irgendwie auch kein unsichtbares. Man kann es nicht sehen, aber hören. Was man sieht, bzw. was unser Gesprächspartner sieht, ist unserer eigene Fassungslosigkeit, die bis hin zum tiefem Beschämen reichen kann.

Wenn also ein MS’ ler von einem Herd in der entsprechenden Region des Gehirns betroffen ist, dann kann es zu diesen Wortfindungsstörungen kommen.

Ich kenne es von mir selbst und habe damals, als mir mein Neurologe nach einem MRT mitteilte, dass das Sprachzentrum betroffen sei, schon einen Schreck bekommen. War ich doch der deutschen Sprache immer besonders gewandt mächtig. In Wort und Schrift. Und nun? 

Wenn ich ehrlich war, wusste ich es schon länger, dass wieder einmal etwas nicht stimmt… Ich hatte mich kritisch beobachtet und schon festgestellt, dass mir ab und an ein Wort partout nicht einfällt.

Und ich habe auch festgestellt, dass ein gut gemeintes “Ach, das passiert doch jedem mal!”, mir nicht gut tat. Dies ließ mich dann auch aufhorchen.

Mittlerweile, einige Jahre später, merke ich diese Störung (zum Glück nur zeitweilig) noch deutlicher. Sie ist da und ich brauche sie auch nicht schön zu reden.

Und, da ich ja mittlerweile auch viel schreibe, spüre ich diese Störung erst recht.

Beim Schreiben helfe ich mir mit drei großen XXX als Platzhalter aus. Sie stehen dort erst einmal unauffällig. Dezent drei X, die aber ausdrücken, dass mir wieder einmal ein Wort nicht einfiel. Beim Schreiben ist es nicht so schlimm, weil mir irgendwann das Wort einfällt, und sei es mitten in der Nacht. Zum Notieren habe ich immer etwas dabei und somit kann ich mir gut behelfen.

Wortfindungsstörungen bei MS

Beim Reden ist es etwas anderes. Ich bin nicht allein, stehe in einer Kommunikation und kann mich gegebenenfalls nicht richtig ausdrücken. Das bringt Emotionen hoch. Mit viel Glück kann ich diese Wortfindungsstörungen überbrücken, unauffällig mit “Dings” ersetzen und mich über mich selbst lustig machen. Dies ist aber die einfache Variante, die wirklich jedem mal passieren kann. Man kann solche Situationen kaschieren und man lernt auch, schwierige Situationen zu umschiffen oder zu entkräften.

Schlimmer ist es, wenn mir mitten im Satz entfällt, was ich sagen wollte. Nicht einfach so…. Und nicht, wie es jedem mal passiert, sondern mit Wucht und mit einem absoluten Black Out.

Unschön, traurig und sehr deprimierend. Ich brauche dann Hilfe des Gegenübers, ein Ernst genommen werden ohne Belustigung, Abtun oder Lachen….

dings da zeugs ist 295x300 - * WORTFINDUNGSSTÖRUNGEN bei MS

Wortfindungsstörungen bei MS

Wieder einmal eine Gratwanderung der besonderen Art. Eine Gratwanderung im Umgang mit Menschen, im Umgang mit mir selbst, im Umgang mit meiner MS und im Umgang mit dem “Verlust der einwandfreien Sprache”.

Dings, Dingsbums und “Du weißt schon, was ich meine..!” sind nun meine neuen Wörter und man stelle sich vor: diese sind wenigstens präsent. Nicht auszumalen, müsste ich auch danach noch suchen  😉

Humor hilft, eine gewisse Leichtigkeit auch, aber die Trauer um einen weiteren Verlust und ein weiteres Symptom bleibt.

spreche nicht shcleppend sondern KURSIV 300x204 - * WORTFINDUNGSSTÖRUNGEN bei MS

Sprache und MS 😉

Deshalb schreibe und lese ich viel, umgebe mich mit Wörtern und lasse mich vor allem nicht entmutigen, mit Anderen zu kommunizieren. Auch das gehört zu mir, zu meiner MS und es macht keinen schlechteren Menschen aus mir. Aus niemandem. 

c2cdc98422c3e5bbf947cd3404af59db 300x189 - * WORTFINDUNGSSTÖRUNGEN bei MS

Sprachstörung und MS

Wertfreiheit ist leider ein seltenes Gut in unserer Gesellschaft geworden, aber es gibt sie noch und daran glaube und vertraue ich bis zuletzt. Also ab ins Getümmel der Wortvielfalt, der Kreativität und in die Welt der herrlichen Selbstironie. Denn wer schafft es schon, alleine durch Wort-Drehungen und Neu-Erfindungen von Wörtern seinen Gesprachspartner auf diese besondere Weise zu faszinieren? Wir MS’ ler schaffen das!!! Hallo MS, hallo Sprache und Humor! ©2014 und 2018 Heike Führ/multiple-arts.com

Und hier noch eine Grafik zur Dyphasie:

10628487 461483083993011 5628601806394943383 n 300x239 - * WORTFINDUNGSSTÖRUNGEN bei MS

Dysphasie bei MS

Ihr wisst ja, dass ich absoluter Fan von CBD-Öl bin, da es mir so gut hilft:
Meine CBD-Öl-Empfehlung:
https://cbdwelt.de/ms

 MA cbdwelt 212x300 - * WORTFINDUNGSSTÖRUNGEN bei MS

Wenn Ihr Fragen dazu habt, könnt Ihr mich gerne anschreiben 🙂

Und noch ein Hinweis: Manchmal dauert es ein klein wenig, bis das CBD seine Wirkung zeigt. Es wird davon ausgegangen, dass sich im Körper erst einmal ein gewisser CBD-Spiegel aufbauen muss. Bei manchen Menschensetzt die Wirkung sehr schnell ein, bei andern erst nach 4 Wochen…Und es gibt Untersuchungen, dass eventuell der „Omega 3 – Spiegel“ zu niedrig ist, aber es wird Omega 3 benötigt, damit manche Produkte vom Körper überbaut erst verstoffwechselt werden… Deshalb ist GEDULD gefragt, wenn man CBD einnimmt.

Mir hilft CBD vor allem gegen meine schreckliche Fatigue! Da ich nun eine völlig neue Lebensqualität habe, nenne ich es mein „persönliches Wundermittel“! ?

Ich nehme morgens von diesem Öl 5 Tropfen:

https://cbdwelt.de/shop/cbd-oel/10-cbd-oel-enecta/ref/3/?campaign=enecta10

und je nach Bedarf (wenn nochmal ein großes Müdigkeits-Tief kommt) noch einmal 1-2 Kapseln: https://cbdwelt.de/shop/cbd-kapseln/300mg-cbd-cbda-kapseln-endoca/ref/3/?campaign=CBDKapselnmitCBDa

  • Damit komme ich wunderbar zurecht! Meine Fatigue-Attacken sind nicht mehr täglich mehrfach präsent und wenn mich ein Fatigue-Anfall ereilt, ist er viel schneller vorüber!

Meine gesamte Konstitution und Kraft wurde dadurch verbessert, sowie auch meine Konzentrationsfähigkeit. Außerdem bin ich DEUTLICH entspannter! ?

Andere chronisch Kranke berichten, dass CBD ihnen beim Einschlafen, gegen Spastiken und Schmerzen und gegen Abgespanntheit hilft.

Erwiesener Maßen wirkt CBD auf jeden Fall anti-entzündlich, was bei MS ja einfach super ist!

#werbung ‚sponsored by cbdwelt.de

 Wenn Euch dieser Artikel gefallen hat und Ihr immer über alle Neuigkeiten informiert

sein möchtet, klickt einfach den grünen FOLLOW-Button an, der sich über jedem Post

befindet. 🙂

Dann bekommt Ihr immer eine E-Mail, wenn es etwas Neues hier gibt,

und seid direkt dabei, wenn es um Gewinnspiele geht!

Wichtig!

Ich distanziere mich davon, dass das CBD–Öl ein gleichberechtigter Ersatz von Medikamenten sei. Ich teste für mich und berichte über meine Erfahrung und erzähle von den Erfahrungen anderer chronisch Kranker. Die Tests stützen sich nicht auf wissenschaftlich fundierte Ergebnisse. Das heißt, es sind ganz individuelle und intuitive Erfahrungsberichte Bei jeder ernsthaften Erkrankung ist natürlich ein Arztbesuch wichtig.